Olympia gehört nach Tirol

Beim Barte des Zeus – wissen hier einige wirklich, was sie von sich geben? Die Diskussion über eine mögliche Olympia-Bewerbung von Tirol für das Jahr 2026 spitzt sich zu. Und die zum Teil militant anmutende Gegnerschaft übt sich fleißig im Tatsachenverdrehen und in Panikmache.

Olympia war das Heiligtum des Zeus und Austragungsort der Olympischen Spiele der Antike. Entsprechend sensibel sollte mit der Thematik umgegangen werden. Gerade in Tirol, denn Tirol ist wiederum die Wiege des Wintersports.

Und nirgendwo passen Olympische Winterspiele besser hin als in unser Land!

Die Wege sind kurz, die Sportanlagen vorhanden. Das Angebot, welches Tirol dem IOC legen kann, bedeutet eine Rückkehr zu Spielen im ursprünglichen Sinn und eine Abkehr von der Gigantomanie Marke Sotschi. Keine sündteuren Show-Elemente sollen fortan im Mittelpunkt stehen, sondern wieder die Sportler aus aller Herren Länder mit ihren Leistungen.

Die Antwort, ob sich Tirol für die Austragung der Olympischen Winterspiele 2026 bewerben soll, kann nur JA lauten. Kein anderer Event hinterlässt derart prägende Eindrücke wie der Wettkampf unter den fünf Ringen. Ein gewisser Alter erreicht habend denke ich heute noch gerne an 1976 zurück – wie ein Franz Klammer die Straßen der Landeshauptstadt leer fegte und am Patscherkofel schier artistische im knallgelben Anzug und mit Startnummer 15 zum Sieg raste. Da waren wir dann alle Abfahrts-Olympiasieger! Ja, der gelbe Anzug und die 15 – unvergessen für alle Zeiten …

Oder der furiose Zweikampf auf der Bergisel-Schanze, als der Stoiker Karl Schnabl dem damals 17-jährigen Toni Innauer noch Gold vor der Nase wegschnappte, der wiederum danach seinem jugendlichen Alter geschuldet einen veritablen Grant schob. Unvergessene Sport-Historie.

Olympische Winterspiele 1976-innsbruck-Postkarte.jpg

Und ja, ich muss es zugeben: Selbst meine nach wie vor vorhandene Liebe zum Eishockeysport nahm bei Olympia 1976 ihren Ausgang. Auch wenn mich damals als Neunjährigen vor allem die schier wundersamen Masken der Torhüter faszinierten und ich von den Regeln des Spiels noch keine Ahnung hatte.

Olympia kann ein Leben lang prägen. Und der Werbewert eines derartigen Events steht ohnehin außer Streit. Olympia in Tirol, da würde zusammenwachsen, was zusammengehört. Deshalb: Ganz klar JA zur Olympiabewerbung für 2026!

Gastkommentar von Peter Leitner | Freier Journalist
Das könnte dich auch interessieren:
https://naturbahn.wordpress.com/2017/09/08/4000er-hochtour-auf-das-rimpfischhorn/
https://naturbahn.wordpress.com/2017/06/02/rodel-ass-michael-scheikl-red-bull-ring-attacke-2017/







			

Großglockner 3.798m – am höchsten Berg von Österreich

Wer an Österreich denkt, dem wird neben dem Stephansdom und der Mozartkugel sofort unser höchster Berg der Großglockner einfallen. Rodel-Star Florian Glatzl hat sich bereit erklärt für uns diesen imposanten Gipfel erneut zu besteigen. Mit der Besteigung des Großglockners haben wir für unsere Blogreihe 9 Länder-9 Gipfel, den wohl bedeutendsten Berg dieser Aktion bestiegen.

von Florian Glatzl - Rodel Austria Naturbahn, Kaderathlet

Da im Spätfrühling die Schneeverhältnisse für eine Großglockner-Besteigung mit Skiern nicht mehr gegeben waren, habe ich mich entschieden ihn im Sommer in Angriff zu nehmen. Die Idee für diese Tour war ein Vatertagsgeschenk für meinen ebenso bergbegeisterten Vater.

Eine Eingewöhnungstour auf den Hocheiser 3.206m

Damit sich die Reise in die Osttiroler Berge auszahlte, fuhren wir am Sonntag den 30. Juli 2017 bereits in den frühen Morgenstunden (03:30 Uhr) nach Kaprun ins Salzburgerland. Von dort aus gingen wir den großen Grieskogel 3.066m und den Hocheiser mit 3.206m als Eingewöhnungstour für den Großglockner. Dabei gab ich Papa noch ein paar Ratschläge für das richtige Verhalten am Gletscher und den dazugehörigen Bergungsmaßnahmen. Nach diesem Bergerlebnis fuhren wir am Abend nach Kals am Großglockner wo wir uns eine Unterkunft suchten.

Der Hocheiser 3.206m im Salzburgerland. Rodel Austria Naturbahnstar Florian Glatzl besteigt diesen Gipfel als Eingewöhnungstour für den Großglockner
Abbildung: rechts sieht man den Hocheiser 3.206m, das Foto wurde vom großen Grieskogel aufgenommen ( links hinten in Wolken gehüllt der Großglockner)

Bei einem vorzüglichen Essen ließen wir den Abend noch gemütlich ausklingen und rüsteten uns für den Aufstieg zum Großglockner am nächsten Tag. Nach einem ausgedehnten Schlaf und einem stärkendem Frühstück fuhren wir am Montag zum Parkplatz vom Lucknerhaus von wo aus wir unsere Tour starteten.

Das Auto wurde am Parkplatz Lucknerhaus abgestellt. Von hier aus nahm Rodel-Star Florian Glatzl die Tour zum Großglockner in Angriff

Mit schweren Gepäck machten wir uns auf den Weg in Richtung Lucknerhütte, wo wir kurz danach auf den alten Mürztalersteig abzweigten. Um den Menschenmassen auszuweichen entschloss ich mich für diesen Weg. Diese Route hatte außerdem den Vorteil, der stechenden Hitze zu entkommen. Nach einiger Zeit erreichten wir die Gletscherzunge, wo wir unsere Gletscherausrüstung anzogen und eine kleine Pause zur Stärkung einlegten.

Beim Gletschereinstieg zum Großglockner
Abbildung: Rodel Austria Naturbahnrodeln-Star Florian Glatzl beim Gletschereinstieg am Ködnitzkees zum Großglockner

Frisch gestärkt gingen wir über den Ködnitzkees-Gletscher der uns nahezu alleine gehörte. Nach einiger Zeit nahm die ruhige Idylle wieder ein Ende als wir auf den Normalweg mit den vielen Bergtouristen stießen. Das Seil wieder im Rucksack verstaut ging es dem Klettersteig entlang in Richtung Adlersruhe. Nach kurzer Zeit erreichten wir diese und stärkten uns bei einem Mittagessen mit grandiosem Ausblick von Österreichs höchstgelegener Schutzhütte der Erzherzog-Johann-Hütte (Adlersruhe) auf 3.454m.

auf der Erzherzog-Johann-Hütte-Adlersruhe-die höchstgelegene Schutzhütte von Österreich
Abbildung: Adlersruhe-die höchstgelegene Schutzhütte von Österreich

Nach einem ruhigen Nachmittag auf der höchsten Hütte von Österreich erfolgte um 16:00 Uhr der Gipfelanstieg

Nach einem gemütlichen Nachmittag fingen wir gegen 16:00 Uhr dem Gipfel entgegen. Durch die hohen Temperaturen glich der Gletscher hinter der Hütte in Richtung Glocknerleitl mehr einem „Matschhaufen“ als einem Gletscher. Mit durchnässten Schuhen erreichten wir schließlich das „Sattele“, wo es dann in einfacher Kletterei hoch zum Kleinglockner ging.

der Großglockner vom Kleinglockner aus fotografiert
Abbildung: der Großglockner vom Kleinglockner aus gesehen. (gleich geschafft)
die Glocknerscharte liegt zwischen Kleinglockner und Großglockner
Abbildung: Glocknerscharte zwischen Klein- und Großglockner

Am höchsten Punkt von Österreich angekommen

Mein Plan, dass am späten Nachmittag weniger Leute am Gipfel stehen würden, ging leider nicht auf. So dauerte es ziehmlich lange bis wir endlich den Gipfel erreichten. Oben angekommen war es aber trotz der Menschenmenge atemberaubend schön. Jetzt konnte ich meinem Papa endlich auch den Traum der Glocknerbesteigung erfüllen. Er erfüllte mir ja auch meinen Traum vom Rodeln.

am Großglockner angekommen. Florian Glatzl - Rodel Star aus Österreich ist am höchsten Großglockner
Abbildung: Vatertagsgeschenk eingelöst. Ein tolles Gefühl meinen Papa auf den Großglockner geführt zu haben.

Florian Glatzl. Österreichischer Top-Naturbahnrodel-Star auf dem Großglockner. Am höchsten Gipfel von Österreich

„die Menschenmassen muss man am Großglockner einfach ausblenden“

Am Gipfel genossen wir ca. eine halbe Stunde den wunderschönen Ausblick und die Athmosphäre bevor wir wieder zur Hütte abstiegen. Pünktlich zum Abendessen waren wir zurück und ließen den Abend gemütlich ausklingen. Am nächsten Tag genossen wir noch den herrlichen Sonnenaufgang bevor wir Frühstückten. Nachher packten wir unsere Sachen und brachen wieder auf ins Tal. Hinunter gingen wir diesmal den Normalweg über die Stüdlhütte (2.801m) somit schloss sich unsere Runde bei der Lucknerhütte wieder.

ein letzter Blick zurück zum Großglockner
Abbildung: Blick zurück zum Großglockner

auf der Stüdlhütte angekommen

Es war eine wunderschöne Tour mit herrlichem Wetter. Die Menschenmassen muss man bei einer Tour auf den Großglockner immer ausblenden und hinnehmen.

Tourdaten im Überblick:

  • Ausgangspunkt: Parkplatz Lucknerhaus (1.924m)
  • Endpunkt: Großglockner (3.798m)
  • zu bewältigende Höhenmeter: 1874m
  • unsere Route: Lucknerhaus-Lucknerhütte-Mürztalersteig-Erzherzog-Johann-Hütte-Großglockner-Abstieg über die Stüdlhütte zum Lucknerhaus
  • die Tour wurde als Zweitagestour von Florian Glatzl unternommen

das könnte dich auch interessieren:

Die Wildspitze 3.770 m – am Dach von Nordtirol

Großvenediger Skitour – seine weltalte Majestät!

Seltenes Glück – allein am Hohen Dachstein

Geschriebenstein – Radtour zum höchsten Berg des Burgenlandes

Hermannskogel – Top of Vienna

Die Wildspitze 3.770 m – am Dach von Nordtirol

Die Wildspitze ist mit einer Höhe von 3.770 Metern der zweithöchste Gipfel Österreichs. Wohl auch deshalb zieht es Jahr für Jahr tausende Alpinisten auf diesen Gipfel. Die Wildspitze hat aber auch einiges zu bieten. Für mich ist sie einfach nur ein wunderschöner Berg auf dem die Aussicht grandios und an klaren Tagen praktisch nur von der Erdkrümmung begrenzt wird. Die Wildspitze gehört zu meinem jährlichen Pflichtprogramm und deshalb nahm ich die Gelegenheit gerne wahr, die Wildspitze im Rahmen der Rodel Austria-Naturbahn Aktion 9 Länder – 9 Gipfel mit meinem Bruder Thomas Kammerlander (amtierender Europameister und Gesamtweltcupsieger im Rennrodeln auf Naturbahn) ein weiteres mal zu besteigen.

von Gerald Kammerlander | Sportdirektor-Rodel Austria Naturbahn

Die Wildspitze, eine Tagestour auf den höchsten Gipfel Nordtirols

Ich war schon unzählige Male auf der Wildspitze, als Tagestour, im Rahmen von Mehrtagestouren und auf praktisch allen Routen die dieser imposante Berg zu bieten hat. Ich gebe aber zu, dass ich dieses Mal doch ein wenig Bauchweh bei der Routenplanung hatte. Unser Zeitbudget gab uns eine Tagestour vor und eine Aufstiegshilfe wie etwa bei der Route vom Pitztal über das Mittelbergjoch und den Taschachferner kam für uns nicht in Frage. Wir wollten uns den Gipfel mit seinen ca. 1.900 Höhenmetern im Aufstieg sozusagen „ehrlich“ erarbeiten. Bauchweh hatte ich vor allem aufgrund meiner Kondition. Diese konnte ich noch nicht so richtig einschätzen da ich diesen Sommer erst zwei 3.000er Besteigungen in meinen Beinen hatte. Mein Bruder und Tourenpartner Thomas Kammerlander musste sich um diese Dinge keinen Kopf zerbrechen. Einem aktiven Naturbahnrodel-Spitzensportler welcher im täglichen Training steht, sowie an die Höhe bereits durch viele alpine Hochtouren gewöhnt ist, bringt diese Tour konditionell nicht unbedingt an seine Grenzen. Einen Otto Normalverbraucher wie mich allerdings schon 😉

Der Wecker klingelte um 03:00 Uhr

Die Route unserer Wahl war der Normalweg vom Bergsteigerdorf Vent über das Mittarkarjoch auf den Südgipfel der Wildspitze.

Hierbei müssen ca. 1.900 Höhenmeter bewältigt werden und um der Staugefahr beim Nadelöhr des Klettersteigs zum Mitterkarjoch vorzubeugen wollten wir zeitig los.

Um 03:30 Uhr beluden wir unser Auto und fuhren von Umhausen los nach Vent . Unser Auto parkten wir beim gebührenpflichtigen Parkplatz beim Sessellift (1.882 m) und um halb 5 nahmen wir dann die ersten steilen Höhenmeter bei stockfinsterer Nach in Angriff. Unser erstes Etappenziel war die Breslauer Hütte auf einer Höhe von 2.844 m. Diese Hütte nehmen die meisten Bergsteiger als Ausgangspunkt für eine Besteigung der Wildspitze und uns war klar, dass sich bald bereits die ersten Bergsteiger in der Hütte langsam fertig machen und aufbrechen würden. Also wollten wir die ersten 1.000 Höhenmeter zur Hütte so schnell als möglich hinter uns bringen. Der Weg zur Hütte schlängelt sich zuerst steil entlang der Lifttrasse (mit dem Sessellift könnte man sich ca. 500 Hm einsparen) bevor er dann in einen breiten gut markierten Wanderweg direkt hoch zur Hütte übergeht. Wir schlugen ein entsprechendes Tempo an (ca. 650Hm pro Stunde) und erreichten somit um 06:00 Uhr die Breslauer Hütte. Aufstieg der Österreichischen Naturbahnrodel-Stars auf die Wildspitze erfolgt über die Breslauer Hütte. Mit dabei Thomas Kammerlander

Thomas und Gerald Kammerlander auf dem Weg zur Wildspitze. Im Bild die Breslauer Hütte im Ötztal
Unser erstes Etappelziel die Breslauer Hütte im Morgengrauen

Mittlerweile streichen auch schon die ersten Sonnenstrahlen über die gegenüber liegenden Gipfel. Vor der Hütte war es bereits verdächtig ruhig und es tummelten sich nur noch wenige Bergsteiger auf der Terrasse. Die meisten hatten wohl bereits den Aufstieg in Angriff genommen. Wir setzten nach einer kurzen Trinkpause unseren weiteren Aufstieg in Richtung Mitterkarjoch fort. Der Weg ist Anfangs noch gut markiert und führt uns durch ein weites Schuttkar.

Kurz hinter der Bresslauer Hütte öffnet sich in weites Schuttkar unterhalb der Wildspitze
Am Ende des Schuttkars befindet sich der Einstieg zum Mitterkarjoch. Rechts im Bild zeigt sich das erste Mal die Wildspitze.

Mittlerweile konnten wir auch mehrere Seilschaften ausmachen die sich alle noch im Schuttkar befanden. Diese wollten wir noch unbedingt überholen um unter den ersten beim Einstieg zum Mitterkarferner zu sein. Zum Glück hatten es die restlichen Bergsteiger nicht allzu eilig und uns gelang es Seilschaft um Seilschaft zu überholen. Beim Anlegeplatz für unsere Gletscherausrüstung (Steigeisen, Klettergurt, Helm, Pickel usw.) haben wir bereits alle überholt und somit konnten wir als erste die steile Eisrinne hoch zum Einstieg des Klettersteigs in Angriff nehmen.

Mitterkarferner und Einstieg zum Mitterkarjoch
In der Bildmitte sieht man die steile Eisrinne hoch zum Mitterkarjoch (3.468 m)
Thomas Kammerlander am Klettersteig zum Mitterkarjoch
Thomas am Klettersteig zum Mitterkarjoch
Gerald Kammerlander am Klettersteig zum Mitterkarjoch
Gerald kurz unterhalb des Mitterkarjochs

Der ursprüngliche „Normalaufstieg“ über die 45°-Rinne ist bei festem Firn oder gesetzter Schneeauflage „nur“ mäßig schwierig, bei Blankeis ist jedoch perfekte Pickel- und Steigeisentechnik mit den Frontzacken nötig, ggf. sind Eisschrauben für Zwischensicherungen zu setzen. Die Stein- bzw. Eisschlaggefahr in diesem Bereich ist enorm und daher ist unbedingt auf andere Seilschaften zu achten. Weil sich die Verhältnisse (Eis und Steinschlag) der Rinne von Jahr zu Jahr verschlechtern, hat man vor einigen Jahren einen mäßig schwierigen Klettersteig (B/C) über Fels errichtet, damit die Gefahrenstelle umgangen werden kann. Hier staut es sich an Schönwettertagen extrem, brechen alle Bergsteiger zu selben Zeit von der Hütte auf und benötigt das Klettern in Seilschaft sowie mit Steigeisen an den Füßen einfach Zeit. Da wir, wie bereits gesagt die ersten in der Rinne waren konnten wir zügig und ohne Unterbrechung hoch zum Mitterkarjoch (3.468m) steigen.

Es eröffnet sich uns eine imposante Gletscherwelt

Die Sonne kommt am Nordgipfel der Wildspitze zum Vorschein
Die Sonne kommt am Nordgipfel der Wildspitze zum Vorschein
Thomas Kammerlander am Taschachferner
Thomas Kammerlander am Mitterkarjoch
es werden die letzten Vorbereitungen für den finalen Anstieg auf die Wildspitze getroffen
Die Ausrüstung wird nochmals kontrolliert

Das Mitterkarjoch stellt auf dieser Route die Schlüsselstelle dar. Hat man diese gemeistert erwartet einem auf den letzten 300 Höhenmetern eine wahre Genuss-Gletschertour hoch zum Gipfel der Wildspitze. In einer großzügigen Schleife umgehen wir am Taschachferner die große Spaltenzone, queren dabei aber immer wieder einzelne Spalten.

Aufstieg zur Wildspitze über den Taschachferner. Im Bild Rodelstar Thomas Kammerlander
Am Taschachferner. Links ist das Mitterkarjoch noch gut erkennbar
der Gipfelaufbau der Wildspitze, Rodel Austria Naturbahn
der Gipfelaufbau der Wildspitze (Bildmitte)

Am höchsten Gipfel von Nordtirol

Der darauffolgende Linksbogen am Gletscher führt uns zum Gipfelaufbau der Wildspitze, die mit leichter Kletterei im kombinierten Gelände (Fels, Schnee, Eis) von uns zügig erklommen wird. Nach insgesamt 3:45 Stunden Aufstieg stehen wir glücklich um kurz vor 08:30 Uhr am höchsten Gipfel von Nordtirol.

Gerald Kammerlander auf der Wildspitze
Gerald am Südgipfel der Wildspitze. Rechts vom Kreuz ist der dritthöchste Gipfel von Österreich zu sehen – die Weißkugel
am Südgipfel der Wildspitze, Rodel Austria Naturbahn
Panorama vom Südgipfel der Wildspitze mit Blickrichtung Südost
Thomas Kammerlander am Nordgipfel der Wildspitze, Rodel Austria Naturbahn
Thomas Kammerlander am Nordgipfel der Wildspitze. Im Bild rechts ist der Südgipfel mit dem Gipfelkreuz zu sehen.
Panoramablick in Richtung Nordwest vom Nordgipfel der Wildspitze
Panoramablick in Richtung Nordwest vom Nordgipfel der Wildspitze. Im Bild links ist die Aufstiegsroute zu sehen.

Die Aussicht wird nur von der Erdkrümmung begrenzt

Das Panorama ist einfach phänomenal. Mit einer Schartenhöhe 2.266 Metern landet die Wilspitze sogar auf Rang 4 in der Liste der prominentesten Berge der Alpen. Da am heutigen Tag jedoch gefühlte -10 Grad vorherrschen und uns ein eisiger Wind um die Ohren pfeift verweilen wir nur kurz am Gipfel und entscheiden uns kurzerhand für den östlichen Abstieg über Nordgipfel und den Rofenkarferner. Wir klettern also den teils luftigen Grat zum Nordgipfel rüber und steigen erneut steil zum Taschachferner ab. Dann wird der Gipfelaufbau der Nordgipfels großzügig umrundet und nach einem kurzen Gegenanstieg kommen wir dann auf einen kleinen Sattel. Von diesem Punkt aus kann der Rofenkarferner nach einem kurzen Abstieg über Geröll unschwierig betreten werden.

Der Abstieg erfolgt über den Nordgipfel der Wildspitze, Rodel Austria Naturbahn
Über den steilen Nord-Ost Hang erreichen wir erneut den Taschachferner
Der Gipfelaufbau des Nordgipfels der Wildspitze wird großzügig umrundet, Rodel Austria Naturbahn
Den Gipfelaufbau des Nordgipfels umrunden wir großzügig
Der weitere Abstieg zur Breslauer Hütte erfolgt über den spaltenreicheren Rofenkarferner
Der etwas spaltenreichere Rofenkarferner

Am etwas spaltenreicheren Rofenkarferner

Der weitere Abstieg erfolgt dann über den südlich gelegenen Rofenkarferner. Diese Route ist auf jeden Fall eine lohnende und auch einsamere Alternative zur Route über das Mitterkarjoch. Auch wenn die Route über diesen Gletscher etwas spaltenreicher als die über seinen nördlicher gelegenen Kollegen – dem Taschachferner ist. Der Ausstieg vom Rofenkarferner erfolgte rechterhand über Schutt und Geröll bevor man einen kleinen Steig in Richtung Breslauer Hütte erreicht. Als wir diese dann erreicht hatten war es nicht mehr weit. Noch ein gut halbstündiger Abstieg zur Bergstation Stablein des Sessellifts und es war geschafft. Denn anders als beim Aufstieg, nahmen wir die Hilfe des Sessellifts beim Abstieg gerne in Anspruch. Insgesamt benötigten wir für unsere Tour ziemlich genau 6 Stunden.

Unsere Tourdaten im Überblick:
  • Ausgangspunkt: Parkplatz Talstation Sessellift in Vent (1.890m)
  • Endpunkt: Wildspitze (3.770m) – ca. 3 3/4 Stunden
  • zu bewältigende Höhenmeter: 1.880m
  • unsere Route: Vent – Breslauer Hütte – Mitterkarjoch – Wildspitze – Überschreitung zum Nordgipfel – Abstieg über den Rofenkarferner – Breslauer Hütte – Bergstation Sessellift
  • Die Tour wurde als Tagestour mit einer Gesamtdauer von ca. 6 Stunden von Thomas Kammerlander und Gerald Kammerlander unternommen.
unsere Route auf die Wildspitze, Rodel Austria Naturbahn
unsere Route im Überblick

unsere Route auf die Wildspitze, Rodel Austria Naturbahn

das könnte dich auch interessieren:

Hart, härter, Dreiländergiro in Nauders!

Geschriebenstein – Radtour zum höchsten Berg des Burgenlandes

Funktionelles Training | Functional Fitness

Bestenliste – Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn, Herren

Großvenediger Skitour – seine weltalte Majestät!

Olympische Spiele in Tirol – und Naturbahnrodeln wäre dabei!

Gibt es die Möglichkeit, Olympische Spiele wieder nach Tirol zu holen, muss zugegriffen werden!

Die nötigen Sportstätten, kurze Wege, die fachliche Kompetenz! Gibt es auch den politischen Willen, dann ist das Land Tirol schlichtweg prädestiniert dafür, 2026 Olympische Winterspiele auszurichten.

Es wird zum Thema Olympia eine Volksbefragung geben. Wieder einmal, ist man geneigt zu sagen. Schon 1993 und 1997 war das der Fall. Und nur zu gut erinnern wir uns an die landesweite Mehrheit von satten 69 Prozent (!) im Jahr 1997. Bewerbung gab`s dann doch keine. Die Stadt Innsbruck hatte mit 52,6 Prozent dagegen votiert.

Im Land Tirol votierten satte 69 Prozent dafür!

Das damalige Nein zu Olympia war nüchtern betrachtet eine – mit Verlaub – Verarsche des ländlichen Tirols. Denn dass die Stimmen der Stadt mehr zählten als jene vom Rest des Landes, war schlichtweg eine Farce. Auch in Anbetracht der Tatsache, das Innsbruck natürlich Host-City gewesen wäre.

Die Landesvertreterinnen der Liste Fritz haben sich ja zuletzt neuerlich mit dem Unfug zu Wort gemeldet, dass es nur bei einem Ja in Stadt und Land möglicherweise eine Olympia-Bewerbung geben dürfe. Und versetzten damit dem Sportland Tirol schlichtweg einen Schlag unter die Gürtellinie. Weitsicht sieht anders aus!

Eine riesige Chance wären Olympische Spiele in Tirol auch für das Naturbahnrodeln. In der so genannten Agenda 2020 des Internationalen Olympischen Komitees ist nämlich festgehalten, dass ein Veranstalter eine noch nicht olympische Disziplin zusätzlich ins Programm aufnehmen kann. Fürs Naturbahnrodeln sollten dafür die nötigen Stimmen in Tirol, das ja schließlich eine Hochburg dieser Sportart ist, zu lukrieren sein.

Parallel Race Kühtai 2016 - Samstag
Startet der Tiroler Gesamtweltcupsieger von 2017 – Thomas Kammerlander – bald auch bei Olympischen Spielen? (Foto: ÖRV-Chris Walch)

Deshalb, liebe Sportfreunde, macht von eurem Stimmrecht Gebrauch und votiert für die Abhaltung Olympischer Winterspiele 2026 in Tirol! Jeder einzelne Gang zur Urne ist enorm wichtig. Denn die Gegner dieses einmaligen Events, das eine ungeheure Chance in der globalisierten Welt darstellt, finden den Weg dorthin ganz sicher . . .

/ein Kommentar von Peter Leitner/

das könnte dich auch interessieren:

Was wurde aus Gerald Kammerlander?

FIT mit UNS! Das 10 Minuten Partner-Workout für den schnellen Erfolg und gegen Langeweile.

Dom 4.545m – Rodler-Hochtour zum Dach der Schweiz

 

 

Was wurde aus Gerald Kammerlander?

Vom Ministrant zum Weltmeister

Der heutige ÖRV-Sportdirektor Gerald Kammerlander war selbst ein erfolgreicher Naturbahnrodler.

Die erste Erfahrung mit dem Rodeln, an die er sich erinnern kann, ist ein Ministranten-Rennen in seiner Heimatgemeinde Umhausen. Da auch Onkel von ihm rodelten, entwickelte Gerald Kammerlander dann recht schnell eine Affinität zu dieser Sportart.

„Wir waren so fünf bis sechs Kinder, die mit Erich Schöpf tirolweit zu Rennen gefahren sind. Wobei ich im Kinder- und Jugendbereich eigentlich nie im Spitzenfeld vertreten war. Erst bei den Junioren ist mir dann gewissermaßen der Knopf aufgegangen“, erinnert sich der Ötztaler zurück.

Erfolgreicher Junior im Doppel

Die ersten Erfolge stellten sich im Doppelbewerb ein. Gemeinsam mit Joachim Schöpf wurde er im Winter 1997/98 Gesamtsieger im Interkontinentalcup und holte die Silbermedaille bei der Junioren-EM in Feld am See (AUT). Schon im darauffolgenden Jahr sicherte sich das Ötztaler Doppel dann Gold bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Hüttau (AUT). Eine weitere Medaille in der Juniorenklasse gewann er mit Bronze im Einsitzer bei der Junioren-Europameisterschaft in Tiers (ITA). In der Saison 2002/2003 wurde er Gesamtsieger im Interkontinentalcup.

Rodel Austria Naturbahn-gerald-kammerlander-(aut)-auf-seiner-heimbahn-(fotosobe)
Gerald Kammerlander_Saison 2007/2008 / Foto: Sobe

Wechsel in den Einsitzerbewerb

Danach konzentrierte sich Kammerlander auf den Einsitzerbewerb, wobei es zur damaligen Zeit sehr schwer war, den Sprung ins Nationalteam zu schaffen. Immerhin gingen damals auch so Kapazunder wie beispielsweise Gerhard Pilz, Gerald Kallan, Gernot Schwab oder Robert Batkowski an den Start.

Doch Kammerlander kämpfte. Im Winter 2005/2006 holte er mit Rang zwei zum Saisonauftakt in St. Martin in Thurn (Ita) den ersten Podestplatz. Hervorragend lief es in der Saison 2007/2008 als Kammerlander Dritter in Umhausen und zwei Mal Zweiter in Zelezniki (Slowenien) wurde und in der Gesamt-Weltcupwertung hinter Patrick Pigneter (Ita) den zweiten Rang belegte. Im darauffolgenden Jahr feierte der damals 27-Jährige in St. Sebastian und Umhausen seine beiden ersten Weltcupsiege.

Bei Großereignissen blieb der Ötztaler vorerst weiter ohne Spitzenplatz. Und auch in der Saison 2010/2011 deutete zunächst nichts darauf hin, dass sich daran etwas ändern sollte. „Im Weltcup ist rein gar nichts zusammengelaufen. Schließlich haben wir uns dann entschlossen, die Rodel komplett neu aufzubauen. Dieses Risiko hat sich letztlich bezahlt gemacht“, erinnert sich „Kammi“.

„Weltmeister dahoam“ als Höhepunkt

Und wie, denn  auf der heimischen Grantaubahn in Umhausen holte er sich mit vier Hundertstel Vorsprung auf seinen Teamkollegen Robert Batkowski die Goldmedaille und damit den Weltmeistertitel. Gemeinsam mit Melanie Batkowski, Christian Schatz und Gerhard Mühlbacher gab`s zudem noch Silber im Teambewerb.

2013 ging Kammerlander noch bei der WM in Deutschnofen als Titelverteidiger an den Start, beendete danach wie schon vorher geplant seine Karriere. Wie fällt rückblickend seine persönliche Bilanz aus?

Viele schwere Verletzungen

„Alles in allem kann ich zufrieden sein. Es wär vielleicht mehr drinnen gewesen, wenn ich nicht sieben schwere Knieverletzungen gehabt hätte. Allein die vorderen Kreuzbänder riss ich mir in beiden Kniegelenken insgesamt 5 Mal. Zwei Mal wurde ich auch mit dem Hubschrauber von der Strecke abtransportiert.“

Seit der Saison 2013-2014 ist Kammerlander inzwischen als Sportdirektor und Nationaltrainer verantwortlich für das Nationalteam der Naturbahnrodler im Österreichischen Rodelverband. „Im Gegensatz zu meiner Zeit als Aktiver bin ich da immer brutal nervös.“

Tina Unterberger_Gerald Kammerlander_Rodel Austria Naturbahn_WC Zelezniki 2017
im Bild mit Tina Unterberger
Parallel Race Kühtai 2016 - Samstag
Weltcup Kühtai: Im Bild mit Florian Glatzl und Thomas Kammerlander
Gerald Kammerlander_Sportdirektor_Naturbahn_Österreichischer Rodelverband
Beim Juniorenteam: Im Bild mit Miguell Brugger und Maximilian Pichler
Gerald Kammerlander Tina Unterberger Rupert Brüggler Gerhard Kleinhofer_Rodel Austria Naturbahnrodeln
Im Bild mit Tina Unterberger, Rupert Brüggler und Gerhard Kleinhofer

das könnte dich auch interessieren:

Dom 4.545m – Rodler-Hochtour zum Dach der Schweiz

Was wurde aus Andreas und Helmut Ruetz?

Was wurde aus?

FIT mit UNS! Das Rodel-Workout gegen Nacken-und Schulterverspannungen. Teil 1

Was wurde aus Gerhard Pircher?

„Irgendwann hatte ich die Schnauze vom Rodeln voll“

Er war ein Athlet, der sich nie ein Blatt vor den Mund genommen hat. Da gehörte es auch dazu, dass er da und dort aneckte. Doch der Reihe nach!

Gerhard Pircher kam 1974 als er die vierte Klasse Hauptschule besuchte, erstmals mit dem Rodelsport in Kontakt. Hans Kogler war es, der ihn sozusagen zum Rodeln verführte. „Das waren damals noch andere Zeiten. Du konntest praktisch überall Rodeln, da wir noch Schnee hatten und die Straßen weder gesplittet noch gesalzen waren“, erinnert sich Pircher zurück.

Gegangen ist bei ihm dann alle sehr schnell. Mit geliehener Rodel und geliehenem Helm bestritt er noch 1974 sein erstes Rennen in Finkenberg, gewann es und hatte damit Lunte gerochen. Der Ehrgeiz war geweckt. Schon im Jahr darauf startete er bei den Junioren, war als Mitglied des WSV Vomp dann auch Teil der Nationalmannschaft.

Weltmeister 1982 im Rennrodeln auf Naturbahn

Seinen größten Erfolg feierte Pircher 1982 als er in Feld am See vor dem Südtiroler Otto Bachmann und Landsmann Werner Prantl Weltmeister wurde.

Gerhard Pircher aus Vomp_Weltmeister 1983 im Naturbahnrodeln_Rodel Austria Naturbahn

 

Das Ende der sportlichen Laufbahn folgte nur ein Jahr später. „Ich hatte von einigen so genannten Spitzenfunktionären schlichtweg die Schnauze voll“, macht er aus seinem Herzen keine Mördergrube.

Bei nationalen Titelkämpfen in Spital bremste Pircher knapp vor dem Ziel ab, marschierte mit der Rodel unterm Arm an der Zeitnehmung vorbei und versicherte eben diesen Funktionären: „Ihr werdet mich nie mehr wieder sehen.“

Gerhard Pircher_Alfred Kogler_Weltmeister im Rennrodeln auf Naturbahn aus Vomp
Gerhard Pircher (2. von rechts) mit seinen Vomper-Rodelkollegen. Auch im Bild: Alfred Kogler (1. von rechts)

 

Und er hielt, was seine aktive Karriere angeht, Wort. Freilich war Pircher dann noch jahrelang Chef der Rodelsektion in Vomp – und auch drei Jahre lang Sportchef der Nationalmannschaft. Und er war auch intensiv am Aufbau der Leistungszentren wie etwa in Umhausen beteiligt.

Inzwischen hat Pircher keinen Kontakt mehr zur Rodelszene. Beruflich ist er seit 1986 Beamter an der Bezirkshauptmannschaft in Schwaz und arbeitet dort derzeit in der Abteilung Wohnbauförderung.

 

das könnte dich auch interessieren:

Was wurde aus Robert Batkowski?

Was wurde aus Werner Prantl?

Was wurde aus Alfred Kogler?

Naturbahnrodeln in Russlands Metropole Moskau

Was wurde aus Robert Batkowski?

Ehemaliger Rodel Gesamtweltcupsieger gilt bei Amazonen als Material-Genie

Was den Naturbahn-Rodelsport angeht, war er erblich vorbelastet. Sowohl Vater als auch Mutter waren schon begeisterte Rodler. Und so war es nur folgerichtig, dass auch Robert Batkowski aus Schönberg in Tirol irgendwann am Schlitten landen würde. Und das noch dazu höchst erfolgreich!

Weltmeister, Gesamtweltcupsieger und Europameister. Alles erreicht!

Bis zum diesjährigen Gewinn des Einzeltweltcups durch den Ötztaler Thomas Kammerlander war Batkowski der letzte Österreicher, dem dies gelungen war. In der Saison 2002/2003 war er der weltweit stärkste Rodler. Und eben diesen Erfolg ordnet er auch als den größten in seiner Karriere ein. Noch höher als den Weltmeister-Titel, den er ebenfalls 2003 in Zelezniki feierte. Oder auch den Europameistertitel 2008 in Olang.

Das sind freilich nur einige seiner zahlreichen Spitzenplatzierungen, die er während seiner aktiven Laufbahn einfuhr. 2005 in Latsch war Batkowski Weltmeister mit der Mannschaft. 2011 in Umhausen nochmals Vize-Weltmeister im Einzelbewerb. Bei den Europameisterschaften 1999 in Szczyrk und 2002 in Frantschach holte er jeweils Silber. Und in der Saison 2010/2011 wurde er nochmals Zweiter in der Weltcup-Gesamtwertung.

Robert_Batkowski_Austrian_Luge_Natural_Track_Rodel Austria Naturbahn_Trainer Naturbahnrodeln
Foto: W+K Photo

Nach Karriereende erstmal die Skipisten unsicher gemacht

Im Jahr 2012 beendete der Erfolgsgarant seine aktive Karriere. Machte dann nach eigenem Bekunden erstmal die Skipisten unsicher. Nach einer Umstrukturierung im Verband und der Übernahme des Sportdirektor-Postens durch seinen langjährigen Teamkollegen Gerald Kammerlander landete er dann aber schnell im Trainerteam der ÖRV-Nationalmannschaft.

Dort ist er inzwischen für die Riege der Damen verantwortlich. Wird vom vermeintlich schwachen Geschlecht vor allem für sein technisches Wissen geschätzt. So schwört etwa die Oberösterreicherin Tina Unterberger auf die Rodeleinstellungen Batkowskis, mit denen sie zuletzt die erfolgreichste Saison ihrer Karriere mit zwei WM-Medaillen und den dritten Platz im Gesamtweltcup feiern konnte.

Robert Batkowski als Aktiver in der Saison 2003/2004

Das könnte dich auch interessieren:

Was wurde aus Irene Koch – Irene Zechner? – jetzt Irene Röhrich

Dom 4.545m – Rodler-Hochtour zum Dach der Schweiz

FIT mit UNS! Das 10 Minuten Partner-Workout für den schnellen Erfolg und gegen Langeweile.

Rodel Austria Naturbahn – Youtube channel

Wordrap mit Florian Glatzl

DER AMTIERENDE ÖSTERREICHISCHE STAATSMEISTER IM RENNRODELN AUF NATURBAHN STELLT SICH UNSEREM WORDRAP UND VERRÄT UNTER ANDEREM, WELCHE SUPERKRAFT ER GERNE HÄTTE.

Meine Mutti nennt mich…

…“Letzer“ (ugs. für Kleiner)

Meine Ex-Freundin sagt über mich:

Hoffentlich nichts schlechtes…

florian-glatzl-beim-training-rodel-austria-naturbahn-blog-wordrap
„Ich gehe ganz gerne mal an meine Grenzen“ Florian über sich selbst. Fotocredit: W+K Photo

Geheimnisse habe ich vor…

…DIR! 😉

Wenn ich einmal ins Gefängnis gehe, dann weil…

…ich mit zu vielen unerfahrenen Leuten auf und in den Bergen unterwegs bin.

Wenn ich eine Frau wäre, dann…

…würde ich den ganzen Tag shoppen und sudern (ugs. für jammern). 😉 Ausnahme meine Freundin natürlich. Ich hoffe die wird das hier nicht lesen.

Welche Superkräfte hättest du gerne? Was würdest du mit deiner Superkraft anstellen?

Unendlich viel Kraft und dann würde ich sofort mit dem Krafttraining aufhören da es dann ja sinnlos wäre. Verstanden?

florian-glatzl-beim-weltcup-in-umhausen-otztal-rodeln-naturbahnrodeln-rennrodeln
Florian beim Weltcuprennen in Umhausen. Fotocredit: Chris Walch

 

Bei welcher TV Serie bist du zuletzt hängen geblieben?

Ich schaue eigentlich kaum TV.

Was macht dich nervös?

Qualifikationen.

Was war das Peinlichste, das dir je passiert ist?

Ich habe meiner Mutter per SMS geschrieben: ICH LIEBE DICH. Eigentlich war das SMS aber für meine Freundin gedacht.

Wer wird im kommenden Winter der neue Weltmeister im Rennrodeln auf Naturbahn?

Keine Ahnung. Die Superkraft um in die Zukunft zu schauen habe ich leider nicht. Ich hoffe allerdings dass es ein Österreicher sein wird.

florian-glatzl-portrait-naturbahnrodeln-rodeln-rennrodeln-rodel-austria-2016
Fotocredit: W+K Photo

das könnte dich auch interessieren:

Was wurde aus Sandra Mariner?

NORWEGEN. Rodel-Star Christian Schopf trampt durchs Land der Fjorde und Berge