Outdoor

NORWEGEN. Rodel-Star Christian Schopf trampt durchs Land der Fjorde und Berge

Auf der Suche nach einer Urlaubsdestination für den heurigen Sommer wurden wir in Skandinavien fündig. Da im Sommer das Aufbautraining eine große Rolle, und nur „faul auf der Haut liegen“ nicht in Frage kam, wollten wir einen Urlaub mit viel Landschaft, Kultur und Action. Einfach noch einmal so richtig Kraft tanken für die anstehende Naturbahn-Rodelsaison.

von Christian Schopf / Rodel Austria Naturbahn –  Kaderathlet, mehrfacher Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften 

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Von Bergen nach Stavanger. Eine Landschaft zum Träumen und Staunen

So reifte der Plan von einer Rucksacktour durch den Süden Norwegens. Nach einiger Recherchearbeit fixierten wir die Städte Bergen und Stavanger als Ankunfts- & Abflugdestinationen. Am 31. Juli ging es vorab nach Stockholm, auf einen kurzen Zwischenstopp in Schwedens wunderschöner Hauptstadt. Zwei Tage später geht es schon weiter nach Bergen, der Regenhauptstadt Norwegens. Jedoch haben wir Glück und die Sonne scheint, während wir die Stadt erkunden und vom Hausberg Fløyen aus die Aussicht auf den Hafen und die umliegende Bergwelt genießen. Nach diesem eintägigen Vergnügen geht es endlich los – bewaffnet mit unseren 25 kg Rucksäcken, inklusive Essen, Zelt, Schlafsäcken und alles was sonst noch zu einem Aufenthalt im Outback dazugehört. Gleich zum Beginn unserer Tour erleben wir einen wunderschönen Aufstieg begleitet von Sonnenschein und 4 Wasserfällen, einer mächtiger als der andere.

 

Von viel Regen, rauem Klima und einer atemberaubend schönen Gegend

Wie das Leben so spielt gibt es Höhen und Tiefen – so auch beim Wetter in Norwegen. Im strömenden Regen setzten wir den Aufstieg fort. Hell ist es im hohen Norden zum Glück relativ lange, sodass wir nach 1100 Höhenmetern, durchnässt und erschöpft endlich um halb 10 den geeigneten Platz für unser Zelt gefunden haben. Nach einer sehr kühlen Nacht geht es auch am nächsten Tag bei sehr rauem Klima weiter. Auf einem hochplateau-artigem Gebiet über der Waldgrenze schlängelt sich unser Weg zwischen Seen, Flüssen und Mooren weiter in Richtung Süden. Nachdem wir die einzige Hütte auf unserer Route passieren, wandern wir weiter abseits von jeglicher Zivilisation über Stock und Stein.

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Bis zum Abend hin legen wir noch einige Kilometer zurück, bevor wir wieder einen Zeltplatz finden. Generell ist es dort oben nicht ganz einfach einen einigermaßen vernünftigen Platz zum Nächtigen  auszusuchen, da entweder Felsen oder Wasser das Gelände einnehmen. Wir gönnen uns noch ein Bad im naheliegenden Fluss, welches aufgrund der Außen- und Wassertemperaturen (beides ca. 10 Grad) relativ kurz ausfällt.

Am Hardangerfjord. Ein echtes Highlight!

Am dritten Tag erlebten wir einige Highlights unserer Tour. 1200 Meter über dem Meer fanden wir riesige Schneefelder vor. Zwischen Schnee, Seen und Nebel suchten wir unseren Weg bis wir dann am Nachmittag für unsere Mühen mit einem traumhaften Ausblick auf das Hardangerfjord belohnt wurden. Zusätzlich prasste ein wunderbarer Wasserfall die knapp 1000 Meter in die Tiefe. Am Abend ging es über die sogenannten Mönchstreppen zu einem wunderbaren, kleinen Ort namens Lofthus.

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Die zweite Woche unseres Aufenthaltes verbrachten wir dann in Nedstrand sowie in Stavanger. Ein Tag im Hochseilgarten schult das Gleichgewichtsgefühl. Bei einer Bootfahrt erleben wir weitere Erfolgserlebnisse beim Fangen unseres Mittagessens.

Ein Abschied mit viel Wehmut

Die Tagestour auf eine der Hauptattraktionen im Süden Norwegens, dem Preikestolen (Predigtstuhl), wird durch das schnelle Tempo zu einer schönen Trainingseinheit. Schade nur, dass der von den Sherpas wunderschön angelegter Pfad von zahlreichen Touristen überfüllt ist und das Wetter, wieder einmal, zu wünschen übrig lässt. Den üblichen Postkartenausblick bekommen wir zwar nicht zusehen, aber das Rauschen der Wasserfälle lässt die schwindelerregende Tiefe erahnen.

Die letzten zwei Tage der Reise widmen wir der kulturellen Fortbildung und besuchen unter anderem ein sehr interessantes Konservenmuseum sowie das Öl-Museum in Stavanger.

Sogar ein Strandspaziergang geht sich am letzten Tag unseres Trips noch aus. Mit Wehmut geht es zum Flughafen, wo sich selbst unsere schweren Rucksäcke leicht anfühlen. Ein Abenteuer geht zu Ende, aber es wird bestimmt nicht der letzte Aufenthalt im beeindruckenden Norden sein.

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Facebook-Seite: Schopf Christian und Andreas

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