Was wurde aus?

Was wurde aus Herbert Kögl?

Der Herbert schleift den Rodel für Deutschland

Herbert Kögl aus Kirchbichl bildete von 1995 bis 2007 gemeinsam mit Reinhard Beer eines der erfolgreichsten Doppelsitzerpaare im Naturbahnrodel-Weltcup. Gemeinsam wurden sie je einmal Weltmeister im Doppelsitzer und im Mannschaftsbewerb und gewannen zwei Mal den Gesamtweltcup. Mit insgesamt 18 Siegen in Weltcuprennen sind sie bis heute das Doppelsitzerpaar mit den meisten ersten Plätzen im Weltcup.

Die ersten größeren Erfolge fuhr Kögl mit Michael Bischofer ein. Unter anderem gewannen die beiden bei der Weltmeisterschaft 1992 in Bad Goisern Bronze im Doppelsitzer. Zudem gewannen sie 1993 in Inzing den Europapokal und wurden in der Saison 1993/94 Fünfte im Gesamtweltcup.

Weltmeistertitel in Oberperfuß / Tirol

Gemeinsam mit Peter Braunegger gelang Kögl zu Beginn der Saison 1995/96 in Rautavaara (Finnland) der erste Podestplatz im Weltcup, ehe Reinhard Beer zu seinem neuen Partner wurde. Und dieses Duo sollte in der Folge lange für Furore sorgen. Die beiden fuhren sofort in der Weltspitze, erreichten im Jänner in Landskron (Österreich) zwei Weltcup-Podestplätze und kürten sich wenige Tage später in Oberperfuss vor ihren Landesmännern Andi und Helmut Ruetz zu Weltmeistern im Doppelsitzerbewerb 1996.

Autogrammkarte-Reinhard-Beer-Herbert-Kögl-signiertAb dem folgenden Winter war das Duo auch im Weltcup siegreich. Drei von sechs Rennen wurden gewonnen und damit der Gesamtsieg eingefahren. Bei der EM 1997 in Moos im Passeier wurde die Bronzemedaille herausgefahren.

In der Saison 1997/98 siegten Kögl und Beer in zwei Weltcuprennen, mussten sich in der Gesamtwertung aber mit Rang drei begnügen. Bei der WM 1998 in Rautavaara wurden sie ebenfalls Dritte. In den Saisonen 1998/99 und 1999/2000 wurden Kögl und Beer jeweils zweite im Gesamtweltcup. Bei der WM 2000 in Olang holten sie die Silbermedaille.

Pech dann bei der WM ein Jahr später in Stein an der Enns, wo sich Beer schwer verletzte. Das Duo musste die restliche Saison untätig zusehen. 2001/2002 wurde wieder Rang zwei im Gesamtweltcup geholt. Bei der EM 2002 in Frantschach-St. Gertraud wurden sie Zweite hinter Wolfgang und Andreas Schopf. 2002/2003 und 2003/2004 landeten sie jeweils auf Rang drei im Gesamtweltcup.

In der darauffolgenden Saison konnte Kögl und Beer ihren Gesamtweltcuptriumph wiederholen. Zudem gewannen sie gemeinsam mit Melanie und Robert Batkowski den Mannschaftsbewerb bei der WM 2005 in Latsch. In den Saisonen 2005/2006 und 2006/2007 erreichten Kögl/Beer jeweils den dritten Gesamtrang im Weltcup. Bei der WM 2007 in Grande Prairie holten sie gemeinsam mit Marlies Wagner und Gerald Kammerlander Bronze im Teambewerb.

Mittlerweile Trainer im deutschen Team

Rodeltrainer für DeutschlandKurz vor der Saison 2007/2008 gab Reinhard Beer seinen Rücktritt bekannt. Kögl startete deshalb in diesem Winter mit Christian Schopf, dessen Partner Andreas Schopf pausieren musste. 2009 beendete auch Kögl seine Karriere, in die er eher zufällig gerutscht war. „Es gab damals im Raum Wörgl immer größere Meisterschaften, bei denen ich sehr erfolgreich war. Irgendwann musste ich mich dann zwischen Luftgewehrschießen und Rodeln entscheiden. Dass es dann das Rodeln geworden ist, habe ich nie bereut“, sagt Kögl, der aktuell gewissermaßen als Technikchef der deutschen Naturbahnrodler fungiert. Außerdem ist er im Rodelverkauf, Renn- und Schleifservice tätig und hat somit auch beruflich nach wie vor einen engen Kontakt zum Rodelsport.

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