Bestenliste – Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn, Herren

Naturbahnrodeln, der Ralleysport auf Eis und eine der spektakulärsten Wintersportarten überhaupt, blickt mittlerweile auf eine 25-jährige Weltcup-Tradition zurück. Ein rasanter Sport, oft ein Hundertstelkrimi der dem Athleten alles abverlangt. Über Sieg oder Niederlage entscheiden waghalsige Lenk- und Bremsmanöver auf spiegelglatten Eisbahnen bei Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/H. Aber wer sind die Protagonisten die diesen Sport in den vergangenen Jahren besonders prägen konnten?

Erfolgreichste Weltcupsieger im Herren Einsitzer

Rang

Name Nation Siege Zweite Dritte Total

1

Patrick Pigneter*

ITA 46 17 5 68

2

Anton Blasbichler

ITA 20 13 18 51

3

Gerhard Pilz

AUT 19 9 13 41

4

Thomas Kammerlander*

AUT 8 7 12 27

5

Reinhard Gruber

ITA 6 4 2 12

6

Martin Gruber

ITA 5 10 4

19

7

Franz Obrist

ITA 5 4 5

14

8

Ferdinand Hirzegger

AUT 5 2 4

11

9

Alex Gruber*

ITA 4 8 8

20

10

Gernot Schwab

AUT 4 7 11

22

*noch aktiv / Stand Mai 2017

1. Patrick Pigneter (ITA)

Patrick Pigneter der Rodel-Superstar aus Italien auf dem Weg zum Sieg beim Weltcuprennen 2016 im Kühtai/Tirol
Patrick Pigneter (ITA) – Foto: Chris Walch

Patrick ist der Mister Naturbahn und hat den Rennrodelsport auf Naturbahn revolutioniert.

Er ist und bleibt der größte Naturbahnrodler aller Zeiten. Niemand konnte mehr Siege einfahren als Patrick Pigneter. Unglaubliche 46 mal konnte er bisher vom obersten Treppchen herunterlachen. Und wer Patrick kennt, weiß, er wird alles daran setzen noch weitere Siege und Triumphe einzufahren.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt

46

17 5

68


2. Anton Blasbichler (ITA)

Der Naturbahnrodler Anton Blasbichler aus Italien beim Weltcuprennen im Kühtai 2014
Anton Blasbichler (ITA) – Foto: W+K Photo

Anton Blasbichler startete insgesamt 23 Jahre im Weltcup und prägte diesen maßgeblich mit. Nach insgesamt 51 Podesplätzen (davon 20 Siege), beendete „Toni“ nach der Saison 2014/15 im Alter von 43 Jahren seine erfolgreiche Karriere. Mittlerweile ist er als Trainer der italienischen Juniorenmannschaft tätig und somit dem Naturbahnrodel-Sport erhalten geblieben.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
20 13 18

51


3. Gerhard Pilz (AUT)

gerhard-pilz-rodel-austria-naturbahn-04
Gerhard Pilz (AUT)

Als bester Österreicher landet Gerhard Pilz im Ranking der erfolgreichsten Weltcupsieger auf Rang 3. Der 5-fache Weltmeister aus Oberösterreich war der erste Weltcupsieger (Rautavaara 1992) in der Geschichte und beendete nach der Saison 2006/2007 im Alter von 41 Jahren seine einzigartige Karriere.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt

19

9 13

41


4. Thomas Kammerlander (AUT)

Österreichs Rodel Star Thomas Kammerlander gewinnt mit dem Sieg beim Weltcuprennen in Umhausen erstmals den Gesamtweltcup im Rennrodeln auf Naturbahn
Thomas Kammerlander (AUT) – Foto: Chris Walch

Österreichs aktuell erfolgreichster Naturbahnrodler im Herren Einsitzer landet bereits auf Rang 4 der ewigen Bestenliste. Thomas Kammerlander gelang das Kunststück die 11-jährige Dominanz von Patrick Pigneter im Gesamtweltcup der Herren im Winter 2016/17 zu durchbrechen.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt

8

7 12

27

5. Reinhard Gruber (ITA)

Mit Reinhard Gruber landet ein weiterer Italiener in den Top 5 der ewigen Bestenliste. Der Weltmeister von 1998 erzielte insgesamt 6 Weltcupsiege und beendete 2002 bereits im Alter von 25 Jahren seine Karriere.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt

6

4 2

12


Naturbahnrodel Weltcup | Saison 2015/2016

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Seltenes Glück – allein am Hohen Dachstein

Der Hohe Dachstein ist für uns Österreicher mehr als einfach nur ein Berg. Zwar mag der Hohe Dachstein mit seinen 2.995 m. ü. A. nur der zweithöchste Gipfel der nördlichen Kalkalpen sein, aber das Dachsteinmassiv ist mit Sicherheit ihr bekanntestes Stück. Viel mehr noch, er gehört mit seiner markanten Gipfelform, den stolzen Gletschern sowie seinen mächtigen Südwänden zu den eindruckvollsten und schönsten Gebirgszügen im Alpenraum. Über seinen majestätischen Gipfel verläuft die Landesgrenze zweier österreichischer Bundesländer und damit ist der Hohe Dachstein auch der sprichwörtliche Höhepunkt sowohl der Steiermark als auch von Oberösterreich. Auf der Schattenseite seiner Gipfel erstrecken sich die östlichsten Gletscher von Österreich. Auch wenn sie sich wie überall im Alpenraum stark im Schwund befinden. Seit 1997 ist die Region Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut UNESCO Weltkulturerbe. Aber nun genug der schmeichelnden Worte, wir haben uns den Hohen Dachstein als Skitour von der Nordseite aus vorgenommen. Die Tour vom vorderen Gosausee über den Gosaugletscher und den Westgrat ist wohl eine der schönsten Seiten die der Dachstein zu bieten hat.Vor allem auch weil die Nordseite meist von den Menschenmassen verschont bleibt die im Süden der Versuchung erlegen sich mit der Bahn eine kleine Aufstiegshilfe zu nehmen. Vermutlich sind es die über 2000 Höhenmeter, die beachtliche Strecke sowie der längere Westgrat-Klettersteig, der im Winter oft mit Eis und Schnee gespickt ist, die einem auf dieser Route meist zu einem Gefühl der Einsamkeit verhelfen.

Tourbericht von Gerhard Mühlbacher / Rodel Austria-Naturbahn Trainer

Wir starten unsere Tour am vorderen Gosausee. Genauer gesagt am Gasthof Gosausee (940m) wo wir unser Auto bequem parken können.

Das Rad wird am hinteren Gosausee geparkt. Ab hier geht es dann zu Fuß weiter.
Die Räder werden am hinteren Gosausee geparkt

Auf den ersten 230 zu bewältigenden Höhenmetern bedienen auch wir uns einem kleinen Hilfsmittel. Die Strecke vom vorderen bis hinauf zum hinteren Gosausee (1.160m) legen wir mit unserem Bike zurück. Danach ist ein Fußmarsch bis zur Schneegrenze angesagt, bevor man mit den Skiern über die unendlichen Weiten des Gosaugletschers bis zur oberen Windlucke aufsteigt.

Der Aufstieg über den Gosaugletscher in Bildern

Mit den Skiern verlieren wir uns in den Weiten des Gosaugletschers. Immer mit dem Endziel den Hohen Dachstein steigen wir weiter hoch. Die bizarren Felsformationen wie hinten die Eiskarlspitze sind dabei unser ständiger Begleiter.
Die Weiten des Gosaugletschers mit den bizarren Felsformationen – im Hintergrund Eiskarlspitze
In der Bildmitte lacht uns nicht nur die Sonne sonder auch stets der Hohe Dachstein an. Rechts davon streckt sich die Mitterspitz gen Himmel.
In der Bildmitte lacht stets der Hohe Dachstein herunter – rechts der Mitterspitz
Der Hohe Dachstein vom Gosaugletscher aus gesehen. Vom Gipfel rechts ist der gesamte Westgrat einzusehen.
Der Hohe Dachstein in groß. Vom Gipfel rechts können wir mittlerweile den gesamten Westgrat einsehen
Auf den letzten Metern zur oberen Windlucke. Je höher man kommt desto verschneiter und winterlicher werden die Felswände ringsum.
Die verschneiten Felswände ringsum. Kurz vor der oberen Windlucke.

Der Westgrat – im Winter nichts für Anfänger

Hier auf 2.740 m. ü. A. beginnt der Westgrat Klettersteig. Der Klettersteig ist zwar nicht besonders schwer aber im Winter trotzdem nichts für Anfänger. Im Sommer ist er komplett versichert, im Winter müssen jedoch aufgrund von eingeschneiten Seilen und vereisten Felsen einige Stellen meist ungesichert und mit Steigeisen und Pickel bezwungen werden.

Gerhard Mühlbacher beim Aufstieg über den Westgrat zum Hohen Dachstein. Einige Stellen müssen dabei ungesichert passiert werden.
Gerhard Mühlbacher am Westgrat
Der Rodel Austria Naturbahn Trainer Gerhard Mühlbacher am tief winterlichen Westgrat des Hohen Dachstein mit Pickel und Steigeisen.
der tief winterliche Westgrat
Am Westgrat des winterlichen Dachsteins. Rodel Austria Naturbahn Trainer Gerhard Mühlbacher
die Strapazen nehmen offensichtich zu
Am Westgrat zum Hohen Dachstein ergeben sich immer wieder herrliche Tiefblicke mit weit berhängenden Schneewechten
immer wieder eröffnen sich uns herrliche Tiefblicke

Gipfelglück – allein am Hohen Dachstein

Die Aussicht am Hohen Dachstein ist grandios und wird eigentlich nur durch die Erdkrümmung begrenzt.
Gipfelkreuz am Hohen Dachstein

Selten genug auf einen der prominentesten Gipfel Österreichs allein stehen zu dürfen. Und dies noch dazu bei herrlichem Bergwetter und beinahe wolkenlosem Himmel. Es bietet sich uns ein magisches Gipfelpanorama in 2.995 Meter Höhe, das jeder Bergfreund einmal im Leben gesehen haben sollte. Läppische 5 Meter fehlen dem König Dachstein zum „waschechten“ 3000er. Trotzdem landet er aufgrund seiner Schartenhöhe von 2.136m auf Platz 8 der prominentesten Berge der Alpen. Und die grandiose Gipfel-Aussicht über weite Teile Österreichs unterstreicht dieses Ranking allemal.

Rodel Austria Naturbahn Trainer Gerhard am Gipfel des Hohen Dachsteins angekommen
Gerhard Mühlbacher – Gipfelglück am Hohen Dachstein
Die Aussicht vom Hohen Dachstein in Richtung Hohe Tauern. Großglockner, Wiesbachhorn und Großvenediger sind zum Greifen nahe.
Die Hohen Tauern. Großglockner, Wiesbachhorn und Großvenediger um nur einige zu nennen
Auch unser Ausgangspunkt der vordere Gosausee ist im Tal erkennbar. Am Horizont sieht man bis in den Flachgau – links hinten der Untersberg, rechts hinten der Schafberg, beide noch mit Schnee bedeckt.
Unser Ausgangspunkt der vordere Gosausee.

Seltenes Glück am Hohen Dachstein

Wir hatten an diesem Tag das seltene Glück, dass die guten Schneeverhältnisse eine Abfahrt mit Skiern über den kompletten Westgrat zuließen – ein für mich bislang einzigartiges Erlebnis, welches durch seine Steilheit zur Nachahmung aber nur bedingt geeignet und auch nur bei ausgezeichneten Schneeverhältnissen möglich ist.

Übersicht über die Westgratabfahrt. Am rechten Bildrand sieht man das Skidepot, von wo die meisten Skispuren starten
Übersicht über die Westgratabfahrt

Unsere Tourdaten im Überblick:

  • Ausgangspunkt: Parkplatz am vorderen Gosausee (940m)
  • Endpunkt: Hoher Dachstein (2.995m) – ca. 5,5 Stunden
  • zu bewältigende Höhenmeter: 2.055m
  • unsere Route: Vorderer Gosausee – hinterer Gosausee (mit Bike) – Gosaugletscher – obere Windlucke – Westgrat – Abstieg wie Aufstieg
  • Die Tour wurde als Tagestour mit einer Gesamtdauer von ca. 8 Stunden von Gerhard Mühlbacher unternommen.

 

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Olympische Spiele in Tirol – und Naturbahnrodeln wäre dabei!

Gibt es die Möglichkeit, Olympische Spiele wieder nach Tirol zu holen, muss zugegriffen werden!

Die nötigen Sportstätten, kurze Wege, die fachliche Kompetenz! Gibt es auch den politischen Willen, dann ist das Land Tirol schlichtweg prädestiniert dafür, 2026 Olympische Winterspiele auszurichten.

Es wird zum Thema Olympia eine Volksbefragung geben. Wieder einmal, ist man geneigt zu sagen. Schon 1993 und 1997 war das der Fall. Und nur zu gut erinnern wir uns an die landesweite Mehrheit von satten 69 Prozent (!) im Jahr 1997. Bewerbung gab`s dann doch keine. Die Stadt Innsbruck hatte mit 52,6 Prozent dagegen votiert.

Im Land Tirol votierten satte 69 Prozent dafür!

Das damalige Nein zu Olympia war nüchtern betrachtet eine – mit Verlaub – Verarsche des ländlichen Tirols. Denn dass die Stimmen der Stadt mehr zählten als jene vom Rest des Landes, war schlichtweg eine Farce. Auch in Anbetracht der Tatsache, das Innsbruck natürlich Host-City gewesen wäre.

Die Landesvertreterinnen der Liste Fritz haben sich ja zuletzt neuerlich mit dem Unfug zu Wort gemeldet, dass es nur bei einem Ja in Stadt und Land möglicherweise eine Olympia-Bewerbung geben dürfe. Und versetzten damit dem Sportland Tirol schlichtweg einen Schlag unter die Gürtellinie. Weitsicht sieht anders aus!

Eine riesige Chance wären Olympische Spiele in Tirol auch für das Naturbahnrodeln. In der so genannten Agenda 2020 des Internationalen Olympischen Komitees ist nämlich festgehalten, dass ein Veranstalter eine noch nicht olympische Disziplin zusätzlich ins Programm aufnehmen kann. Fürs Naturbahnrodeln sollten dafür die nötigen Stimmen in Tirol, das ja schließlich eine Hochburg dieser Sportart ist, zu lukrieren sein.

Parallel Race Kühtai 2016 - Samstag
Startet der Tiroler Gesamtweltcupsieger von 2017 – Thomas Kammerlander – bald auch bei Olympischen Spielen? (Foto: ÖRV-Chris Walch)

Deshalb, liebe Sportfreunde, macht von eurem Stimmrecht Gebrauch und votiert für die Abhaltung Olympischer Winterspiele 2026 in Tirol! Jeder einzelne Gang zur Urne ist enorm wichtig. Denn die Gegner dieses einmaligen Events, das eine ungeheure Chance in der globalisierten Welt darstellt, finden den Weg dorthin ganz sicher . . .

/ein Kommentar von Peter Leitner/

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Jeder Mensch ist ein Athlet. Der einzige Unterschied ist, dass einige von uns im Training sind und einige nicht.“ (George Sheehan)

Rodeln ist ein großartiges Erlebnis für Groß und Klein. Man muss aber auch darauf hinweisen, dass richtiges und infolgedessen auch sicheres Rodeln deutlich mehr bedeutet als einfach nur sitzend irgendwo runter zu rutschen. Dabei wird sowohl dem Spitzenathlet als auch dem Hobbyrodler ein hohes Maß an körperlicher Fitness abverlangt. Unser 9-Wochen-Rodel-Workout für eine gesunde Brust- und Halswirbelsäule ist speziell für Trainingsanfänger konzipiert und macht euch fit für den nächsten Rodel-Winter.

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Unsere Naturbahnrodel-Asse zeigen euch die einzelnen Übungen und erklären euch welche Fehler es bei einer korrekten Bewegungsausführung zu vermeiden gilt. Das Workout baut sich mit dem System leicht, mittel und schwer über einen Zeitraum von 9 Wochen auf. Sowohl Übungen aus den Bereichen der Mobilisation, der Flexibilität sowie der Kräftigung sind Teil des Workouts und sorgen für eine gesunde und geschmeidige obere Rückenpartie.

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