Was wurde aus?

Was wurde aus Gernot Schwab?

Österreichs Naturbahnrodler Gernot Schwab wurde steirischer Sportler des Jahres 2007

„Ich habe die gute Zeit beinhart genutzt“

Durch seine Eltern ist der 1979 in Bad Ischl geborene Gernot Schwab einst zum Rodelsport gekommen. „Es war damals bei uns gute Tradition, Mitglied im ATV Irding zu sein“, erinnert sich Schwab zurück. Dass er schon als kleiner Knirps auf der Rodel saß, sollte sich später bezahlt mache, auch wenn seine Karriere stets von Höhen und Tiefen gekennzeichnet war.

Im Alter von sieben Jahren fuhr Schwab sein erstes Rennen. Schon in seiner Jugendzeit holte der begeisterte Sportler rund 80 Siege. Jugendweltmeister und Junioren-Vizeeuropameister waren seine größten Erfolge als Jungsportler. In der Saison 1999/2000 startete er erstmals im Weltcup und belegte auf Anhieb den achten Rang in der Gesamtwertung. Bei der Europameisterschaft 2002 in Frantschach holte er Bronze. Im Jahr darauf gewann er sein erstes Europacuprennen.

Nach einem schweren Sturz stand die Karriere auf der Kippe

Auf diese Highlights folgte ein böser Tiefschlag. Ein Trainingssturz zwang den Irdninger zu einer langen Pause. Fünf Monate lag er im Krankenhaus. Rehabilitation und einer langer Weg zurück standen ihm bevor. „Ich hab damals ehrlich gesagt schon ans Aufhören gedacht. Aber die Faszination des Rodelsports bewegte mich schließlich doch zum Weitermachen“, erinnert sich Schwab zurück.

Der Weltmeister des Jahres 2007

Eine gute Entscheidung, denn die beste Zeit in seiner Sportlerkarriere sollte erst folgen. Fünf Mal wurde er Staatsmeister, sicherte sich bei diversen Europacup- und Weltcuprennen den Sieg. Bei den Europameisterschaften 2006 in Umhausen sicherte er sich den Titel. Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Grande Prairie holte er Gold im Einsitzer und mit der Mannschaft. Im gleichen Jahr wurde er zum Sportler des Jahres gewählt und nahm dafür den „Bronzenen Diskuswerfer“ in Empfang.

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Gernot Schwab bekam den „bronzenen Diskuswerfer“ bei der Auszeichnung zum steirischen Sportler des Jahres 2007

„Ich kann mit meiner Karriere schon sehr glücklich sein. Einige Jahre lang hat alles gepasst – meine Form und auch das Material. Und das habe ich beinhart ausgenutzt“, zeigt er sich rückblickend sehr zufrieden.

Im Jahr 2013 beendete er seine Rodelkarriere. „Ich war seit 2005 berufstätig und habe dann erkannt, dass ich mit den Besten nicht mehr mithalten konnte. Da war es nur folgerichtig, den Schlitten als Aktiver in die Ecke zu stellen“, sagt Schwab.

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Gernot mit seinem Sohn Julian

Auch wenn er selbst auf keine Rennrodel mehr steigt („Fürs langsame Runterrutschen ist mir die Zeit zu schade.“), ist er dem Rodelsport dennoch weiter verbunden. Schwab ist heute Landessportkoordinator für Rodeln in der Steiermark und dort auch zuständig für den gesamten Nachwuchs. Beruflich werkt der zweifache Magister als Lehrer und Sozialpädagoge am LFZ Raumberg-Gumpenstein.

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