Schneeberg – am höchsten Gipfel von Niederösterreich

Vergangenen Freitag machten sich ein Freund und ich auf den Weg zum höchsten Berg Niederösterreichs. Der Schneeberg ist der östlichste sowie nördlichste Zweitausender der Alpen und ragt 2076m in die Höhe. Er gehört zur Rax-Schneeberg-Gruppe und zählt zu den Wiener Hausbergen.

von Bernd Neurauter|Rodel Austria Naturbahn-Athlet

 

Auf den Schneeberg – den östlichsten 2000er der Alpen

Diesmal machten wir uns nicht mit dem Rad zum Gipfelsturm bereit, sondern fuhren bereits früh morgens mit dem Auto Richtung Schneebergdörfl. Wie schon bei meinen letzten Gipfeltouren ging es über den Semmering in Richtung Neunkirchen. Anschließend fuhren wir durch Puchberg am Schneeberg und schließlich nach Schneebergdörfl wo wir das Auto beim Schwabenhof geparkt haben (rund 750m).

Am Fuße des Schneebergs in Niederösterreich. Schneebergdörfl
am Schwabenhof in Schneebergdörfl

Bereits von dort hatten wir einen super Ausblick auf das Bergmassiv. Es ging mit einer lockeren Wanderung bei gleichmäßiger Steigung im Wald in Richtung Bürklehütte wo wir ca. 45 Minuten Fußmarsch hatten. Nach weiteren 25 Minuten kamen wir endlich zum Aufstieg über den Nandlgrat (schwarze Markierung).

 

Dieser Anstieg ist nur für geübte Wanderer, wenn nicht sogar Bergsteiger geeignet, da teilweise leicht geklettert werden muss. Da wir beide schwindelfrei sind und eine Herausforderung suchten beschlossen wir den direkt möglichsten Weg zu nehmen. Beim Grat angekommen ging es gleich einmal auf allen Vieren los. Bereits von dort aus hatten wir einen super Ausblick in Richtung Burgenland.

„Der Anstieg über den Nandlgrat ist nur für geübte Wanderer geeignet“ (Bernd Neurauter)

am Nandlgrat auf dem Schneeberg bot sich uns eine tolle Aussicht in Richtung Burgenland

Immer wieder wurde loses Gestein losgetreten, somit war es wichtig höchste Vorsicht walten zu lassen und wir vergrößerten den Abstand zueinander. Zwischendurch mussten wir uns auch durch ein Latschenfeld kämpfen. Die erste größere Pause legten wir nach rund 1,5 Stunden ein um uns wieder zu stärken und den Wasserhaushalt des Körpers aufzufüllen. Aufgrund des traumhaften Wetters konnte man gar nicht zu viel trinken.

 

 

Am Hochplateau vom Schneeberg angekommen

Nach ca. 2h 15min kamen wir am Hochplateau des Schneeberges an. Es war ein traumhafter Ausblick und es herrschte Totenstille. Wir konnten es gar nicht glauben, da ja eine Zahnradbahn und ein Lift auf den Gipfel führt. Jedoch fehlte uns das Gipfelkreuz.

am Gipfelplateau des Schneebergs angekommen. Rodel Austria Naturbahnrodeln

Somit mussten wir noch die letzten 200hm über den letzten Anstieg meistern. Gleich hinter der letzten Erhebung befand sich die Fischerhütte und der Wanderweg zum Gipfelkreuz. Von diesem Moment an sahen wir eine Vielzahl an Menschen die sich am Gipfelkreuz tummelten. Natürlich durfte ein Gipfelselfie (2076m ü. A.) als Beweisfoto nicht fehlen.

 

Panoramafoto am Gipfel vom Schneeberg. Am höchsten Punkt von Niederösterreich
Panorama vom Gipfel des Schneebergs

Auf den Spuren von Kaiser Franz Josef I

Im Anschluss daran besuchten wir die Fischerhütte um uns zu stärken. Mit Spaghetti und alkoholfreiem Weißbier (Stiegl Sport) füllten wir unsere Krafttanks wieder auf. Der wohl bekannteste Bezwinger des Schneeberges ist Kaiser Franz I. Für ihn wurde ein eigener Gedenksteig (Kaiserstein) aufgestellt.

Beim Abstieg orientierten wir uns an den grünen Wegmarkierungen. Diese führten uns über den Felsrücken des Schauersteines im freien Gelände und anschließend durch Latschengassen bis zum Fleischer-Gedenkstein.

Der Abstieg erfolgt über den Fadenweg. Rodel Austria Naturbahnrodeln
am Fadenweg

Über den Fadenweg und den Wald kamen wir anschließend zur Edelweißhütte wo wir ein letztes Mal einkehrten. Anschließend ging es die Schipiste abwärts und über den nördlichen Grafensteig zurück zum Ausgangspunkt. Alles in allem ein richtig geiler Anstieg, welcher nur für geübte Bergfreunde geeignet ist. Der Abstieg war eher langwierig und nicht angenehm zu gehen. Jedoch wird einem durch die Zahnradbahn oder den Sessellift einiges an Höhenmeter abgenommen, wenn man doch noch zum Gipfelkreuz will. Alles in allem war unsere Route 18km lang und mit über 1500hm eine herausfordernde Bergtour für die wir eine reine Gehzeit von nicht ganz 5 Stunden benötigten.

Bernd Neurauters Route auf den Schneeberg-Rodel Austria Naturbahnrodeln
Bernd´s Route auf den Schneeberg

Tourdaten im Überblick:

  • Ausgangspunkt: Schneebergdörfl-Schwabenhof (774m)
  • Endpunkt: Schneeberg-Kaiserstein-Fischerhütte
  • zu bewältigende Höhenmeter: 1.250m
  • unsere Route: Schneebergdörfl-Bürkle Rettungshütte-Nandlgrat-Schneeberg-Fischerhütte-Fadenweg-Schneebergdörfl

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Großglockner 3.798m – am höchsten Berg von Österreich

Wer an Österreich denkt, dem wird neben dem Stephansdom und der Mozartkugel sofort unser höchster Berg der Großglockner einfallen. Rodel-Star Florian Glatzl hat sich bereit erklärt für uns diesen imposanten Gipfel erneut zu besteigen. Mit der Besteigung des Großglockners haben wir für unsere Blogreihe 9 Länder-9 Gipfel, den wohl bedeutendsten Berg dieser Aktion bestiegen.

von Florian Glatzl - Rodel Austria Naturbahn, Kaderathlet

Da im Spätfrühling die Schneeverhältnisse für eine Großglockner-Besteigung mit Skiern nicht mehr gegeben waren, habe ich mich entschieden ihn im Sommer in Angriff zu nehmen. Die Idee für diese Tour war ein Vatertagsgeschenk für meinen ebenso bergbegeisterten Vater.

Eine Eingewöhnungstour auf den Hocheiser 3.206m

Damit sich die Reise in die Osttiroler Berge auszahlte, fuhren wir am Sonntag den 30. Juli 2017 bereits in den frühen Morgenstunden (03:30 Uhr) nach Kaprun ins Salzburgerland. Von dort aus gingen wir den großen Grieskogel 3.066m und den Hocheiser mit 3.206m als Eingewöhnungstour für den Großglockner. Dabei gab ich Papa noch ein paar Ratschläge für das richtige Verhalten am Gletscher und den dazugehörigen Bergungsmaßnahmen. Nach diesem Bergerlebnis fuhren wir am Abend nach Kals am Großglockner wo wir uns eine Unterkunft suchten.

Der Hocheiser 3.206m im Salzburgerland. Rodel Austria Naturbahnstar Florian Glatzl besteigt diesen Gipfel als Eingewöhnungstour für den Großglockner
Abbildung: rechts sieht man den Hocheiser 3.206m, das Foto wurde vom großen Grieskogel aufgenommen ( links hinten in Wolken gehüllt der Großglockner)

Bei einem vorzüglichen Essen ließen wir den Abend noch gemütlich ausklingen und rüsteten uns für den Aufstieg zum Großglockner am nächsten Tag. Nach einem ausgedehnten Schlaf und einem stärkendem Frühstück fuhren wir am Montag zum Parkplatz vom Lucknerhaus von wo aus wir unsere Tour starteten.

Das Auto wurde am Parkplatz Lucknerhaus abgestellt. Von hier aus nahm Rodel-Star Florian Glatzl die Tour zum Großglockner in Angriff

Mit schweren Gepäck machten wir uns auf den Weg in Richtung Lucknerhütte, wo wir kurz danach auf den alten Mürztalersteig abzweigten. Um den Menschenmassen auszuweichen entschloss ich mich für diesen Weg. Diese Route hatte außerdem den Vorteil, der stechenden Hitze zu entkommen. Nach einiger Zeit erreichten wir die Gletscherzunge, wo wir unsere Gletscherausrüstung anzogen und eine kleine Pause zur Stärkung einlegten.

Beim Gletschereinstieg zum Großglockner
Abbildung: Rodel Austria Naturbahnrodeln-Star Florian Glatzl beim Gletschereinstieg am Ködnitzkees zum Großglockner

Frisch gestärkt gingen wir über den Ködnitzkees-Gletscher der uns nahezu alleine gehörte. Nach einiger Zeit nahm die ruhige Idylle wieder ein Ende als wir auf den Normalweg mit den vielen Bergtouristen stießen. Das Seil wieder im Rucksack verstaut ging es dem Klettersteig entlang in Richtung Adlersruhe. Nach kurzer Zeit erreichten wir diese und stärkten uns bei einem Mittagessen mit grandiosem Ausblick von Österreichs höchstgelegener Schutzhütte der Erzherzog-Johann-Hütte (Adlersruhe) auf 3.454m.

auf der Erzherzog-Johann-Hütte-Adlersruhe-die höchstgelegene Schutzhütte von Österreich
Abbildung: Adlersruhe-die höchstgelegene Schutzhütte von Österreich

Nach einem ruhigen Nachmittag auf der höchsten Hütte von Österreich erfolgte um 16:00 Uhr der Gipfelanstieg

Nach einem gemütlichen Nachmittag fingen wir gegen 16:00 Uhr dem Gipfel entgegen. Durch die hohen Temperaturen glich der Gletscher hinter der Hütte in Richtung Glocknerleitl mehr einem „Matschhaufen“ als einem Gletscher. Mit durchnässten Schuhen erreichten wir schließlich das „Sattele“, wo es dann in einfacher Kletterei hoch zum Kleinglockner ging.

der Großglockner vom Kleinglockner aus fotografiert
Abbildung: der Großglockner vom Kleinglockner aus gesehen. (gleich geschafft)
die Glocknerscharte liegt zwischen Kleinglockner und Großglockner
Abbildung: Glocknerscharte zwischen Klein- und Großglockner

Am höchsten Punkt von Österreich angekommen

Mein Plan, dass am späten Nachmittag weniger Leute am Gipfel stehen würden, ging leider nicht auf. So dauerte es ziehmlich lange bis wir endlich den Gipfel erreichten. Oben angekommen war es aber trotz der Menschenmenge atemberaubend schön. Jetzt konnte ich meinem Papa endlich auch den Traum der Glocknerbesteigung erfüllen. Er erfüllte mir ja auch meinen Traum vom Rodeln.

am Großglockner angekommen. Florian Glatzl - Rodel Star aus Österreich ist am höchsten Großglockner
Abbildung: Vatertagsgeschenk eingelöst. Ein tolles Gefühl meinen Papa auf den Großglockner geführt zu haben.

Florian Glatzl. Österreichischer Top-Naturbahnrodel-Star auf dem Großglockner. Am höchsten Gipfel von Österreich

„die Menschenmassen muss man am Großglockner einfach ausblenden“

Am Gipfel genossen wir ca. eine halbe Stunde den wunderschönen Ausblick und die Athmosphäre bevor wir wieder zur Hütte abstiegen. Pünktlich zum Abendessen waren wir zurück und ließen den Abend gemütlich ausklingen. Am nächsten Tag genossen wir noch den herrlichen Sonnenaufgang bevor wir Frühstückten. Nachher packten wir unsere Sachen und brachen wieder auf ins Tal. Hinunter gingen wir diesmal den Normalweg über die Stüdlhütte (2.801m) somit schloss sich unsere Runde bei der Lucknerhütte wieder.

ein letzter Blick zurück zum Großglockner
Abbildung: Blick zurück zum Großglockner

auf der Stüdlhütte angekommen

Es war eine wunderschöne Tour mit herrlichem Wetter. Die Menschenmassen muss man bei einer Tour auf den Großglockner immer ausblenden und hinnehmen.

Tourdaten im Überblick:

  • Ausgangspunkt: Parkplatz Lucknerhaus (1.924m)
  • Endpunkt: Großglockner (3.798m)
  • zu bewältigende Höhenmeter: 1874m
  • unsere Route: Lucknerhaus-Lucknerhütte-Mürztalersteig-Erzherzog-Johann-Hütte-Großglockner-Abstieg über die Stüdlhütte zum Lucknerhaus
  • die Tour wurde als Zweitagestour von Florian Glatzl unternommen

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Hermannskogel – Top of Vienna

Hermannskogel – Top of Vienna

Vom 29.07. – 05.08.2017 fand das Kinderradlager der Naturfreunde Kindberg in Andau statt. Nicht zum ersten Mal  nahmen wir die 160 km von Kindberg nach Andau auf uns. Diesmal jedoch sollte aufgrund unserer „9 Länder 9 Gipfel“ Serie der Höchste Berg von Wien bezwungen werden.

von Michael Scheikl - Rodel Austria Naturbahn-Athlet

Der Hermannskogel – ein Berg in Wien?

Der Hermannskogel ist im nördlichen Wienerwald mit 542 Metern der Hauptgipfel des Kahlengebirges und der höchste Berg Wiens. Am Gipfel befindet sich die Habsburgerwarte, welche Ende des 19. Jahrhunderts als Koordinatenursprung zur Landesvermessung von Österreich-Ungarn gewählt wurde.

Die Habsburgerwarte am Hermannskogel in Wien. 9 Länder-9 Gipfel Radtour des Österreichischen Naturbahnrodel-Teams zum höchsten Punkt von Wien.
Die Habsburgerwarte in Wien

In unserer Serie ist der Hermannskogel der niedrigste Berg den wir zu erklimmen haben. In allen Vorgesprächen mit Freunden, Kollegen oder Familie wurde gelacht als wir vom höchsten Berg Wiens sprachen. Doch je detaillierter wir berichteten, wie wir diese Erhöhung bezwingen wollen, überwiegte das Staunen.

„es wurde gelacht als wir vom höchsten Berg Wiens sprachen“

Wie schon der Geschriebenstein, sollte der Hermannskogel mit dem Rennrad erklommen werden. Die Route führte von Kindberg über den Semmering-Wiener Neustadt nach Wien. Dann weiter zum Hermannskogel, von dort nach Neusiedl am See bis zu unserem Endziel nach Andau, östlich des Neusiedlersees. Es lagen also 240km und 1800hm vor uns. Die einzige Unsicherheit, der Weg von der Hochstraße auf den Höchsten Punkt des Hermannskogels is nicht mit dem Rad befahrbar.

Unsere Radroute von Kindberg nach Wien zum Hermannskogel

Start: 5:00 Uhr – der frühe Vogel fängt den Wurm

Rodelstars am Semmering auf dem Weg nach Wien.

Der erste Weg führt uns durch das Mürztal auf den Semmering. Quasi unsere Hausstrecke die wir mittlerweile auswendig kennen. Weiter nach Gloggnitz, Neunkirchen, Wiener Neustadt, Guntramsdorf bis nach Wien. Dort, nach 120 km, gönnten wir uns die erste Pause mit einer kleinen Stärkung. Danach ging es weiter durch die Stadt mit vielen Abzweigungen zur Hochstraße. Nach wenigen Höhenmetern kamen wir am höchstmöglich-, mit dem Rennrad, befahrbaren Punkt an.

Von hier an lagen noch ca. 150 hm vor uns bevor wir am Hermannskogel waren. Das einzig schwierige daran, wir hatten keine Straße mehr. Somit war uns klar, am letzten Stück galt das Motto „Wer sein Fahrrad pflegt, der trägt“.

Bernd Neurauter und Michael Scheikl tragen ihr Rad hoch zum Hermannskogel
Bernd Neurauter und Michael Scheikl mussten die letzten Meter hoch zum Hermannskogel zu Fuß bewältigen

Mit dem Rad auf den Schultern stapften wir den kürzesten Weg in Richtung Gipfel. Es dauerte nicht lange bis wir den Tags zuvor gefallenen Regen merkten. Ein aufgeweichter Waldboden und stickig, warme Luft um die 27°C verlangten uns einiges ab. Im Nachhinein betrachtet, war die „Wanderung“ mit dem Rad in der Hand kräfteraubender, als die Tour mit dem Rad unter dem Hintern.

Die harte Arbeit macht sich bezahlt. Atemberaubende Aussicht auf unsere Bundeshauptstadt

Endlich am Hermannskogel angekommen machte sich erstmals Erleichterung in uns breit. Doch wir hielten uns nicht lange am höchsten Punkt Wiens auf. So schulterten wir unser Rad erneut und nahmen den Weg zur Höhenstraße nach unten wieder auf uns.

Endlich wieder in gewohnter Position auf dem Rennrad fuhren wir weiter Richtung Burgenland. Nach einer letzten Pause in Wien verließen wir die Stadt und fuhren mit Rückenwind weiter. Wir waren uns sofort einig, dass ein Rennrad-Besuch in der Hauptstadt zu Trainingszwecken nicht gerade förderlich ist. Autos, Busse, Ampeln, und Straßenbahnschienen gestalteten sich als sehr unangenehme Begleiter.

Der weitere Weg führte uns über Bruck an der Leitha, Neusiedl am See bis nach Andau. Die Rodel Austria Naturbahnrodel-Stars beim Kinderradlager der Naturfreunde in AndauBeine waren müde und die Temperaturen drückten uns den Schweiß auf die Stirn. Doch mit dem Wind auf unserer Seite konnten wir die letzten 80km noch gut bewältigen und erreichten nach 7h55min reiner Fahrzeit unser Ziel in Andau. Eine tolle Tour. Wie man sieht kann man eine Tour zum höchsten Berg von Wien durchaus auch anstrengend gestalten ;-). Es müssen nicht immer nur die ganz hohen Gipfel sein!

 


Track von der Route Kindberg-Hermannskogel-Andau

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Die Wildspitze 3.770 m – am Dach von Nordtirol

Die Wildspitze ist mit einer Höhe von 3.770 Metern der zweithöchste Gipfel Österreichs. Wohl auch deshalb zieht es Jahr für Jahr tausende Alpinisten auf diesen Gipfel. Die Wildspitze hat aber auch einiges zu bieten. Für mich ist sie einfach nur ein wunderschöner Berg auf dem die Aussicht grandios und an klaren Tagen praktisch nur von der Erdkrümmung begrenzt wird. Die Wildspitze gehört zu meinem jährlichen Pflichtprogramm und deshalb nahm ich die Gelegenheit gerne wahr, die Wildspitze im Rahmen der Rodel Austria-Naturbahn Aktion 9 Länder – 9 Gipfel mit meinem Bruder Thomas Kammerlander (amtierender Europameister und Gesamtweltcupsieger im Rennrodeln auf Naturbahn) ein weiteres mal zu besteigen.

von Gerald Kammerlander | Sportdirektor-Rodel Austria Naturbahn

Die Wildspitze, eine Tagestour auf den höchsten Gipfel Nordtirols

Ich war schon unzählige Male auf der Wildspitze, als Tagestour, im Rahmen von Mehrtagestouren und auf praktisch allen Routen die dieser imposante Berg zu bieten hat. Ich gebe aber zu, dass ich dieses Mal doch ein wenig Bauchweh bei der Routenplanung hatte. Unser Zeitbudget gab uns eine Tagestour vor und eine Aufstiegshilfe wie etwa bei der Route vom Pitztal über das Mittelbergjoch und den Taschachferner kam für uns nicht in Frage. Wir wollten uns den Gipfel mit seinen ca. 1.900 Höhenmetern im Aufstieg sozusagen „ehrlich“ erarbeiten. Bauchweh hatte ich vor allem aufgrund meiner Kondition. Diese konnte ich noch nicht so richtig einschätzen da ich diesen Sommer erst zwei 3.000er Besteigungen in meinen Beinen hatte. Mein Bruder und Tourenpartner Thomas Kammerlander musste sich um diese Dinge keinen Kopf zerbrechen. Einem aktiven Naturbahnrodel-Spitzensportler welcher im täglichen Training steht, sowie an die Höhe bereits durch viele alpine Hochtouren gewöhnt ist, bringt diese Tour konditionell nicht unbedingt an seine Grenzen. Einen Otto Normalverbraucher wie mich allerdings schon 😉

Der Wecker klingelte um 03:00 Uhr

Die Route unserer Wahl war der Normalweg vom Bergsteigerdorf Vent über das Mittarkarjoch auf den Südgipfel der Wildspitze.

Hierbei müssen ca. 1.900 Höhenmeter bewältigt werden und um der Staugefahr beim Nadelöhr des Klettersteigs zum Mitterkarjoch vorzubeugen wollten wir zeitig los.

Um 03:30 Uhr beluden wir unser Auto und fuhren von Umhausen los nach Vent . Unser Auto parkten wir beim gebührenpflichtigen Parkplatz beim Sessellift (1.882 m) und um halb 5 nahmen wir dann die ersten steilen Höhenmeter bei stockfinsterer Nach in Angriff. Unser erstes Etappenziel war die Breslauer Hütte auf einer Höhe von 2.844 m. Diese Hütte nehmen die meisten Bergsteiger als Ausgangspunkt für eine Besteigung der Wildspitze und uns war klar, dass sich bald bereits die ersten Bergsteiger in der Hütte langsam fertig machen und aufbrechen würden. Also wollten wir die ersten 1.000 Höhenmeter zur Hütte so schnell als möglich hinter uns bringen. Der Weg zur Hütte schlängelt sich zuerst steil entlang der Lifttrasse (mit dem Sessellift könnte man sich ca. 500 Hm einsparen) bevor er dann in einen breiten gut markierten Wanderweg direkt hoch zur Hütte übergeht. Wir schlugen ein entsprechendes Tempo an (ca. 650Hm pro Stunde) und erreichten somit um 06:00 Uhr die Breslauer Hütte. Aufstieg der Österreichischen Naturbahnrodel-Stars auf die Wildspitze erfolgt über die Breslauer Hütte. Mit dabei Thomas Kammerlander

Thomas und Gerald Kammerlander auf dem Weg zur Wildspitze. Im Bild die Breslauer Hütte im Ötztal
Unser erstes Etappelziel die Breslauer Hütte im Morgengrauen

Mittlerweile streichen auch schon die ersten Sonnenstrahlen über die gegenüber liegenden Gipfel. Vor der Hütte war es bereits verdächtig ruhig und es tummelten sich nur noch wenige Bergsteiger auf der Terrasse. Die meisten hatten wohl bereits den Aufstieg in Angriff genommen. Wir setzten nach einer kurzen Trinkpause unseren weiteren Aufstieg in Richtung Mitterkarjoch fort. Der Weg ist Anfangs noch gut markiert und führt uns durch ein weites Schuttkar.

Kurz hinter der Bresslauer Hütte öffnet sich in weites Schuttkar unterhalb der Wildspitze
Am Ende des Schuttkars befindet sich der Einstieg zum Mitterkarjoch. Rechts im Bild zeigt sich das erste Mal die Wildspitze.

Mittlerweile konnten wir auch mehrere Seilschaften ausmachen die sich alle noch im Schuttkar befanden. Diese wollten wir noch unbedingt überholen um unter den ersten beim Einstieg zum Mitterkarferner zu sein. Zum Glück hatten es die restlichen Bergsteiger nicht allzu eilig und uns gelang es Seilschaft um Seilschaft zu überholen. Beim Anlegeplatz für unsere Gletscherausrüstung (Steigeisen, Klettergurt, Helm, Pickel usw.) haben wir bereits alle überholt und somit konnten wir als erste die steile Eisrinne hoch zum Einstieg des Klettersteigs in Angriff nehmen.

Mitterkarferner und Einstieg zum Mitterkarjoch
In der Bildmitte sieht man die steile Eisrinne hoch zum Mitterkarjoch (3.468 m)
Thomas Kammerlander am Klettersteig zum Mitterkarjoch
Thomas am Klettersteig zum Mitterkarjoch
Gerald Kammerlander am Klettersteig zum Mitterkarjoch
Gerald kurz unterhalb des Mitterkarjochs

Der ursprüngliche „Normalaufstieg“ über die 45°-Rinne ist bei festem Firn oder gesetzter Schneeauflage „nur“ mäßig schwierig, bei Blankeis ist jedoch perfekte Pickel- und Steigeisentechnik mit den Frontzacken nötig, ggf. sind Eisschrauben für Zwischensicherungen zu setzen. Die Stein- bzw. Eisschlaggefahr in diesem Bereich ist enorm und daher ist unbedingt auf andere Seilschaften zu achten. Weil sich die Verhältnisse (Eis und Steinschlag) der Rinne von Jahr zu Jahr verschlechtern, hat man vor einigen Jahren einen mäßig schwierigen Klettersteig (B/C) über Fels errichtet, damit die Gefahrenstelle umgangen werden kann. Hier staut es sich an Schönwettertagen extrem, brechen alle Bergsteiger zu selben Zeit von der Hütte auf und benötigt das Klettern in Seilschaft sowie mit Steigeisen an den Füßen einfach Zeit. Da wir, wie bereits gesagt die ersten in der Rinne waren konnten wir zügig und ohne Unterbrechung hoch zum Mitterkarjoch (3.468m) steigen.

Es eröffnet sich uns eine imposante Gletscherwelt

Die Sonne kommt am Nordgipfel der Wildspitze zum Vorschein
Die Sonne kommt am Nordgipfel der Wildspitze zum Vorschein
Thomas Kammerlander am Taschachferner
Thomas Kammerlander am Mitterkarjoch
es werden die letzten Vorbereitungen für den finalen Anstieg auf die Wildspitze getroffen
Die Ausrüstung wird nochmals kontrolliert

Das Mitterkarjoch stellt auf dieser Route die Schlüsselstelle dar. Hat man diese gemeistert erwartet einem auf den letzten 300 Höhenmetern eine wahre Genuss-Gletschertour hoch zum Gipfel der Wildspitze. In einer großzügigen Schleife umgehen wir am Taschachferner die große Spaltenzone, queren dabei aber immer wieder einzelne Spalten.

Aufstieg zur Wildspitze über den Taschachferner. Im Bild Rodelstar Thomas Kammerlander
Am Taschachferner. Links ist das Mitterkarjoch noch gut erkennbar
der Gipfelaufbau der Wildspitze, Rodel Austria Naturbahn
der Gipfelaufbau der Wildspitze (Bildmitte)

Am höchsten Gipfel von Nordtirol

Der darauffolgende Linksbogen am Gletscher führt uns zum Gipfelaufbau der Wildspitze, die mit leichter Kletterei im kombinierten Gelände (Fels, Schnee, Eis) von uns zügig erklommen wird. Nach insgesamt 3:45 Stunden Aufstieg stehen wir glücklich um kurz vor 08:30 Uhr am höchsten Gipfel von Nordtirol.

Gerald Kammerlander auf der Wildspitze
Gerald am Südgipfel der Wildspitze. Rechts vom Kreuz ist der dritthöchste Gipfel von Österreich zu sehen – die Weißkugel
am Südgipfel der Wildspitze, Rodel Austria Naturbahn
Panorama vom Südgipfel der Wildspitze mit Blickrichtung Südost
Thomas Kammerlander am Nordgipfel der Wildspitze, Rodel Austria Naturbahn
Thomas Kammerlander am Nordgipfel der Wildspitze. Im Bild rechts ist der Südgipfel mit dem Gipfelkreuz zu sehen.
Panoramablick in Richtung Nordwest vom Nordgipfel der Wildspitze
Panoramablick in Richtung Nordwest vom Nordgipfel der Wildspitze. Im Bild links ist die Aufstiegsroute zu sehen.

Die Aussicht wird nur von der Erdkrümmung begrenzt

Das Panorama ist einfach phänomenal. Mit einer Schartenhöhe 2.266 Metern landet die Wilspitze sogar auf Rang 4 in der Liste der prominentesten Berge der Alpen. Da am heutigen Tag jedoch gefühlte -10 Grad vorherrschen und uns ein eisiger Wind um die Ohren pfeift verweilen wir nur kurz am Gipfel und entscheiden uns kurzerhand für den östlichen Abstieg über Nordgipfel und den Rofenkarferner. Wir klettern also den teils luftigen Grat zum Nordgipfel rüber und steigen erneut steil zum Taschachferner ab. Dann wird der Gipfelaufbau der Nordgipfels großzügig umrundet und nach einem kurzen Gegenanstieg kommen wir dann auf einen kleinen Sattel. Von diesem Punkt aus kann der Rofenkarferner nach einem kurzen Abstieg über Geröll unschwierig betreten werden.

Der Abstieg erfolgt über den Nordgipfel der Wildspitze, Rodel Austria Naturbahn
Über den steilen Nord-Ost Hang erreichen wir erneut den Taschachferner
Der Gipfelaufbau des Nordgipfels der Wildspitze wird großzügig umrundet, Rodel Austria Naturbahn
Den Gipfelaufbau des Nordgipfels umrunden wir großzügig
Der weitere Abstieg zur Breslauer Hütte erfolgt über den spaltenreicheren Rofenkarferner
Der etwas spaltenreichere Rofenkarferner

Am etwas spaltenreicheren Rofenkarferner

Der weitere Abstieg erfolgt dann über den südlich gelegenen Rofenkarferner. Diese Route ist auf jeden Fall eine lohnende und auch einsamere Alternative zur Route über das Mitterkarjoch. Auch wenn die Route über diesen Gletscher etwas spaltenreicher als die über seinen nördlicher gelegenen Kollegen – dem Taschachferner ist. Der Ausstieg vom Rofenkarferner erfolgte rechterhand über Schutt und Geröll bevor man einen kleinen Steig in Richtung Breslauer Hütte erreicht. Als wir diese dann erreicht hatten war es nicht mehr weit. Noch ein gut halbstündiger Abstieg zur Bergstation Stablein des Sessellifts und es war geschafft. Denn anders als beim Aufstieg, nahmen wir die Hilfe des Sessellifts beim Abstieg gerne in Anspruch. Insgesamt benötigten wir für unsere Tour ziemlich genau 6 Stunden.

Unsere Tourdaten im Überblick:
  • Ausgangspunkt: Parkplatz Talstation Sessellift in Vent (1.890m)
  • Endpunkt: Wildspitze (3.770m) – ca. 3 3/4 Stunden
  • zu bewältigende Höhenmeter: 1.880m
  • unsere Route: Vent – Breslauer Hütte – Mitterkarjoch – Wildspitze – Überschreitung zum Nordgipfel – Abstieg über den Rofenkarferner – Breslauer Hütte – Bergstation Sessellift
  • Die Tour wurde als Tagestour mit einer Gesamtdauer von ca. 6 Stunden von Thomas Kammerlander und Gerald Kammerlander unternommen.
unsere Route auf die Wildspitze, Rodel Austria Naturbahn
unsere Route im Überblick

unsere Route auf die Wildspitze, Rodel Austria Naturbahn

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Geschriebenstein – Radtour zum höchsten Berg des Burgenlandes

Im Rahmen der 9 Länder – 9 Gipfel Mission des Nationalteams der Naturbahnrodler aus Österreich haben sich Michael Scheikl und ich der Herausforderung gestellt, den höchsten Berg des Burgenlandes zu bezwingen.

von Bernd Neurauter | Rodel Austria Naturbahnrodel - Kaderathlet

Von der Steiermark zum höchsten Berg im Burgenland

Wer das Burgenland kennt, der weiß dass es sich nicht um einen richtig hohen Berg handeln kann. Im Nationalteam wurde im Vorfeld schon viel gescherzt und der höchste Berg vom Burgenland, der Geschriebenstein mit seinen 884m als Bodenwelle oder Hügel bezeichnet. Darum dachten wir uns, wir machen das Einfache etwas schwieriger und starten eine Rennradtour von Kindberg (Steiermark) zum Berg. Nach den ersten Routenplanungen war klar, das wird kein einfacher Ausflug. Um es in einem Tag hin und retour zu schaffen muss man schon ein richtiger Ausdauerfreak sein. Aber wir wären nicht zwei „verrückte“ Jungs, wenn wir uns der Herausforderung nicht gestellt hätten und die 250km mit rund 3500hm in Angriff genommen hätten. Außerdem stellt es ein gutes Training für den bevorstehenden Dreiländergiro in Nauders dar.

250 Kilometer und rund 3.500hm galt es zu bewältigen

Gesagt getan, starteten wir am 04.Juli um 6 Uhr morgens mit unseren Rennrädern, einem Camelbak, einigen Powerriegeln und Powergels sowie der obligatorischen Schlechtwetterausrüstung zum höchsten Berg des Burgenlandes.

Die notwendige Energie für unsere Tour zum Geschriebenstein sollten diverse Power-Gels liefern
Um die Monster-Tour zu bewältigen wird ausreichend Energie benötigt

Das Wetter wurde bis Mittag ziemlich stabil gemeldet. Allerdings sollten wir am Nachmittag den einen oder anderen Regenschauer abbekommen.

Der Semmering – die erste große Hürde

Der erste Abschnitt führte uns über den Weltcup- und Höhenluftkurort Semmering. Dieser Berg mit seinen 950m zählt eindeutig zu einem unserer liebsten Ausflugsziele, da sich auf der alten Landstraße nur wenig Verkehr bewegt und es daher richtig schön zum Radln ist. Weiter ging es dann mit einer kurzen Abfahrt Richtung Gloggnitz, wo wir uns dann bereits in Niederösterreich befanden.

Unsere erste Bergetappe in Richtung Burgenland und Geschriebenstein.
Über den Semmering nach Niederösterreich. Michael Scheikl (links) und Bernd Neurauter (rechts)

Dort angekommen fuhren wir über den Wechselpass (980m) in Richtung Aspang. Wir mussten leider eine kleine Ausweichroute in Kauf nehmen, da die direkteste Verbindung über einen Waldweg ging und dieser mit dem Rennrad nicht befahrbar gewesen wäre.

Bis zu diesem Zeitpunkt fühlten wir uns beide noch richtig topfit, wobei wir unser Reisetempo im Vergleich zu sonstigen Ausfahrten (mind. 30er Schnitt) relativ zurückgedreht hatten. Unser Ziel war es ja einfach nur die Tour zu finishen. Ab dem Wechsel ging es dann leicht abfallend in Richtung der Grenze zum Burgenland. Vom Wind verschont drückten wir den Schnitt weiter nach oben und hatten kurz vor dem Anstieg zum Geschriebenstein 28km/h Durchschnittsgeschwindigkeit und bereits über 100km am Tacho.

Dann kam die Bodelwelle die uns überraschte – der Geschriebenstein.

Doch dann kam die Bodenwelle und überraschte uns doch eindeutig. Galt es doch nochmals 500hm zu machen bei einem Anstieg mit teilweise 12%. Schön langsam machten wir uns Gedanken um die Heimreise. Galt es doch noch einmal alles retour zu fahren. Die Ausweichroute um eine schöne Runde zu fahren hätte noch mehr Kilometer und mehr zu bewältigende Höhenmeter bedeutet. Nach nicht einmal 5h und 126km waren wir dann bereits im Naturpark Geschriebenstein.

Noch eine halbe Stunde Fußmarsch

Dort mussten wir noch eine halbe Stunde Fußweg durch den Wald in Kauf nehmen um tatsächlich am höchsten Punkt zu stehen und ein Beweisfoto mit dem Gipfelkreuz zu schießen. Aber wer sein Rad liebt der schiebt es auch gern einmal über einen Waldweg.

Bernd Neurauter und Michael Scheikl. Rodel Stars am GeschriebensteinDank des mitgeführten Selfiesticks und der Gopro sind die Aufnahmen natürlich ziemlich cool geworden. Nach einer kurzen Verschnaufpause am Aussichtsturm und der leider immer schlechter werdenden Witterung gingen wir wieder zurück zur Passstraße um den Heimweg anzutreten.

9 Länder - 9 Gipfel. Rodel Austria Naturbahnrodel-Stars erklimmen die höchsten Berge Österreichs. Hier am Geschriebenstein im Burgenland
Am Gipfel des Geschriebensteins
Panorama vom Geschriebenstein - dem höchsten Berg im Burgenland
Panoramablick vom höchsten Punkt des Burgenlades

Der prognostizierte Regen setzte ein

Gleich bei der Abfahrt wurden wir vom Regen erwischt und wir hofften, dass wir jetzt nicht den ganzen Weg zurück dem Wetter ausgesetzt sind. Aber bereits im Tal lockerte es wieder auf und es hörte zu regnen auf. Schön langsam knurrten die Mägen und wir machten kurz halt bei einem Billa um unsere Trinkflaschen und Camelbaks wieder zu befüllen und etwas feste Nahrung außer den Powerriegeln und Powergels zu uns zu nehmen. Da durfte eindeutig eine Leberkässemmel nicht fehlen die uns wieder Kraft zur Weiterfahrt gab.

Warum haben wir uns das bloß angetan?

Danach radelten wir wieder weiter, wobei wir uns immer wieder mit der Führungsarbeit abwechselnden. Schön langsam bekam jeder von uns immer wieder einen Einbruch und es war richtig viel mentale Stärke notwendig. Denn nicht das Sitzfleisch oder die Kraft war unser größtes Hindernis, sondern die Frage warum haben wir uns das nur schon wieder angetan. Beim Anstieg über den Wechselpass fing es erneut zu schütten an und die Kräfte ließen immer mehr nach.

Der Regen setzt am Rückweg vom Geschriebenstein ein. Rodel Austria Naturbahnrodeln
Am Rückweg durch den Regen

Durch gegenseitiges Motivieren konnten wir uns jedoch noch bis nach Maria Schutz zum Kirchenwirt schleppen und vernaschten dort die wohl besten Krapfen die man essen kann. Dies sollte uns genug Energie für die Heimreise geben.

Wie durch ein Wunder hatten wir auch nach dem Semmering noch Glück mit dem Wind und konnten auf ein wenig Unterstützung hoffen. Nach 9 Stunden und 36 Minuten reiner Fahrzeit kamen wir zu Hause wieder an und legten dabei 252km zurück. Aufgezeichnet haben wir die Tour mit unsrer Polar M400.

Unsere Polar-Tourdaten. Von Kindberg in der Steiermark zum Geschriebenstein im Burgenland
Die Tourdaten im Überblick

8000kcal wurden verbrannt

Danach gab es noch ein gemeinsames Spaghetti essen um zumindest einen Teil der rund 8000kcal aufzufüllen. Jedoch merkten wir wie der Körper immer mehr nachließ und die Anstrengung sich bemerkbar machte. Zusammengefasst war es eine richtige geile Tour zwar richtig anstrengend aber wer uns beide kennt weiß, dass wir fast nichts Normales machen. Es macht auf jeden Fall Lust nach mehr und ich denke es wird nicht lange dauern und wir werden noch längere Distanzen abspulen.

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Großvenediger Skitour – seine weltalte Majestät!

9 Länder – 9 Gipfel, Rodel-Austria Naturbahn-Stars besteigen den jeweils höchsten Berg der österreichischen Bundesländer. Dieses mal widmeten wir uns den höchsten Berg von Salzburg – dem Großvenediger 3.657 m ü.A. Der Hauptgipfel der Venedigergruppe ist mit einer Höhe von 3.657 m der vierthöchste Berg Österreichs. Die Bezeichnung „weltalte Majestät“ stammt von Ignaz von Kürsinger, dem Initiator der Erstbesteigung des Großvenedigers. Er hatte nicht ganz unrecht, zählt doch der Großvenediger zu den beeindruckendsten Gletscherbergen der Ostalpen und bildet mit seinen sternförmig ausgerichteten Graten ein weites, majestätisches Dach aus Eis und Schnee. Durch seine exponierte Lage reicht der Gipfelblick bei Schönwetter bis zur Bernina und zum Ortler. Seine Besteigung gehört zweifelsohne zu den berühmtesten und lohnendsten Bergtouren in den Ostalpen.Der letzte Gipfelgrat am Großvenediger

von Gerhard Mühlbacher | Trainer Rodel Austria-Naturbahn

Der Großvenediger über den Nordanstieg

Der Venediger mit Ski ist zwar „nur“ eine hochalpine Gletschertour mit keinen außergewöhnlichen alpinistischen Schwierigkeiten, er bietet um diese Jahreszeit aber eine lohnende Skitour mit extrem kurzer Tragestrecke und in den meisten Fällen Firngenuss vom Feinsten auf traumhaften Hängen.

Von den 3 Anstiegen bleibt für den Salzburger Venedigerbesteiger ohnehin nur die Route über den Norden und das lange Obersulzbachtal. Also starteten wir am Samstag, den 27. Mai 2017 in aller Herrgottsfrühe von meiner Heimatgemeinde Bad Dürrnberg in Richtung Sulzau (Gemeinde Neukirchen am Großvenediger). Dort angekommen fahren wir weiter in südlicher Richtung durch das Obersulzbachtal bis wir den gebührenpflichtigen Parkplatz Hopffeldboden erreichen und dort unser Auto abstellen.

Ein echter Salzburger muss den Nordanstieg über das Obersulzbachtal nehmen!

Mit dem Venedigertaxi kann man bis zur Talstation der Materialseilbahn Kürsingerhütte die Tour bequem in einem Tag bewältigen – Ausdauerfreaks können den langen Weg durch das Obersulzbachtal auch mit dem Bike hinter sich bringen – diese Variante bleibt allerdings extremen Frühaufstehern vorbehalten.

Zwar ist man durch die bereits seit März geöffnete Kürsingerhütte nicht allein, die endlosen Weiten des Obersulzbachkees garantieren aber ausreichend Platz für herzhafte Schwünge.

Unsere Tour auf den höchsten Salzburger Gipfel in Bildern

An der Talstation der Materialseilbahn zur Kürsingerhütte startet unsere Großvenediger Tour. Rodel Austria Naturbahnrodeln

Start bei der Materialseilbahn – ganz hinten sieht man nicht wie die meisten denken den Großvenediger sondern den Großen Geiger. Ein nicht minder schöner Skiberg, der allerdings je nach Route und Schneelage größere Schwierigkeiten aufweist – 2015 konnten wir sogar einmal die Nordwand befahren (frontal am Bild ersichtlich – und bei der heurigen Schneelage undenkbar)

Hier am Gletschersee befand sich früher die türkische Zeltstadt.

Der Gletschersee an dem sich früher die türkische Zeltstadt (ein wild zerrissener Eisbruch) befand ist nach dem ersten Steilaufschwung schnell erreicht. Je nach Eisdicke kann man entweder gerade drüber gehen, oder man umgeht den See am Westufer entlang. Links der Bildmitte taucht bereits der Großvenediger auf.

Bei der Überquerung vom Gletschersee ist immer auf die Eisdicke zu achten.

Bei der Überquerung vom Gletschersee ist Vorsicht geboten. Die Eisdicke muss ständig aufs Neue beurteilt werden.

Sonnenaufgang am Großvenediger.

Inmitten unseres langen Gletscheraufstiegs kommt die Sonne hervor. Mittlerweile ist auch der Großvenediger mit seinem langen Nordgrat (schöne Sommertour mit leichter Kletterei) bestens im Bild.

Endlose Weiten des Obersulzbachkees. Aufstieg zum Großvenediger

…in den unendlichen Weiten des Obersulzbachkees.

Der Großvenediger mit seinem imposanten Eisabruch.

Auf dem Weg zur Venedigerscharte – in der Bildmitte der Großvenediger mit seinem imposanten Eisabbruch.

Die Venedigerscharte in der Bildmitte. Rodel Austria Naturbahnrodeln

Die Venedigerscharte in der Bildmitte. Von hier aus startet der letzte Anstieg zum Großvenediger rechts.

Am Großvenediger kurz vor der Venedigerscharte angekommen gibt es nochmals erhebliche Spaltengefahr.Spalte sind am gesamten Gletscher natürlich stets präsent – die im Sommer riesengroßen Spalten sind im Winter aber teils mit Unmengen von Schnee gefüllt – ein früher Aufbruch ist allerdings trotzdem unumgänglich.

Am Gipfel des Großvenedigers

Gipfelkreuz am Großvenediger

Nach einem 4,5 Stunden Aufstieg haben wir unser Ziel erreicht. Den höchsten Berg von Salzburg – den Großvenediger 3.657 m ü.A.

Der letzte Gipfelgrat am Großvenediger

Das letzte Stück auf den Gipfel ist im Sommer meist ein schmaler Grat – je nach Schneelage kann man im Winter aber sogar mit Skiern auf den Gipfel steigen.

Gipfelpanorama am Großvenediger.

Herrliches Panorama nach Norden mit Fernsicht bis Bayern, OÖ, etc. Durch seine exponierte Lage ist der Großvenediger einer der schönsten Aussichtsberge in der Gegend – auch wenn man das Gipfelglück meist mit vielen Bergsteigern teilt und die Fernsicht bis Venedig nur ein Märchen ist.

Ausblick vom Großvenediger

Tiefblick auf den Gletschersee und das Obersulzbachtal.

Keine Ameisen sondern Skifahrer….genügend Platz für eine schöne Spur bei der Abfahrt von der Venedigerscharte. Die Abfahrt bot uns Firngenuss vom Feinsten.

Rodel Austria Naturbahn - Skitour auf den höchsten Berg von Salzburg

Selbst die letzten Schneereste werden genutzt und wir können beinahe bis zum Ausgangspunkt abfahren.

Unsere Tourdaten im Überblick:

  • Ausgangspunkt: Talstation-Materialseilbahn-Kürsingerhütte (1.930m)
  • Endpunkt: Großvenediger (3.657m) – ca. 4,5 Stunden
  • zu bewältigende Höhenmeter: 1.727m
  • unsere Route: Talstation-Materialseilbahn Kürsingerhütte – Gletschersee Obersulzbachtal – Obersulzbachkees – Venedigerscharte – Großvenediger – Abstieg wie Aufstieg.
  • Die Tour wurde als Tagestour mit einer Gesamtdauer von ca. 7 Stunden von Gerhard Mühlbacher unternommen.

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Seltenes Glück – allein am Hohen Dachstein

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Seltenes Glück – allein am Hohen Dachstein

Der Hohe Dachstein ist für uns Österreicher mehr als einfach nur ein Berg. Zwar mag der Hohe Dachstein mit seinen 2.995 m. ü. A. nur der zweithöchste Gipfel der nördlichen Kalkalpen sein, aber das Dachsteinmassiv ist mit Sicherheit ihr bekanntestes Stück. Viel mehr noch, er gehört mit seiner markanten Gipfelform, den stolzen Gletschern sowie seinen mächtigen Südwänden zu den eindruckvollsten und schönsten Gebirgszügen im Alpenraum. Über seinen majestätischen Gipfel verläuft die Landesgrenze zweier österreichischer Bundesländer und damit ist der Hohe Dachstein auch der sprichwörtliche Höhepunkt sowohl der Steiermark als auch von Oberösterreich. Auf der Schattenseite seiner Gipfel erstrecken sich die östlichsten Gletscher von Österreich. Auch wenn sie sich wie überall im Alpenraum stark im Schwund befinden. Seit 1997 ist die Region Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut UNESCO Weltkulturerbe. Aber nun genug der schmeichelnden Worte, wir haben uns den Hohen Dachstein als Skitour von der Nordseite aus vorgenommen. Die Tour vom vorderen Gosausee über den Gosaugletscher und den Westgrat ist wohl eine der schönsten Seiten die der Dachstein zu bieten hat.Vor allem auch weil die Nordseite meist von den Menschenmassen verschont bleibt die im Süden der Versuchung erlegen sich mit der Bahn eine kleine Aufstiegshilfe zu nehmen. Vermutlich sind es die über 2000 Höhenmeter, die beachtliche Strecke sowie der längere Westgrat-Klettersteig, der im Winter oft mit Eis und Schnee gespickt ist, die einem auf dieser Route meist zu einem Gefühl der Einsamkeit verhelfen.

Tourbericht von Gerhard Mühlbacher / Rodel Austria-Naturbahn Trainer

Wir starten unsere Tour am vorderen Gosausee. Genauer gesagt am Gasthof Gosausee (940m) wo wir unser Auto bequem parken können.

Das Rad wird am hinteren Gosausee geparkt. Ab hier geht es dann zu Fuß weiter.
Die Räder werden am hinteren Gosausee geparkt

Auf den ersten 230 zu bewältigenden Höhenmetern bedienen auch wir uns einem kleinen Hilfsmittel. Die Strecke vom vorderen bis hinauf zum hinteren Gosausee (1.160m) legen wir mit unserem Bike zurück. Danach ist ein Fußmarsch bis zur Schneegrenze angesagt, bevor man mit den Skiern über die unendlichen Weiten des Gosaugletschers bis zur oberen Windlucke aufsteigt.

Der Aufstieg über den Gosaugletscher in Bildern

Mit den Skiern verlieren wir uns in den Weiten des Gosaugletschers. Immer mit dem Endziel den Hohen Dachstein steigen wir weiter hoch. Die bizarren Felsformationen wie hinten die Eiskarlspitze sind dabei unser ständiger Begleiter.
Die Weiten des Gosaugletschers mit den bizarren Felsformationen – im Hintergrund Eiskarlspitze
In der Bildmitte lacht uns nicht nur die Sonne sonder auch stets der Hohe Dachstein an. Rechts davon streckt sich die Mitterspitz gen Himmel.
In der Bildmitte lacht stets der Hohe Dachstein herunter – rechts der Mitterspitz
Der Hohe Dachstein vom Gosaugletscher aus gesehen. Vom Gipfel rechts ist der gesamte Westgrat einzusehen.
Der Hohe Dachstein in groß. Vom Gipfel rechts können wir mittlerweile den gesamten Westgrat einsehen
Auf den letzten Metern zur oberen Windlucke. Je höher man kommt desto verschneiter und winterlicher werden die Felswände ringsum.
Die verschneiten Felswände ringsum. Kurz vor der oberen Windlucke.

Der Westgrat – im Winter nichts für Anfänger

Hier auf 2.740 m. ü. A. beginnt der Westgrat Klettersteig. Der Klettersteig ist zwar nicht besonders schwer aber im Winter trotzdem nichts für Anfänger. Im Sommer ist er komplett versichert, im Winter müssen jedoch aufgrund von eingeschneiten Seilen und vereisten Felsen einige Stellen meist ungesichert und mit Steigeisen und Pickel bezwungen werden.

Gerhard Mühlbacher beim Aufstieg über den Westgrat zum Hohen Dachstein. Einige Stellen müssen dabei ungesichert passiert werden.
Gerhard Mühlbacher am Westgrat
Der Rodel Austria Naturbahn Trainer Gerhard Mühlbacher am tief winterlichen Westgrat des Hohen Dachstein mit Pickel und Steigeisen.
der tief winterliche Westgrat
Am Westgrat des winterlichen Dachsteins. Rodel Austria Naturbahn Trainer Gerhard Mühlbacher
die Strapazen nehmen offensichtich zu
Am Westgrat zum Hohen Dachstein ergeben sich immer wieder herrliche Tiefblicke mit weit berhängenden Schneewechten
immer wieder eröffnen sich uns herrliche Tiefblicke

Gipfelglück – allein am Hohen Dachstein

Die Aussicht am Hohen Dachstein ist grandios und wird eigentlich nur durch die Erdkrümmung begrenzt.
Gipfelkreuz am Hohen Dachstein

Selten genug auf einen der prominentesten Gipfel Österreichs allein stehen zu dürfen. Und dies noch dazu bei herrlichem Bergwetter und beinahe wolkenlosem Himmel. Es bietet sich uns ein magisches Gipfelpanorama in 2.995 Meter Höhe, das jeder Bergfreund einmal im Leben gesehen haben sollte. Läppische 5 Meter fehlen dem König Dachstein zum „waschechten“ 3000er. Trotzdem landet er aufgrund seiner Schartenhöhe von 2.136m auf Platz 8 der prominentesten Berge der Alpen. Und die grandiose Gipfel-Aussicht über weite Teile Österreichs unterstreicht dieses Ranking allemal.

Rodel Austria Naturbahn Trainer Gerhard am Gipfel des Hohen Dachsteins angekommen
Gerhard Mühlbacher – Gipfelglück am Hohen Dachstein
Die Aussicht vom Hohen Dachstein in Richtung Hohe Tauern. Großglockner, Wiesbachhorn und Großvenediger sind zum Greifen nahe.
Die Hohen Tauern. Großglockner, Wiesbachhorn und Großvenediger um nur einige zu nennen
Auch unser Ausgangspunkt der vordere Gosausee ist im Tal erkennbar. Am Horizont sieht man bis in den Flachgau – links hinten der Untersberg, rechts hinten der Schafberg, beide noch mit Schnee bedeckt.
Unser Ausgangspunkt der vordere Gosausee.

Seltenes Glück am Hohen Dachstein

Wir hatten an diesem Tag das seltene Glück, dass die guten Schneeverhältnisse eine Abfahrt mit Skiern über den kompletten Westgrat zuließen – ein für mich bislang einzigartiges Erlebnis, welches durch seine Steilheit zur Nachahmung aber nur bedingt geeignet und auch nur bei ausgezeichneten Schneeverhältnissen möglich ist.

Übersicht über die Westgratabfahrt. Am rechten Bildrand sieht man das Skidepot, von wo die meisten Skispuren starten
Übersicht über die Westgratabfahrt

Unsere Tourdaten im Überblick:

  • Ausgangspunkt: Parkplatz am vorderen Gosausee (940m)
  • Endpunkt: Hoher Dachstein (2.995m) – ca. 5,5 Stunden
  • zu bewältigende Höhenmeter: 2.055m
  • unsere Route: Vorderer Gosausee – hinterer Gosausee (mit Bike) – Gosaugletscher – obere Windlucke – Westgrat – Abstieg wie Aufstieg
  • Die Tour wurde als Tagestour mit einer Gesamtdauer von ca. 8 Stunden von Gerhard Mühlbacher unternommen.

 

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9 Länder – 9 Gipfel

Österreich ist ein Alpenland. Deutlich mehr als zwei Drittel der gesamten Landesfläche werden vom höchsten und für uns natürlich auch schönsten Gebirge Europas bedeckt. Bezeichnenderweise wird ja bereits am Beginn der ersten Strophe der österreichischen Bundeshymne vom „Land der Berge“ gesungen. So weit, so gut. Ach ja, und die Berge in Tirol sind besonders hoch und irgendwas hat es dann noch mit dem Großglockner auf sich?! Natürlich hat unser wunderschönes Alpenland weit mehr als nur den Großglockner und die Berge Tirols zu bieten. Wusstet ihr, dass jedes österreichische Bundesland seinen Anteil an den Alpen hat? Dass wir also auch noch in Wien und im Burgenland die Ausläufer der Ostalpen vorfinden und erwandern können? Grund genug für uns also, dieses Thema aufzugreifen. Denn die Berge haben uns geprägt und fast scheint es so als wäre das Bergwandern und -steigen bei uns Österreichern genetisch verankert. Für einen „echten Naturbahnrodler“ gilt dies gleich doppelt. Denn schließlich rodelt man bekanntlich ja von oben nach unten 😉

Der österreichische Naturbahn-Rodel-Star Florian Glatzl am Klein-Glockner
Florian Glatzl beim Aufstieg zum Großglockner

Deshalb wollen wir für euch über die Sommermonate hinweg den jeweils höchsten Gipfel der 9 einzelnen österreichischen Bundesländer erwandern oder besteigen. Von den vergletscherten hohen Gipfel-Majestäten wie Großglockner und Wildspitze im Westen zu den nicht minder schönen sanften Riesen im Osten. Wir wollen euch den jeweiligen Berg im Speziellen, unsere gewählte Route sowie die Umgebung vorstellen. Wir wollen euch auf eine Reise quer durch unser atemberaubend schönes Bergland mitnehmen. Also 9 Länder – 9 Gipfel!

Rang Bundesland Berg Höhe Gebirgsgruppe

 

1. Kärnten / Tirol Großglockner 3.798 m Hohe Tauern
2. Nordtirol Wildspitze 3.768 m Ötztaler Alpen
3. Salzburg Großvenediger 3.674 m Hohe Tauern
4. Vorarlberg Piz Buin 3.312 m Silvrettagruppe
5. Steiermark / Oberösterreich Hoher Dachstein 2.995 m Dachsteingebirge
6. Oberösterreich Großer Priel 2.515 m Totes Gebirge
7. Niederösterreich Klosterwappen 2.076 m Schneeberg
8. Burgendland Geschriebenstein 884 m Günser Gebirge
9. Wien Hermannskogel 542 m Wienerwald

* Großglockner und Hoher Dachstein sind jeweils Grenzgipfel zweier Bundesländer. Für Tirol haben wir deshalb den höchsten Gipfel Nordtirols gewählt. Bei Oberösterreich wählten wir den Großen Priel als höchsten Gipfel außerhalb des Dachsteingebirges.

Am Gipfel der Petersenspitze. Im Hintergrund ist die Wildspitze und im Vordergrund ist der hintere Brochkogel zu sehen.
Am Gipfel der Petersenspitze in den Ötztaler Alpen. Im Hintergrund der höchste Gipfel Nordtirols – die Wildspitze

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