Bestenliste – Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn, Doppelsitzer

Am 12. Dezember 1992 wurde im finnischen Rautavaara das erste Weltcuprennen in der Geschichte des Naturbahnrodelsports ausgetragen. Mittlerweile sind 25 Jahre vergangenen und es wurden unzählige Siege in den einzelnen Rennrodel-Disziplinen gefeiert. In den vorangegangenen Beiträgen haben wir die erfolgreichsten Weltcupsieger im Damen– und Herren Einsitzer gekürt. Jetzt wollen wir der Frage auf den Grund gehen wer die erfolgreichsten Duos in der Sparte Doppelsitzer sind.

Erfolgreichste Weltcupsieger im Doppelsitzer

Rang Name Nation Siege Zweite Dritte Total
1 Patrick Pigneter | Florian Clara* ITA 42 11 7 60
2 Pawel Porschnev | Ivan Lazarev* RUS 19 31 13 63
3 Reinhard Beer | Herbert Kögl AUT 18 17 9 44
4 Helmut Ruetz | Andreas Ruetz AUT 15 10 7 32
5 Andrzey Laszczak | Damian Wanicek POL 10 7 8 25
6 Armin Mair | David Mair ITA 7 3 3 13
7 Christian Schatz | Gerhard Mühlbacher AUT 5 3 13 21
8 Almir Betemps | Corrado Herin ITA 5 2 0 7
9 Christian Schopf | Andreas Schopf AUT 4 7 11 22
10 Arnold Lunger  | Günther Steinhauser ITA 4 1 0 5

*noch aktiv / Stand Mai 2017


1. Patrick Pigneter | Florian Clara (ITA)

Die Rennrodel Stars Patrick Pigneter und Florian Clara beim Weltcuprennen 2017 in Zelezniki-Slowenien
Pigneter | Clara (ITA) Foto: ÖRV-Chris Walch

Mit 42 Weltcupsiegen sind die beiden italienischen Superstars Patrick Pigneter und Florian Clara die unangefochtene Nummer 1 in der Bestenliste. Patrick Pigneter gelingt sogar das Kunststück bisher sowohl die meisten Weltcupsiege im Doppelsitzer, als auch im Herren Einsitzer erzielt zu haben.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
42 11 7

60


2. Pawel Porschnev | Ivan Lazarev (RUS)

Die beiden Russen Porschnev und Lazarev auf dem Weg zum Gesamtweltcupsieg 2016-2017 im Rennrodeln auf Naturbahn
Porschnov | Lazarev (RUS) Foto: ÖRV-Chris Walch

Bereits im Januar 2002 bestritten die beiden Russen ihr erstes Weltcuprennen und konnten seither 19 Siege und 63 Podestplatzierungen erzielen. Bezogen auf Top 3 Ergebnissen sind sie sogar die erfolgreichsten Doppelsitzer überhaupt. In der Saison 2016/17 konnten sie außerdem den Gesamtweltcup gewinnen.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
19 31 13

63


3. Reinhard Beer | Herbert Kögl (AUT)

Reinhard Beer und Herbert Kögl-Rodeln-Naturbahnrodler aus Österreich

Von 1995 bis 2007 bildeten die beiden Österreicher eines der erfolgreichsten Doppelsitzerpaare. Mit 18 Weltcupsiegen platzieren sich Reinhard und Herbert nur knapp hinter den beiden Russen auf Rang 3 in der ewigen Bestenliste an Weltcupsiegen. Herbert Kögl ist dem Naturbahnrodelsport als Materialchef des deutschen Nationalteams erhalten geblieben.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
18 17 9

44


4. Helmut Ruetz | Andreas Ruetz (AUT)

Andreas Ruetz und Helmut Ruetz sind ehemalige Naturbahnrodel und Rennrodel-Stars aus Österreich

Andreas und Helmut Ruetz haben im Doppelsitzer alles gewonnen was es zu gewinnen gibt. Trotz ihrem frühen Karriereende zählen sie zu den erfolgreichsten Naturbahnrodlern aller Zeiten. Im Dezember 1992 konnten die beiden das erste Weltcuprennen der Geschichte im Doppelsitzer gewinnen.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
15 10 7

32

5. Andrzej Laszczak | Damian Waniczek (POL)

Die beiden polnischen Rennrodler auf Naturbahn bei der Europameisterschaft 2010
Laszczak | Waniczek (POL)

Das polnische Doppelsitzerpaar Laszczak | Waniczek konnte insgesamt 10 Weltcupsiege und 25 Podestplatzierungen erreichen. Als bisher einzigem polnischen Duo gelang den beiden in der Saison 2001/2002 das Kunststück den Gesamtweltcup im Doppelsitzer zu gewinnen.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
10 7 8

25


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Bestenliste – Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn, Herren

Naturbahnrodeln, der Ralleysport auf Eis und eine der spektakulärsten Wintersportarten überhaupt, blickt mittlerweile auf eine 25-jährige Weltcup-Tradition zurück. Ein rasanter Sport, oft ein Hundertstelkrimi der dem Athleten alles abverlangt. Über Sieg oder Niederlage entscheiden waghalsige Lenk- und Bremsmanöver auf spiegelglatten Eisbahnen bei Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/H. Aber wer sind die Protagonisten die diesen Sport in den vergangenen Jahren besonders prägen konnten?

Erfolgreichste Weltcupsieger im Herren Einsitzer

Rang

Name Nation Siege Zweite Dritte Total

1

Patrick Pigneter*

ITA 46 17 5 68

2

Anton Blasbichler

ITA 20 13 18 51

3

Gerhard Pilz

AUT 19 9 13 41

4

Thomas Kammerlander*

AUT 8 7 12 27

5

Reinhard Gruber

ITA 6 4 2 12

6

Martin Gruber

ITA 5 10 4

19

7

Franz Obrist

ITA 5 4 5

14

8

Ferdinand Hirzegger

AUT 5 2 4

11

9

Alex Gruber*

ITA 4 8 8

20

10

Gernot Schwab

AUT 4 7 11

22

*noch aktiv / Stand Mai 2017

1. Patrick Pigneter (ITA)

Patrick Pigneter der Rodel-Superstar aus Italien auf dem Weg zum Sieg beim Weltcuprennen 2016 im Kühtai/Tirol
Patrick Pigneter (ITA) – Foto: Chris Walch

Patrick ist der Mister Naturbahn und hat den Rennrodelsport auf Naturbahn revolutioniert.

Er ist und bleibt der größte Naturbahnrodler aller Zeiten. Niemand konnte mehr Siege einfahren als Patrick Pigneter. Unglaubliche 46 mal konnte er bisher vom obersten Treppchen herunterlachen. Und wer Patrick kennt, weiß, er wird alles daran setzen noch weitere Siege und Triumphe einzufahren.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt

46

17 5

68


2. Anton Blasbichler (ITA)

Der Naturbahnrodler Anton Blasbichler aus Italien beim Weltcuprennen im Kühtai 2014
Anton Blasbichler (ITA) – Foto: W+K Photo

Anton Blasbichler startete insgesamt 23 Jahre im Weltcup und prägte diesen maßgeblich mit. Nach insgesamt 51 Podesplätzen (davon 20 Siege), beendete „Toni“ nach der Saison 2014/15 im Alter von 43 Jahren seine erfolgreiche Karriere. Mittlerweile ist er als Trainer der italienischen Juniorenmannschaft tätig und somit dem Naturbahnrodel-Sport erhalten geblieben.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
20 13 18

51


3. Gerhard Pilz (AUT)

gerhard-pilz-rodel-austria-naturbahn-04
Gerhard Pilz (AUT)

Als bester Österreicher landet Gerhard Pilz im Ranking der erfolgreichsten Weltcupsieger auf Rang 3. Der 5-fache Weltmeister aus Oberösterreich war der erste Weltcupsieger (Rautavaara 1992) in der Geschichte und beendete nach der Saison 2006/2007 im Alter von 41 Jahren seine einzigartige Karriere.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt

19

9 13

41


4. Thomas Kammerlander (AUT)

Österreichs Rodel Star Thomas Kammerlander gewinnt mit dem Sieg beim Weltcuprennen in Umhausen erstmals den Gesamtweltcup im Rennrodeln auf Naturbahn
Thomas Kammerlander (AUT) – Foto: Chris Walch

Österreichs aktuell erfolgreichster Naturbahnrodler im Herren Einsitzer landet bereits auf Rang 4 der ewigen Bestenliste. Thomas Kammerlander gelang das Kunststück die 11-jährige Dominanz von Patrick Pigneter im Gesamtweltcup der Herren im Winter 2016/17 zu durchbrechen.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt

8

7 12

27

5. Reinhard Gruber (ITA)

Mit Reinhard Gruber landet ein weiterer Italiener in den Top 5 der ewigen Bestenliste. Der Weltmeister von 1998 erzielte insgesamt 6 Weltcupsiege und beendete 2002 bereits im Alter von 25 Jahren seine Karriere.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt

6

4 2

12


Naturbahnrodel Weltcup | Saison 2015/2016

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Was wurde aus Gerhard Pircher?

„Irgendwann hatte ich die Schnauze vom Rodeln voll“

Er war ein Athlet, der sich nie ein Blatt vor den Mund genommen hat. Da gehörte es auch dazu, dass er da und dort aneckte. Doch der Reihe nach!

Gerhard Pircher kam 1974 als er die vierte Klasse Hauptschule besuchte, erstmals mit dem Rodelsport in Kontakt. Hans Kogler war es, der ihn sozusagen zum Rodeln verführte. „Das waren damals noch andere Zeiten. Du konntest praktisch überall Rodeln, da wir noch Schnee hatten und die Straßen weder gesplittet noch gesalzen waren“, erinnert sich Pircher zurück.

Gegangen ist bei ihm dann alle sehr schnell. Mit geliehener Rodel und geliehenem Helm bestritt er noch 1974 sein erstes Rennen in Finkenberg, gewann es und hatte damit Lunte gerochen. Der Ehrgeiz war geweckt. Schon im Jahr darauf startete er bei den Junioren, war als Mitglied des WSV Vomp dann auch Teil der Nationalmannschaft.

Weltmeister 1982 im Rennrodeln auf Naturbahn

Seinen größten Erfolg feierte Pircher 1982 als er in Feld am See vor dem Südtiroler Otto Bachmann und Landsmann Werner Prantl Weltmeister wurde.

Gerhard Pircher aus Vomp_Weltmeister 1983 im Naturbahnrodeln_Rodel Austria Naturbahn

 

Das Ende der sportlichen Laufbahn folgte nur ein Jahr später. „Ich hatte von einigen so genannten Spitzenfunktionären schlichtweg die Schnauze voll“, macht er aus seinem Herzen keine Mördergrube.

Bei nationalen Titelkämpfen in Spital bremste Pircher knapp vor dem Ziel ab, marschierte mit der Rodel unterm Arm an der Zeitnehmung vorbei und versicherte eben diesen Funktionären: „Ihr werdet mich nie mehr wieder sehen.“

Gerhard Pircher_Alfred Kogler_Weltmeister im Rennrodeln auf Naturbahn aus Vomp
Gerhard Pircher (2. von rechts) mit seinen Vomper-Rodelkollegen. Auch im Bild: Alfred Kogler (1. von rechts)

 

Und er hielt, was seine aktive Karriere angeht, Wort. Freilich war Pircher dann noch jahrelang Chef der Rodelsektion in Vomp – und auch drei Jahre lang Sportchef der Nationalmannschaft. Und er war auch intensiv am Aufbau der Leistungszentren wie etwa in Umhausen beteiligt.

Inzwischen hat Pircher keinen Kontakt mehr zur Rodelszene. Beruflich ist er seit 1986 Beamter an der Bezirkshauptmannschaft in Schwaz und arbeitet dort derzeit in der Abteilung Wohnbauförderung.

 

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Was den Naturbahn-Rodelsport angeht, war er erblich vorbelastet. Sowohl Vater als auch Mutter waren schon begeisterte Rodler. Und so war es nur folgerichtig, dass auch Robert Batkowski aus Schönberg in Tirol irgendwann am Schlitten landen würde. Und das noch dazu höchst erfolgreich!

Weltmeister, Gesamtweltcupsieger und Europameister. Alles erreicht!

Bis zum diesjährigen Gewinn des Einzeltweltcups durch den Ötztaler Thomas Kammerlander war Batkowski der letzte Österreicher, dem dies gelungen war. In der Saison 2002/2003 war er der weltweit stärkste Rodler. Und eben diesen Erfolg ordnet er auch als den größten in seiner Karriere ein. Noch höher als den Weltmeister-Titel, den er ebenfalls 2003 in Zelezniki feierte. Oder auch den Europameistertitel 2008 in Olang.

Das sind freilich nur einige seiner zahlreichen Spitzenplatzierungen, die er während seiner aktiven Laufbahn einfuhr. 2005 in Latsch war Batkowski Weltmeister mit der Mannschaft. 2011 in Umhausen nochmals Vize-Weltmeister im Einzelbewerb. Bei den Europameisterschaften 1999 in Szczyrk und 2002 in Frantschach holte er jeweils Silber. Und in der Saison 2010/2011 wurde er nochmals Zweiter in der Weltcup-Gesamtwertung.

Robert_Batkowski_Austrian_Luge_Natural_Track_Rodel Austria Naturbahn_Trainer Naturbahnrodeln
Foto: W+K Photo

Nach Karriereende erstmal die Skipisten unsicher gemacht

Im Jahr 2012 beendete der Erfolgsgarant seine aktive Karriere. Machte dann nach eigenem Bekunden erstmal die Skipisten unsicher. Nach einer Umstrukturierung im Verband und der Übernahme des Sportdirektor-Postens durch seinen langjährigen Teamkollegen Gerald Kammerlander landete er dann aber schnell im Trainerteam der ÖRV-Nationalmannschaft.

Dort ist er inzwischen für die Riege der Damen verantwortlich. Wird vom vermeintlich schwachen Geschlecht vor allem für sein technisches Wissen geschätzt. So schwört etwa die Oberösterreicherin Tina Unterberger auf die Rodeleinstellungen Batkowskis, mit denen sie zuletzt die erfolgreichste Saison ihrer Karriere mit zwei WM-Medaillen und den dritten Platz im Gesamtweltcup feiern konnte.

Robert Batkowski als Aktiver in der Saison 2003/2004

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Was wurde aus Irene Koch – Irene Zechner? – jetzt Irene Röhrich

In der nunmehr beinahe 40-jährigen Geschichte bei Weltmeisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn konnten bisher erst zwei Österreicherinnen den heiß ersehnten Titel erringen. Eine der beiden ist Irene Röhrich (damals noch Irene Zechner).

Es ist schon lange her, fast aus einer anderen Welt

(verfasst von Irene Röhrich)

Ich wurde 1969 in Fohnsdorf, Steiermark geboren und wohnte gleich neben der Rodelbahn. Dort wurden 1978 die Staatsmeisterschaften durchgeführt und ich war Fackelträgerin. Fasziniert von dem Sport und vor allem von der Geschwindigkeit, wollten ich und auch meine Schwester Renate Rodlerinnen des TVN Fohnsdorf werden. Vorbild war damals die für Liezen fahrende Elfriede Pirkmann.

Mit Rohr Werner (Fohnsdorf) und vor allem mit Flacher Karl (Aflenz) hatte ich tolle Trainer an meiner Seite. Nicht zu unterschätzen war die positive Tatsache mit meiner Schwester zu trainieren, wo Höhen und auch Tiefen geteilt wurden.

Team Steiermark on Tour

Mit dem Steiermark Team (Hofer Hias, Danklmaier Willi und Manfred, Hirzegger Gerhard) ging es von Rennen zu Rennen.

Mein damaliger Partner Peter holte sich überall Tipps, auch von Pilz Gerhard um meinen Schlitten sowie mich auf Vordermann zu bringen. Ohne Ihn wären die ganzen Erfolge sicher nicht möglich gewesen.

Erste große Erfolge

1985 Junioren Europameisterin in Oberperfuß

1986 WM Aosta 4.Platz / Junioren EM 3. Platz — Seit Aosta war mein Ziel, so stark zu werden wie die Italienerin Delia Vaudan

1987 EM Jesenice Bronze und einzige Medaille der Österr. Nationalmannschaft /Junioren Europameisterin in Kreuth

Ich konnte von 1985 bis 1996 bei jeder Welt und Europameisterschaft eine Medaille gewinnen!

7 fache Staatsmeisterin

EM Bronze 1987 Jesenice + 1989 Garmisch

EM Silber 1991 Völs

Europameisterin 1993 Stein/Enns + 1995 Kandalakscha

WM Bronze 1992 Bad Goisern

WM Silber 1990 Gsies + 1994 Gsies

Weltcup Gesamtsiegerin 1993/94 + 1995/96

Weltcup 2ter 1994/95

Alle Weltcuprennen: 17 Podestplätze davon 9 Siege

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Letzter großer Erfolg

Weltmeisterin 1996 in Oberperfuß

Dieses Rennen werde ich mein ganzes Leben nicht vergessen. Mit dem Wissen, dass es mit Sicherheit die allerletzte Saison ist und in meiner Kariere wirklich nur der Weltmeistertitel fehlte, trainierte ich wie besessen. Die ganze Fangemeinde und Sponsoren waren anwesend und drückten mir die Daumen. Nach 3 Läufen und riesiger Anspannung hatte der Rodelgott ein einsehen.

Ich gewann den heiß ersehnten Weltmeistertitel !!!

Genau in Oberperfuß, wo 1985 mit dem Sieg der Junioreneuropameisterschaft meine Traumkarriere begann. So hat sich der Kreis geschlossen.

Privat

Im Herbst 1996 wurde mein Sohn Luca geboren und 1998 meine Tochter Carina. Wir wohnten damals in Baierdorf, Nähe Weißkirchen.

Im Jahr 2000 ging die Beziehung mit Peter auseinander und ich zog nach Fohnsdorf zurück, wo wir jetzt mit meinen Mann Arnold Röhrich und dessen Kinder Susi und Eva als Patchworkfamilie wohnen.lucaevasusicarina

Die Firma Metallbau Röhrich war auch in meiner aktiven Zeit immer ein großzügiger Sponsor und seit 2008 ist Arnold mein Mann und das Beste was mir je passieren konnte.

Sportlich haben wir unsere 4 Kids alles beigebracht, beim Rodeln ist es aber beim Schlittenfahren geblieben.

Ich habe den staatlich geprüften FIT Trainer gemacht und in diversen Institutionen gearbeitet. Jetzt bin ich in der Stadtapotheke in Judenburg im Büro und helfe so gut es geht meinen Mann bei seiner Firma.

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Am höchsten Punkt von Österreich, Großglockner

Gemeinsam spielen wir Tennis (Arnold ist Obmann bei den Naturfreunden in Fohnsdorf), biken und wandern leidenschaftlich. An manchen Wochenenden sind wir auch Hüttenwirte auf der Gaaler Höh.

Manches Mal, vor allem im Dezember muss ich auf die Schmelz Winterleiten fahren um etwas Rodelluft zu schnuppern, wenn die Obdacher Rodler dort trainieren. Ist ein Rennen in unserer Nähe, dann kommen wir gerne als Zuseher.

Es war eine tolle Zeit mit euch, wenn mich auch mein Ehrgeiz vielleicht zu sehr getrieben hat.

Und DANKE dem Herrgott, der immer auf mich auf passt und mich vor großen Verletzungen bewahrt hat.

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Was wurde aus Gerhard Pilz?

Vom Schulweg in den Rodelolymp

Mit fünf Weltmeistertiteln, zwei Europameistertiteln, zwei Gesamtweltcupsiegen und 19 Siegen in Weltcuprennen zählt der am 17. Juli 1965 in Bad Ischl geborene Gerhard Pilz zu den erfolgreichsten Naturbahnrodlern der Geschichte. Dabei hat seine Rodelkarriere wahrlich ganz klein angefangen – der junge Gerhard, der am Berg aufgewachsen war, fuhr nämlich als Kind mit dem Schlitten in die Schule!

Mit dem Schlitten in die Schule

Gerhard erinnert sich zurück: „Dadurch, dass ich zum Unterricht gerodelt bin, wurde der Schlitten für mich zu einem ganz natürlichen Begleiter. Erste sportliche Gehversuche gab`s dann auf der alten Pötschenpassstraße, die damals eine gefürchtete Rodelbahn war. Anfangs noch als Beifahrer dabei, versuchte ich mich bald selbst am Steuern des Schlittens. Und war dann ziemlich bald schneller als deutliche ältere Rodler.“

So fiel es ihm, der sich auch im Skifahren und Skispringen versuchte, dann letztlich auch nicht schwer, sich fürs Rodeln zu entscheiden. „Die ersten Pokale, die ich gewonnen hatte, waren da natürlich eine zusätzliche Motivation“, erinnert sich Gerhard zurück.

Als 5-facher Weltmeister in die Hall of Fame des Internationalen Rodelverbandes

Die Bilanz, die der Oberösterreicher dann während seiner Karriere herausfuhr, sucht wohl seinesgleichen. Hier eine Auflistung:

Weltmeisterschaften:

Gold Fénis-Aosta 1986 (Einsitzer)

Gold Gsies 1990 (Einsitzer)

Gold Bad Goisern 1992 (Einsitzer)

Gold Gsies 1994 (Einsitzer)

Gold Oberperfuss 1996 (Einsitzer)

Silber Olang 2000 (Einsitzer)

Silber Stein an der Enns 2001 (Mannschaft)

Bronze Stein an der Enns 2001 (Einsitzer)

Silber Zelezniki 2003 (Einsitzer)

Silber Grande Prairie 2007 (Einsitzer)

Europameisterschaften:

Silber Garmisch-Partenkirchen 1989 (Einsitzer)

Bronze Moos im Passeier 1997 (Einsitzer)

Gold Frantschach 2002 (Einsitzer)

Gold Hüttau 2004 (Einsitzer)

Darüber hinaus gewann Gerhard die Gesamtweltcupwertung 2000/2001 und 2001/2002.

Mittlerweile als Bundestrainer in Deutschland aktiv

Dem Naturbahnrodelsport ist der Top-Athlet auch nach seiner aktiven Karriere erhalten geblieben. Nachdem er sich zunächst dazu entschieden hatte, etwas Abstand zu gewinnen, ist er inzwischen seit 2008 Bundestrainer der deutschen Naturbahnrodler. „Der deutsche Stützpunkt für diesen Sport liegt in Berchtesgaden. Das ist gerade einmal eine Stunde Fahrtzeit von meiner Heimat entfernt und für mich somit ideal“, sagt der Coach.

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Gerhard Pilz ist mittlerweile Bundestrainer der Naturbahnrodler in Deutschland

In Deutschland ist er bestrebt, eine junge, schlagkräftige Mannschaft aufzubauen. „Talente sind genügend vorhanden. Und für den Sport insgesamt wäre es sehr wichtig, dass eine Nation wie Deutschland im Spitzenfeld mitmischt.“

Abseits seiner Rodelaktivitäten ist Gerhard ein begeisterter Bergsteiger, der weltweit unterwegs ist. Unter anderem betreibt er auch zwei Schulprojekte in Nepal.

Zusätzliche Informationen zu Gerhard Pilz gibt es auf seiner Homepage www.gerhardpilz.at auch im Internet.

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Was wurde aus Elvira Strigl (geb. Holzknecht)?

Was wurde aus Sandra Mariner?

Die gute Seele des Rodelsports

Hannelore Mariner 1970
Sandras Mutter Hannelore Mariner

Wenn jemand von sich behaupten kann, dass sie in Sachen Rodelsport erblich vorbelastet ist, dann ist das zweifelsohne die Inzingerin Sandra Mariner. Denn schon ihre Mutter Hannelore war erfolgreiche Rodlerin. Sie wurde unter anderem 1970 erste Europameisterin im Naturbahnrodeln.

 

Sandra selbst saß dementsprechend schon als kleines Kind auf der Rodel, fing 1984 im Alter von elf Jahren damit an, ihre ersten Rennen zu fahren. Nach schönen Erfolgen in der Jugendklasse qualifizierte sie sich im Jänner 1993 erstmals für ein Rennen im neu eingeführten Weltcup und wurde in Oberperfuss auf Anhieb Fünfte. Sie fuhr auch weiterhin bei den Junioren mit und holte bei der EM in Rautavaara 1993 die Bronzemedaille und ein Jahr später in Längenfeld Silber.

Zwei Medaillen bei Weltmeisterschaften, vier Siege im Weltcup

Medaillen sollte sie später auch noch in der Allgemeinen Klasse holen. Bei den Weltmeisterschaften in Oberperfuss 1996 und Stein an der Enns 2001 sicherte sie sich jeweils Bronze.

Als Höhepunkte ihrer Karriere bezeichnet Mariner aber ihre insgesamt vier Siege im Weltcup – nämlich in Aosta (1999/2000), Umhausen (2000/2001), Zelezniki (2001/2002) und Triesenberg (2003/2004). „Vor allem der letzte Sieg war für mich mit der schönste, da wir in Liechtenstein einen Parallelbewerb gefahren sind, was mir sehr zugesagt hat“, erinnert sich die Oberländerin zurück.

Nachdem sie ihre Karriere eigentlich schon 2000 beenden wollte, damals vom ÖRV aber dazu bewegt werden konnte, weiter zu machen, stellte sie ihren Schlitten zu Beginn der Saison 2005/2006 endgültig in die Ecke. „Andere Sachen sind ganz einfach wichtiger geworden. Und irgendwann musste dann auch Schluss sein mit der eigenen Karriere“, sagt Mariner rückblickend.

Dem Rodelsport immer verbunden geblieben

Dem Rodelsport ist sie aber zum Glück verbunden geblieben. Sie machte die Trainerausbildung, war im Schulsportservice tätig, ist seit mehr als zehn Jahren Mitarbeiterin des Tiroler Rodelverbandes und seit zwei Jahren im Sekretariat des Österreichischen Rodelverbandes in Innsbruck tätig. Es darf mit Fug und Recht behauptet werden, dass Sandra Mariner die gute Seele des Rodelsports ist.

sandra-mariner-osterreichischer-rodelverband-naturbahnrodeln
Sandra Mariner

Ihr achtjähriger Sohn Leon wird heuer mit dem Rodelsport beginnen. Die sechsjährige Tochter Cecile muss noch etwas warten. „Sie war bisher immer zu klein und zu leicht fürs Rodeln“, lacht Sandra Mariner.

 

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„Beim Rodeln war ich erblich vorbelastet“

Keine Frage: In den 1990er-Jahren war die gebürtige Längenfelderin Elvira Strigl (geb. Holzknecht) die erfolgreichste Naturbahnrodlerin überhaupt. Mit drei Gesamtsiegen und 16 Siegen bei Weltcuprennen setzte sie neue Maßstäbe.

„Eigentlich sollte ich ja Skifahrerin werden, aber da hat es mich schon im ersten Schülerrennen gewaltige gefeigelt – und meine Karriere war damit auch schon wieder zu Ende“, lacht die heute 43-Jährige.

Beim Rodel hingegen war sie laut eigenen Angaben erblich vorbelastet. Denn schon Vater Alfred und ihr älterer Bruder Alexander schwangen sich immer wieder auf den Schlitten. Und die damals kleine Elvira zeigte dann schon bei diversen Nachwuchsrennen ihr großes Talent.

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Elvira im Alter von 16 Jahren

Umso irrwitziger das Tempo, desto lieber war es Elvira.

Mit irrwitzigem Tempo zischte sie immer wieder auf ihrer Heimatbahn in Längenfeld talwärts. Eine Strecke, die damals von vielen mehr als gefürchtet war. „Ich hab´ sie, wohl auch deshalb, weil es meine Hausbahn war, gar nicht als so wild empfunden. Da ging`s meiner Ansicht nach in Stein an der Enns, Bad Goisern und Bruck heftiger zur Sache. Aber je wilder eine Strecke war, umso besser hat sie mir getaugt“, erzählt Strigl. Ihre Lieblingsbahn war jene in Oberperfuss, auch wenn sie an die nicht nur gute Erinnerungen hat: „Im Jahr 1996 hat mir ein Fehler in der entscheidenden Zielkurve den Weltmeistertitel gekostet. Das war damals äußerst ärgerlich.“

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Elvira (Bildmitte) mit Teamkollegen und Betreuern bei der JEM in Stange/ITA 1992. Mit im Bild Andreas Ruetz (links hinter Elvira) und Alfred Kogler (rechts außen)

Der Weltmeistertitel war ihr nie vergönnt.

Die Ötztalerin wurde damals Zweite – und ein Welt- oder Europameistertitel im Erwachsenenbereich sollten ihr letztlich nie vergönnt sein. Bei der WM 1992 in Bad Goisern wurde sie ebenso Vizeweltmeisterin, 2000 in Olang holte sie Bronze. Bei Europameisterschaften gab es zwei Bronze- (1993 in Stein an der Enns, 1995 in Kandalakscha) und zwei Silbermedaillen (1997 in Moos im Passeier, 1999 in Szczyrk).

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Elvira sicherte sich insgesamt 3 mal den Sieg im Gesamtweltcup

Der Gesamtweltcup war hingegen ihr Metier. In der Saison 1994/1995 gewann sie alle vier ausgetragenen Rennen und sicherte sich erstmals den Titel. In der Saison 1997/1998 holte sie vier Siege in sechs Rennen und wurde zum zweiten Mal Gesamtweltcupsiegerin. Für diese Leistung wurde sie mit dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. 1998/1999 holte sie zwei Siege und zwei zweite Plätze und entschied den Gesamtweltcup mit lediglich fünf Punkten Vorsprung auf die Südtirolerin Sonja Steinacher für sich.

Schwere Verletzungen begleiteten waren ständige Begleiter ihrer Karriere

Nachdem sie sich nach einigen schweren Verletzungen (u.a. ein offener Knöchelbruch im Dezember 2000) durch die langwierigen Reha-Programm quälen hatte müssen, beendete die Top-Athletin nach der Saison 2002/2003 ihre erfolgreiche Karriere.

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Elvira heute mit ihren beiden Söhnen Lukas und Mario

Heute lebt Strigl in Umhausen und ist Mutter zweier Söhne. „Die sind zwar sehr sportlich, mit Rodeln haben sie aber nichts am Hut“, erzählt die Ex-Sportlerin. Was inzwischen eigentlich auch für sie selbst gilt. „Wenn größere Rennen in der Nähe sind, etwa in Umhausen oder Oberperfuss, fahr ich aber schon als Zuschauerin hin. Interessieren tut mich das Geschehen immer noch.“

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