Geschriebenstein – Radtour zum höchsten Berg des Burgenlandes

Im Rahmen der 9 Länder – 9 Gipfel Mission des Nationalteams der Naturbahnrodler aus Österreich haben sich Michael Scheikl und ich der Herausforderung gestellt, den höchsten Berg des Burgenlandes zu bezwingen.

von Bernd Neurauter | Rodel Austria Naturbahnrodel - Kaderathlet

Von der Steiermark zum höchsten Berg im Burgenland

Wer das Burgenland kennt, der weiß dass es sich nicht um einen richtig hohen Berg handeln kann. Im Nationalteam wurde im Vorfeld schon viel gescherzt und der höchste Berg vom Burgenland, der Geschriebenstein mit seinen 884m als Bodenwelle oder Hügel bezeichnet. Darum dachten wir uns, wir machen das Einfache etwas schwieriger und starten eine Rennradtour von Kindberg (Steiermark) zum Berg. Nach den ersten Routenplanungen war klar, das wird kein einfacher Ausflug. Um es in einem Tag hin und retour zu schaffen muss man schon ein richtiger Ausdauerfreak sein. Aber wir wären nicht zwei „verrückte“ Jungs, wenn wir uns der Herausforderung nicht gestellt hätten und die 250km mit rund 3500hm in Angriff genommen hätten. Außerdem stellt es ein gutes Training für den bevorstehenden Dreiländergiro in Nauders dar.

250 Kilometer und rund 3.500hm galt es zu bewältigen

Gesagt getan, starteten wir am 04.Juli um 6 Uhr morgens mit unseren Rennrädern, einem Camelbak, einigen Powerriegeln und Powergels sowie der obligatorischen Schlechtwetterausrüstung zum höchsten Berg des Burgenlandes.

Die notwendige Energie für unsere Tour zum Geschriebenstein sollten diverse Power-Gels liefern
Um die Monster-Tour zu bewältigen wird ausreichend Energie benötigt

Das Wetter wurde bis Mittag ziemlich stabil gemeldet. Allerdings sollten wir am Nachmittag den einen oder anderen Regenschauer abbekommen.

Der Semmering – die erste große Hürde

Der erste Abschnitt führte uns über den Weltcup- und Höhenluftkurort Semmering. Dieser Berg mit seinen 950m zählt eindeutig zu einem unserer liebsten Ausflugsziele, da sich auf der alten Landstraße nur wenig Verkehr bewegt und es daher richtig schön zum Radln ist. Weiter ging es dann mit einer kurzen Abfahrt Richtung Gloggnitz, wo wir uns dann bereits in Niederösterreich befanden.

Unsere erste Bergetappe in Richtung Burgenland und Geschriebenstein.
Über den Semmering nach Niederösterreich. Michael Scheikl (links) und Bernd Neurauter (rechts)

Dort angekommen fuhren wir über den Wechselpass (980m) in Richtung Aspang. Wir mussten leider eine kleine Ausweichroute in Kauf nehmen, da die direkteste Verbindung über einen Waldweg ging und dieser mit dem Rennrad nicht befahrbar gewesen wäre.

Bis zu diesem Zeitpunkt fühlten wir uns beide noch richtig topfit, wobei wir unser Reisetempo im Vergleich zu sonstigen Ausfahrten (mind. 30er Schnitt) relativ zurückgedreht hatten. Unser Ziel war es ja einfach nur die Tour zu finishen. Ab dem Wechsel ging es dann leicht abfallend in Richtung der Grenze zum Burgenland. Vom Wind verschont drückten wir den Schnitt weiter nach oben und hatten kurz vor dem Anstieg zum Geschriebenstein 28km/h Durchschnittsgeschwindigkeit und bereits über 100km am Tacho.

Dann kam die Bodelwelle die uns überraschte – der Geschriebenstein.

Doch dann kam die Bodenwelle und überraschte uns doch eindeutig. Galt es doch nochmals 500hm zu machen bei einem Anstieg mit teilweise 12%. Schön langsam machten wir uns Gedanken um die Heimreise. Galt es doch noch einmal alles retour zu fahren. Die Ausweichroute um eine schöne Runde zu fahren hätte noch mehr Kilometer und mehr zu bewältigende Höhenmeter bedeutet. Nach nicht einmal 5h und 126km waren wir dann bereits im Naturpark Geschriebenstein.

Noch eine halbe Stunde Fußmarsch

Dort mussten wir noch eine halbe Stunde Fußweg durch den Wald in Kauf nehmen um tatsächlich am höchsten Punkt zu stehen und ein Beweisfoto mit dem Gipfelkreuz zu schießen. Aber wer sein Rad liebt der schiebt es auch gern einmal über einen Waldweg.

Bernd Neurauter und Michael Scheikl. Rodel Stars am GeschriebensteinDank des mitgeführten Selfiesticks und der Gopro sind die Aufnahmen natürlich ziemlich cool geworden. Nach einer kurzen Verschnaufpause am Aussichtsturm und der leider immer schlechter werdenden Witterung gingen wir wieder zurück zur Passstraße um den Heimweg anzutreten.

9 Länder - 9 Gipfel. Rodel Austria Naturbahnrodel-Stars erklimmen die höchsten Berge Österreichs. Hier am Geschriebenstein im Burgenland
Am Gipfel des Geschriebensteins
Panorama vom Geschriebenstein - dem höchsten Berg im Burgenland
Panoramablick vom höchsten Punkt des Burgenlades

Der prognostizierte Regen setzte ein

Gleich bei der Abfahrt wurden wir vom Regen erwischt und wir hofften, dass wir jetzt nicht den ganzen Weg zurück dem Wetter ausgesetzt sind. Aber bereits im Tal lockerte es wieder auf und es hörte zu regnen auf. Schön langsam knurrten die Mägen und wir machten kurz halt bei einem Billa um unsere Trinkflaschen und Camelbaks wieder zu befüllen und etwas feste Nahrung außer den Powerriegeln und Powergels zu uns zu nehmen. Da durfte eindeutig eine Leberkässemmel nicht fehlen die uns wieder Kraft zur Weiterfahrt gab.

Warum haben wir uns das bloß angetan?

Danach radelten wir wieder weiter, wobei wir uns immer wieder mit der Führungsarbeit abwechselnden. Schön langsam bekam jeder von uns immer wieder einen Einbruch und es war richtig viel mentale Stärke notwendig. Denn nicht das Sitzfleisch oder die Kraft war unser größtes Hindernis, sondern die Frage warum haben wir uns das nur schon wieder angetan. Beim Anstieg über den Wechselpass fing es erneut zu schütten an und die Kräfte ließen immer mehr nach.

Der Regen setzt am Rückweg vom Geschriebenstein ein. Rodel Austria Naturbahnrodeln
Am Rückweg durch den Regen

Durch gegenseitiges Motivieren konnten wir uns jedoch noch bis nach Maria Schutz zum Kirchenwirt schleppen und vernaschten dort die wohl besten Krapfen die man essen kann. Dies sollte uns genug Energie für die Heimreise geben.

Wie durch ein Wunder hatten wir auch nach dem Semmering noch Glück mit dem Wind und konnten auf ein wenig Unterstützung hoffen. Nach 9 Stunden und 36 Minuten reiner Fahrzeit kamen wir zu Hause wieder an und legten dabei 252km zurück. Aufgezeichnet haben wir die Tour mit unsrer Polar M400.

Unsere Polar-Tourdaten. Von Kindberg in der Steiermark zum Geschriebenstein im Burgenland
Die Tourdaten im Überblick

8000kcal wurden verbrannt

Danach gab es noch ein gemeinsames Spaghetti essen um zumindest einen Teil der rund 8000kcal aufzufüllen. Jedoch merkten wir wie der Körper immer mehr nachließ und die Anstrengung sich bemerkbar machte. Zusammengefasst war es eine richtige geile Tour zwar richtig anstrengend aber wer uns beide kennt weiß, dass wir fast nichts Normales machen. Es macht auf jeden Fall Lust nach mehr und ich denke es wird nicht lange dauern und wir werden noch längere Distanzen abspulen.

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Großvenediger Skitour – seine weltalte Majestät!

9 Länder – 9 Gipfel, Rodel-Austria Naturbahn-Stars besteigen den jeweils höchsten Berg der österreichischen Bundesländer. Dieses mal widmeten wir uns den höchsten Berg von Salzburg – dem Großvenediger 3.657 m ü.A. Der Hauptgipfel der Venedigergruppe ist mit einer Höhe von 3.657 m der vierthöchste Berg Österreichs. Die Bezeichnung „weltalte Majestät“ stammt von Ignaz von Kürsinger, dem Initiator der Erstbesteigung des Großvenedigers. Er hatte nicht ganz unrecht, zählt doch der Großvenediger zu den beeindruckendsten Gletscherbergen der Ostalpen und bildet mit seinen sternförmig ausgerichteten Graten ein weites, majestätisches Dach aus Eis und Schnee. Durch seine exponierte Lage reicht der Gipfelblick bei Schönwetter bis zur Bernina und zum Ortler. Seine Besteigung gehört zweifelsohne zu den berühmtesten und lohnendsten Bergtouren in den Ostalpen.Der letzte Gipfelgrat am Großvenediger

von Gerhard Mühlbacher | Trainer Rodel Austria-Naturbahn

Der Großvenediger über den Nordanstieg

Der Venediger mit Ski ist zwar „nur“ eine hochalpine Gletschertour mit keinen außergewöhnlichen alpinistischen Schwierigkeiten, er bietet um diese Jahreszeit aber eine lohnende Skitour mit extrem kurzer Tragestrecke und in den meisten Fällen Firngenuss vom Feinsten auf traumhaften Hängen.

Von den 3 Anstiegen bleibt für den Salzburger Venedigerbesteiger ohnehin nur die Route über den Norden und das lange Obersulzbachtal. Also starteten wir am Samstag, den 27. Mai 2017 in aller Herrgottsfrühe von meiner Heimatgemeinde Bad Dürrnberg in Richtung Sulzau (Gemeinde Neukirchen am Großvenediger). Dort angekommen fahren wir weiter in südlicher Richtung durch das Obersulzbachtal bis wir den gebührenpflichtigen Parkplatz Hopffeldboden erreichen und dort unser Auto abstellen.

Ein echter Salzburger muss den Nordanstieg über das Obersulzbachtal nehmen!

Mit dem Venedigertaxi kann man bis zur Talstation der Materialseilbahn Kürsingerhütte die Tour bequem in einem Tag bewältigen – Ausdauerfreaks können den langen Weg durch das Obersulzbachtal auch mit dem Bike hinter sich bringen – diese Variante bleibt allerdings extremen Frühaufstehern vorbehalten.

Zwar ist man durch die bereits seit März geöffnete Kürsingerhütte nicht allein, die endlosen Weiten des Obersulzbachkees garantieren aber ausreichend Platz für herzhafte Schwünge.

Unsere Tour auf den höchsten Salzburger Gipfel in Bildern

An der Talstation der Materialseilbahn zur Kürsingerhütte startet unsere Großvenediger Tour. Rodel Austria Naturbahnrodeln

Start bei der Materialseilbahn – ganz hinten sieht man nicht wie die meisten denken den Großvenediger sondern den Großen Geiger. Ein nicht minder schöner Skiberg, der allerdings je nach Route und Schneelage größere Schwierigkeiten aufweist – 2015 konnten wir sogar einmal die Nordwand befahren (frontal am Bild ersichtlich – und bei der heurigen Schneelage undenkbar)

Hier am Gletschersee befand sich früher die türkische Zeltstadt.

Der Gletschersee an dem sich früher die türkische Zeltstadt (ein wild zerrissener Eisbruch) befand ist nach dem ersten Steilaufschwung schnell erreicht. Je nach Eisdicke kann man entweder gerade drüber gehen, oder man umgeht den See am Westufer entlang. Links der Bildmitte taucht bereits der Großvenediger auf.

Bei der Überquerung vom Gletschersee ist immer auf die Eisdicke zu achten.

Bei der Überquerung vom Gletschersee ist Vorsicht geboten. Die Eisdicke muss ständig aufs Neue beurteilt werden.

Sonnenaufgang am Großvenediger.

Inmitten unseres langen Gletscheraufstiegs kommt die Sonne hervor. Mittlerweile ist auch der Großvenediger mit seinem langen Nordgrat (schöne Sommertour mit leichter Kletterei) bestens im Bild.

Endlose Weiten des Obersulzbachkees. Aufstieg zum Großvenediger

…in den unendlichen Weiten des Obersulzbachkees.

Der Großvenediger mit seinem imposanten Eisabruch.

Auf dem Weg zur Venedigerscharte – in der Bildmitte der Großvenediger mit seinem imposanten Eisabbruch.

Die Venedigerscharte in der Bildmitte. Rodel Austria Naturbahnrodeln

Die Venedigerscharte in der Bildmitte. Von hier aus startet der letzte Anstieg zum Großvenediger rechts.

Am Großvenediger kurz vor der Venedigerscharte angekommen gibt es nochmals erhebliche Spaltengefahr.Spalte sind am gesamten Gletscher natürlich stets präsent – die im Sommer riesengroßen Spalten sind im Winter aber teils mit Unmengen von Schnee gefüllt – ein früher Aufbruch ist allerdings trotzdem unumgänglich.

Am Gipfel des Großvenedigers

Gipfelkreuz am Großvenediger

Nach einem 4,5 Stunden Aufstieg haben wir unser Ziel erreicht. Den höchsten Berg von Salzburg – den Großvenediger 3.657 m ü.A.

Der letzte Gipfelgrat am Großvenediger

Das letzte Stück auf den Gipfel ist im Sommer meist ein schmaler Grat – je nach Schneelage kann man im Winter aber sogar mit Skiern auf den Gipfel steigen.

Gipfelpanorama am Großvenediger.

Herrliches Panorama nach Norden mit Fernsicht bis Bayern, OÖ, etc. Durch seine exponierte Lage ist der Großvenediger einer der schönsten Aussichtsberge in der Gegend – auch wenn man das Gipfelglück meist mit vielen Bergsteigern teilt und die Fernsicht bis Venedig nur ein Märchen ist.

Ausblick vom Großvenediger

Tiefblick auf den Gletschersee und das Obersulzbachtal.

Keine Ameisen sondern Skifahrer….genügend Platz für eine schöne Spur bei der Abfahrt von der Venedigerscharte. Die Abfahrt bot uns Firngenuss vom Feinsten.

Rodel Austria Naturbahn - Skitour auf den höchsten Berg von Salzburg

Selbst die letzten Schneereste werden genutzt und wir können beinahe bis zum Ausgangspunkt abfahren.

Unsere Tourdaten im Überblick:

  • Ausgangspunkt: Talstation-Materialseilbahn-Kürsingerhütte (1.930m)
  • Endpunkt: Großvenediger (3.657m) – ca. 4,5 Stunden
  • zu bewältigende Höhenmeter: 1.727m
  • unsere Route: Talstation-Materialseilbahn Kürsingerhütte – Gletschersee Obersulzbachtal – Obersulzbachkees – Venedigerscharte – Großvenediger – Abstieg wie Aufstieg.
  • Die Tour wurde als Tagestour mit einer Gesamtdauer von ca. 7 Stunden von Gerhard Mühlbacher unternommen.

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Rodel-Ass Michael Scheikl | Red-Bull Ring Attacke 2017

Den Red Bull Ring mit reiner Muskelkraft und dem Fahrrad zu bezwingen war das Ziel aller „Ringattackierenden“ bei der Ring Attacke 2017. Dieses Rennen ist ein hartes, aber einzigartiges Erlebnis weilches im Grand-Prix-Modus ausgetragen wird. Es werden 25 Runden à 4,3 km gefahren, was eine Gesamtlänge von 107,5 km ergibt. Wie in der Formel 1 ist beim Grand-Prix-Modus das Rennen beendet, sobald der erste Fahrer die 25 Runden absolviert hat.

von Michael Scheikl / Rodel Austria-Kaderathlet

Lewis Hamilton war schneller

Laut Wikipedia liegt die offiziell schnellste Runde am Red Bull Ring in Spielberg bei 1:06,228 Minuten, gefahren von Lewis Hamilton 2016 in seinem Mercedes Formel 1 Wagen. Im Rahmen der Ring Attacke brauchte ich dabei mehr als sieben Mal so lange wie Lewis Hamilton (7:37 Minuten mit dem Fahrrad) .

Michael Scheikl gemeinsam mit Armin Assinger bei der Ring Attacke 2017
Fotocredit: Harald Tauderer

Armin Assinger lud mittlerweile bereits zum dritten Mal zur Ring Attacke nach Spielberg. Bekannte Persönlichkeiten wie René Haselbacher, Peter Wrolich, Lisa Hütthaler, Nicole Schmidhofer und auch  Armin Assinger persönlich waren am Start. Gefahren wurde im Rennmodus, wo das Rennen zu Ende war, sobald der erste Fahrer 25 Runden absolviert hatte.

Rennrodler Michael Scheikl, Armin Assinger und Extremradsportler Franz Preihs bei der Ring Attacke 2017
Michael Scheikl, Armin Assinger und Extremradsportler Franz Preihs

Der Red Bull Ring wird unter die Lupe genommen

Gemeinsam mit einem Freund und Mitstreiter (hochitom.at) machten wir uns am Sonntag den 28.05.2017 auf den Weg nach Spielberg. Am Ring angekommen, besorgten wir uns die Startnummern, sowie das obligatorische Goodie-Bag bevor wir uns auf den Weg machten, den Red Bull Ring näher unter die Lupe zu nehmen. Begonnen bei Start/Ziel schlenderten wir durch die Boxengasse in Richtung erster Kurve und zugleich erstem Anstieg.

Adjustiert und voller Vorfreude begaben wir uns 45 min vor Start auf die Piste. Über den Anstieg hinauf zur ersten Kurve, abgekürzt in Richtung Voestalpine- und Ziel-Kurve konnten wir uns locker einfahren und hatten erstmals Kontakt mit schadfreiem Asphalt und sehr großzügigen Kurven, wo normalerweise knapp 1000PS röhren.

Der Startschuss gibt das Rennen frei

Um 13:45 war es dann soweit und der Startschuss schallte über den Ring. Die erste Runde wurde noch neutralisiert gefahren, wobei neutralisiert eher für die Spitzenfahrer galt. In den nächsten Runden verteilte sich das Teilnehmerfeld über die gesamte Strecke und so konnte ich ein für mich recht gutes Tempo finden. Die ersten Runden absolvierte ich ohne Probleme.

Naturbahnrodel-Star Michael Scheikl geplagt von Krämpfen bei der Ring Attacke 2017
Michael Scheikl | Fotocredit: Heinz Feyerer

Absolutes Highlight, die Abfahrten. Hat man bereits nach Kurve zwei die ca. 65hm überwunden, geht es im Grunde nur noch bergab. Wenn man nicht gerade auf den Vordermann auffährt, ist ein Bremsen überflüssig. Die Gegebenheiten (schadfreier Asphalt, keine Steine oder andere Verschmutzung, großzügige Kurven…) sind perfekt, wie man Sie auf öffentlichen Straßen nie finden wird. Das Problem; um auch bergab so wenig Zeit wie möglich zu verlieren, musste weiterhin in die Pedale getreten werden.

Krämpfe machten die letzten Runden zur Qual

Ab Mitte des Rennens jedoch musste ich bergab etwas Tempo rausnehmen, um nicht für den in jeder Runde anstehenden, 12% steilen Anstieg keine „Körner“ mehr zu haben. Nach knapp über zwei Stunden Fahrzeit bei 30 Grad in der prallen Sonne, musste ich mich mit anklopfenden Krämpfen in den Oberschenkeln abmühen. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass die letzten Runden eine Qual werden.

Nach 2:55 Stunden Fahrzeit, 19 Runden und 81 Kilometern am Tacho, wurde ich an der Ziellinie abgewunken.

So froh ich auch war als ich das Ziel erreichte, eines war klar, nächstes Jahr WIEDER!!!

Rennrodelstar Michael Scheikl überquert die Ziellinie am Red Bull Ring
Michael Scheikl | Fotocredit: Heinz Feyerer

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Am 12. Dezember 1992 wurde im finnischen Rautavaara das erste Weltcuprennen in der Geschichte des Naturbahnrodelsports ausgetragen. Mittlerweile sind 25 Jahre vergangenen und es wurden unzählige Siege in den einzelnen Rennrodel-Disziplinen gefeiert. In den vorangegangenen Beiträgen haben wir die erfolgreichsten Weltcupsieger im Damen– und Herren Einsitzer gekürt. Jetzt wollen wir der Frage auf den Grund gehen wer die erfolgreichsten Duos in der Sparte Doppelsitzer sind.

Erfolgreichste Weltcupsieger im Doppelsitzer

Rang Name Nation Siege Zweite Dritte Total
1 Patrick Pigneter | Florian Clara* ITA 42 11 7 60
2 Pawel Porschnev | Ivan Lazarev* RUS 19 31 13 63
3 Reinhard Beer | Herbert Kögl AUT 18 17 9 44
4 Helmut Ruetz | Andreas Ruetz AUT 15 10 7 32
5 Andrzey Laszczak | Damian Wanicek POL 10 7 8 25
6 Armin Mair | David Mair ITA 7 3 3 13
7 Christian Schatz | Gerhard Mühlbacher AUT 5 3 13 21
8 Almir Betemps | Corrado Herin ITA 5 2 0 7
9 Christian Schopf | Andreas Schopf AUT 4 7 11 22
10 Arnold Lunger  | Günther Steinhauser ITA 4 1 0 5

*noch aktiv / Stand Mai 2017


1. Patrick Pigneter | Florian Clara (ITA)

Die Rennrodel Stars Patrick Pigneter und Florian Clara beim Weltcuprennen 2017 in Zelezniki-Slowenien
Pigneter | Clara (ITA) Foto: ÖRV-Chris Walch

Mit 42 Weltcupsiegen sind die beiden italienischen Superstars Patrick Pigneter und Florian Clara die unangefochtene Nummer 1 in der Bestenliste. Patrick Pigneter gelingt sogar das Kunststück bisher sowohl die meisten Weltcupsiege im Doppelsitzer, als auch im Herren Einsitzer erzielt zu haben.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
42 11 7

60


2. Pawel Porschnev | Ivan Lazarev (RUS)

Die beiden Russen Porschnev und Lazarev auf dem Weg zum Gesamtweltcupsieg 2016-2017 im Rennrodeln auf Naturbahn
Porschnov | Lazarev (RUS) Foto: ÖRV-Chris Walch

Bereits im Januar 2002 bestritten die beiden Russen ihr erstes Weltcuprennen und konnten seither 19 Siege und 63 Podestplatzierungen erzielen. Bezogen auf Top 3 Ergebnissen sind sie sogar die erfolgreichsten Doppelsitzer überhaupt. In der Saison 2016/17 konnten sie außerdem den Gesamtweltcup gewinnen.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
19 31 13

63


3. Reinhard Beer | Herbert Kögl (AUT)

Reinhard Beer und Herbert Kögl-Rodeln-Naturbahnrodler aus Österreich

Von 1995 bis 2007 bildeten die beiden Österreicher eines der erfolgreichsten Doppelsitzerpaare. Mit 18 Weltcupsiegen platzieren sich Reinhard und Herbert nur knapp hinter den beiden Russen auf Rang 3 in der ewigen Bestenliste an Weltcupsiegen. Herbert Kögl ist dem Naturbahnrodelsport als Materialchef des deutschen Nationalteams erhalten geblieben.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
18 17 9

44


4. Helmut Ruetz | Andreas Ruetz (AUT)

Andreas Ruetz und Helmut Ruetz sind ehemalige Naturbahnrodel und Rennrodel-Stars aus Österreich

Andreas und Helmut Ruetz haben im Doppelsitzer alles gewonnen was es zu gewinnen gibt. Trotz ihrem frühen Karriereende zählen sie zu den erfolgreichsten Naturbahnrodlern aller Zeiten. Im Dezember 1992 konnten die beiden das erste Weltcuprennen der Geschichte im Doppelsitzer gewinnen.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
15 10 7

32

5. Andrzej Laszczak | Damian Waniczek (POL)

Die beiden polnischen Rennrodler auf Naturbahn bei der Europameisterschaft 2010
Laszczak | Waniczek (POL)

Das polnische Doppelsitzerpaar Laszczak | Waniczek konnte insgesamt 10 Weltcupsiege und 25 Podestplatzierungen erreichen. Als bisher einzigem polnischen Duo gelang den beiden in der Saison 2001/2002 das Kunststück den Gesamtweltcup im Doppelsitzer zu gewinnen.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
10 7 8

25


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Funktionelles Training liegt voll im Trend und erlebt einen ziemlichen Boom. Doch was ist das besondere daran und macht es auch wirklich Sinn? Mit diesem Beitrag will ich euch die Thematik etwas näherbringen.

von Dipl. Sportwiss. Univ. Michael Ernst | Trainer im Österreichischen Rodelverband

Funktionell trainieren wie die Weltmeister!

Beim funktionellen Training wird das Augenmerk, weniger auf das Trainieren von Muskeln gelegt, sondern auf das Ausüben von gezielten oft instabilen Bewegungen. Man trainiert sehr viel mit dem eigenem Körpergewicht und mit komplexen Bewegungsabläufen. Im klassischen Krafttraining wird ein Muskel oder eine Muskelgruppe oft an Geräten isoliert trainiert. Früher wollte man Muskeln möglichst groß und stark machen, heute will man mit funktionellem Training die Funktionalität des Körpers erhöhen.

Man könnte auch sagen, es werden im Vergleich zum klassischen Krafttraining, nicht nur Muskeln trainiert, sondern das sogenannte Sensomotorische System.

Der Fokus wird auf das Zusammenspiel von Gehirn, Muskeln und Nerven gelegt.

Rodel Austria Sportler-Michael Scheikl trainiert funktionell mit dem TRX Rip-Trainer
Michael Scheikl trainiert mit dem TRX Rip-Trainer. Foto: W+K Photo

Warum funktionelles Training?  

Stellt euch vor Ihr wollt eine Liegestütze auf einem wackligen Untergrund machen? Was nützt es wenn die Kraft dafür zwar vorhanden wäre, die Stabilität aber fehlt und man umfällt?

Was nützt ein starker Muskel, wenn er nicht richtig angesteuert werden kann?

Das „Gefühl“ für einen Muskel bzw. eine Muskelkette hängt von der Innervierung der Muskeln ab. D.h. wie gut ist dieser Muskel über Nervenbahnen mit dem Gehirn, dem zentralen Nervensystem und anderen Muskeln verbunden. Deshalb ist im Funktionellen Training ein grundlegender Aspekt die Stabilisation des Körpers, insbesondere des Rumpfs. Bei instabilen Übungen, muss man sich in die Bewegung mehr „reinfühlen“, als bei stabilisierten Bewegungen, hierbei werden neuronale Strukturen mehr trainiert.

Wirbelsäule, Rücken und Bauchmuskulatur bilden das Zentrum des Körpers. Ist das Zentrum nicht stabil, so wirkt sich das immer Negativ auf eine Bewegung aus. Egal ob das beim Tennis, Ringen, Klettern oder beim Rodeln ist. Grundsätzlich gilt umso besser der Körper beherrscht wird umso besser lässt sich auch der Schläger, Ball, die Kletterwand oder die Rodel beherrschen.

Für wen ist funktionelles Training geeignet?

Grundsätzlich ist die Trainingsart für jeden geeignet. Der Trainer sollte allerdings die Individuelle Leistungsfähigkeit und mögliche Schwachstellen des trainierenden kennen.

Welche Vorteile bringt funktionelles Training?

Der größte Vorteil gegenüber dem klassischen Krafttraining ist die enorme Verbesserung der Körperbeherrschung, die beim klassischen Training nur bedingt erzielt wird. Es hat aber noch auf viele andere Punkte eine sehr positive Punkte Wirkung:

  • Balance
  • Körperspannung
  • Körper Haltung
  • Verletzungsprophylaxe
  • Mentale Prozesse
  • Kraft
  • Ausdauer
  • Reaktionsfähigkeit
  • Körpergefühl

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Naturbahnrodeln, der Ralleysport auf Eis und eine der spektakulärsten Wintersportarten überhaupt, blickt mittlerweile auf eine 25-jährige Weltcup-Tradition zurück. Ein rasanter Sport, oft ein Hundertstelkrimi der dem Athleten alles abverlangt. Über Sieg oder Niederlage entscheiden waghalsige Lenk- und Bremsmanöver auf spiegelglatten Eisbahnen bei Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/H. Aber wer sind die Protagonisten die diesen Sport in den vergangenen Jahren besonders prägen konnten?

Erfolgreichste Weltcupsieger im Herren Einsitzer

Rang

Name Nation Siege Zweite Dritte Total

1

Patrick Pigneter*

ITA 46 17 5 68

2

Anton Blasbichler

ITA 20 13 18 51

3

Gerhard Pilz

AUT 19 9 13 41

4

Thomas Kammerlander*

AUT 8 7 12 27

5

Reinhard Gruber

ITA 6 4 2 12

6

Martin Gruber

ITA 5 10 4

19

7

Franz Obrist

ITA 5 4 5

14

8

Ferdinand Hirzegger

AUT 5 2 4

11

9

Alex Gruber*

ITA 4 8 8

20

10

Gernot Schwab

AUT 4 7 11

22

*noch aktiv / Stand Mai 2017

1. Patrick Pigneter (ITA)

Patrick Pigneter der Rodel-Superstar aus Italien auf dem Weg zum Sieg beim Weltcuprennen 2016 im Kühtai/Tirol
Patrick Pigneter (ITA) – Foto: Chris Walch

Patrick ist der Mister Naturbahn und hat den Rennrodelsport auf Naturbahn revolutioniert.

Er ist und bleibt der größte Naturbahnrodler aller Zeiten. Niemand konnte mehr Siege einfahren als Patrick Pigneter. Unglaubliche 46 mal konnte er bisher vom obersten Treppchen herunterlachen. Und wer Patrick kennt, weiß, er wird alles daran setzen noch weitere Siege und Triumphe einzufahren.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt

46

17 5

68


2. Anton Blasbichler (ITA)

Der Naturbahnrodler Anton Blasbichler aus Italien beim Weltcuprennen im Kühtai 2014
Anton Blasbichler (ITA) – Foto: W+K Photo

Anton Blasbichler startete insgesamt 23 Jahre im Weltcup und prägte diesen maßgeblich mit. Nach insgesamt 51 Podesplätzen (davon 20 Siege), beendete „Toni“ nach der Saison 2014/15 im Alter von 43 Jahren seine erfolgreiche Karriere. Mittlerweile ist er als Trainer der italienischen Juniorenmannschaft tätig und somit dem Naturbahnrodel-Sport erhalten geblieben.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
20 13 18

51


3. Gerhard Pilz (AUT)

gerhard-pilz-rodel-austria-naturbahn-04
Gerhard Pilz (AUT)

Als bester Österreicher landet Gerhard Pilz im Ranking der erfolgreichsten Weltcupsieger auf Rang 3. Der 5-fache Weltmeister aus Oberösterreich war der erste Weltcupsieger (Rautavaara 1992) in der Geschichte und beendete nach der Saison 2006/2007 im Alter von 41 Jahren seine einzigartige Karriere.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt

19

9 13

41


4. Thomas Kammerlander (AUT)

Österreichs Rodel Star Thomas Kammerlander gewinnt mit dem Sieg beim Weltcuprennen in Umhausen erstmals den Gesamtweltcup im Rennrodeln auf Naturbahn
Thomas Kammerlander (AUT) – Foto: Chris Walch

Österreichs aktuell erfolgreichster Naturbahnrodler im Herren Einsitzer landet bereits auf Rang 4 der ewigen Bestenliste. Thomas Kammerlander gelang das Kunststück die 11-jährige Dominanz von Patrick Pigneter im Gesamtweltcup der Herren im Winter 2016/17 zu durchbrechen.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt

8

7 12

27

5. Reinhard Gruber (ITA)

Mit Reinhard Gruber landet ein weiterer Italiener in den Top 5 der ewigen Bestenliste. Der Weltmeister von 1998 erzielte insgesamt 6 Weltcupsiege und beendete 2002 bereits im Alter von 25 Jahren seine Karriere.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt

6

4 2

12


Naturbahnrodel Weltcup | Saison 2015/2016

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Der Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn wurde erstmals in der Saison 1992/93 ausgetragen. Der 12. Dezember 1992 ist somit der Geburtstag des Naturbahnrodel-Weltcup, denn an jenem Tag ging das erste Rennen im finnischen Rautavaara über die Bühne. Bis heute fanden 147 Weltcup-Rennen an 46 verschiedenen Veranstaltungsorten in 11 Ländern statt. Der Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn feiert also sein 25-jähriges Jubiläum. Grund genug für uns, einen Blick zurückzuwerfen und uns folgender Frage zu widmen: Wer sind die erfolgreichsten Naturbahnrodler/innen im Weltcup? Wir machen den Anfang bei den Damen. Also wer sind die erfolgreichsten Athletinnen der letzten 25 Jahre?

Erfolgreichste Weltcupsiegerinnen im Damen Einsitzer

Rang

Name Nation Siege Zweite Dritte

Total

1

Ekaterina Lavrentjeva RUS 55 21 11 87

2

Elvira Holzknecht AUT 16 8 6 30

3

Renate Gietl ITA 15 19 15 49

4

Sonja Steinacher ITA 14 12 12 38

5

Evelin Lanthaler ITA 9 11 13 33

6

Irene Zechner AUT 9 6 2

17

7 Ljubov Panjutina RUS 5 7 6

18

8 Christa Gietl ITA 5 4 9

18

9 Sandra Mariner AUT 4 10 13

27

10 Greta Pinggera ITA 4 9 6

19

1. Ekaterina Lavrentjeva (RUS)

Ekaterina Lavrentjeva ist die erfolgreichste Rodlerin auf Naturbahn. Die Rennrodlerin hat bis heute insgesamt 55 Weltcupsiege eingefahren
Ekaterina Lavrentjeva – Foto: W+K Photo
Ekaterina Lavrentjeva aus Russland beim Rodel Weltcup im Kühtai in Tirol.
Ekaterina Lavrentjeva – Foto: W+K Photo

Ekaterina Lavrentjeva ist die Grande Dame und die unangefochtene Nummer 1 unter allen Naturbahnrodlerinnen.

Sage und schreibe 55 Weltcupsiege und insgesamt 87 Podesplatzierungen konnte die in Kandalakscha geborene Russin bis bis heute für sich einfahren. Diese einzigartige und herausragende Bestmarke wird vermutlich noch lange bestehen bleiben. In der vergangenen Saison legte Ekaterina eine Babypause ein, ob sie im kommenden Winter 2017/18 wieder in den Weltcup einsteigen wird steht noch nicht fest.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt

55

21 11

87


2. Elvira Strigl – geb. Holzknecht (AUT)

Die erfolgreiche Rodlerin aus dem Ötztal landet auf Platz 2 im Ranking der erfolgreichsten Rodlerinnen aller Zeiten.
Elvira Strigl (geb. Holzknecht)

Elvira Holzknecht war in den 1990er Jahren das Maß aller Dinge. Nicht zuletzt aufgrund mehrerer schwerer Verletzungen beendete die Tirolerin nach der Saison 2002/2003 ihre erfolgreiche Karriere. Stolz kann sie auf 16 Weltcupsiege zurückblicken.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
16 8 6

30


3. Renate Gietl (ITA)

Renate Gietl hat im Rennrodeln auf Naturbahn 15 Weltcupsiege erreicht und zählt damit zu den erfolgreichsten Sportlerinnen dieser Sportart.
Renate Gietl

Die sympatische Italienerin gab ihr Weltcupdebut in der Saison 1999/2000. Sie war in den darauffolgenden Jahren die ewige Kontrahentin von Ekaterina Lavrentjeva. Auch wenn Renate Gietl nicht die selbe Anzahl an Weltcupsiegen wie die Russin einfahren konnte, finden wir sie trotzdem zurecht im Ranking unter den Top 3. Kurz vor der Weltcupsaison 2012/2013 gab Renate überraschend ihren Rücktritt bekannt.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
15 19 15

49


4. Sonja Steinacher (ITA)

Sonja Steinacher gewann den Red Bull Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn 2000
Sonja Steinacher (Bildmitte)

In der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre und zu Beginn der 2000er-Jahre gehörte Sonja Steinacher zu den erfolgreichsten Sportlerinnen im Naturbahnrodeln. 14 Weltcupsiege stehen auf ihrer Habenseite. Nach der Saison 2002/2003 beendete Steinacher im Alter von 27 Jahren ihre erfolgreiche Karriere.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
14 12 12

38


5. Evelin Lanthaler (ITA)

Evelin Lanthaler auf dem Weg zu Platz 3 beim Rodel Weltcup im Kühtai in Tirol
Evelin Lanthaler-Foto: Chris Walch

Evelin Lanthaler beim Rodel Weltcuprennen in Umhausen im Ötztal/Tirol

Trotz ihrer noch jungen Jahre landet Evelin Lanthaler bereits in den Top 5 des Rankings der meisten Naturbahnrodel-Weltcupsiege. Evelin ist seit der Saison 2007/2008 fixer Bestandteil des italienischen Weltcup-Teams. Bis heute konnte Evelin bereits 9 Weltcupsiege einfahren. Evelin Lanthaler ist noch aktiv und wird sicherlich alles daran setzen dass noch der eine oder andere Sieg dazu kommen wird.

1. Plätze
2. Plätze
3. Plätze
Gesamt
9 11 13

33

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Seltenes Glück – allein am Hohen Dachstein

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Seltenes Glück – allein am Hohen Dachstein

Der Hohe Dachstein ist für uns Österreicher mehr als einfach nur ein Berg. Zwar mag der Hohe Dachstein mit seinen 2.995 m. ü. A. nur der zweithöchste Gipfel der nördlichen Kalkalpen sein, aber das Dachsteinmassiv ist mit Sicherheit ihr bekanntestes Stück. Viel mehr noch, er gehört mit seiner markanten Gipfelform, den stolzen Gletschern sowie seinen mächtigen Südwänden zu den eindruckvollsten und schönsten Gebirgszügen im Alpenraum. Über seinen majestätischen Gipfel verläuft die Landesgrenze zweier österreichischer Bundesländer und damit ist der Hohe Dachstein auch der sprichwörtliche Höhepunkt sowohl der Steiermark als auch von Oberösterreich. Auf der Schattenseite seiner Gipfel erstrecken sich die östlichsten Gletscher von Österreich. Auch wenn sie sich wie überall im Alpenraum stark im Schwund befinden. Seit 1997 ist die Region Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut UNESCO Weltkulturerbe. Aber nun genug der schmeichelnden Worte, wir haben uns den Hohen Dachstein als Skitour von der Nordseite aus vorgenommen. Die Tour vom vorderen Gosausee über den Gosaugletscher und den Westgrat ist wohl eine der schönsten Seiten die der Dachstein zu bieten hat.Vor allem auch weil die Nordseite meist von den Menschenmassen verschont bleibt die im Süden der Versuchung erlegen sich mit der Bahn eine kleine Aufstiegshilfe zu nehmen. Vermutlich sind es die über 2000 Höhenmeter, die beachtliche Strecke sowie der längere Westgrat-Klettersteig, der im Winter oft mit Eis und Schnee gespickt ist, die einem auf dieser Route meist zu einem Gefühl der Einsamkeit verhelfen.

Tourbericht von Gerhard Mühlbacher / Rodel Austria-Naturbahn Trainer

Wir starten unsere Tour am vorderen Gosausee. Genauer gesagt am Gasthof Gosausee (940m) wo wir unser Auto bequem parken können.

Das Rad wird am hinteren Gosausee geparkt. Ab hier geht es dann zu Fuß weiter.
Die Räder werden am hinteren Gosausee geparkt

Auf den ersten 230 zu bewältigenden Höhenmetern bedienen auch wir uns einem kleinen Hilfsmittel. Die Strecke vom vorderen bis hinauf zum hinteren Gosausee (1.160m) legen wir mit unserem Bike zurück. Danach ist ein Fußmarsch bis zur Schneegrenze angesagt, bevor man mit den Skiern über die unendlichen Weiten des Gosaugletschers bis zur oberen Windlucke aufsteigt.

Der Aufstieg über den Gosaugletscher in Bildern

Mit den Skiern verlieren wir uns in den Weiten des Gosaugletschers. Immer mit dem Endziel den Hohen Dachstein steigen wir weiter hoch. Die bizarren Felsformationen wie hinten die Eiskarlspitze sind dabei unser ständiger Begleiter.
Die Weiten des Gosaugletschers mit den bizarren Felsformationen – im Hintergrund Eiskarlspitze
In der Bildmitte lacht uns nicht nur die Sonne sonder auch stets der Hohe Dachstein an. Rechts davon streckt sich die Mitterspitz gen Himmel.
In der Bildmitte lacht stets der Hohe Dachstein herunter – rechts der Mitterspitz
Der Hohe Dachstein vom Gosaugletscher aus gesehen. Vom Gipfel rechts ist der gesamte Westgrat einzusehen.
Der Hohe Dachstein in groß. Vom Gipfel rechts können wir mittlerweile den gesamten Westgrat einsehen
Auf den letzten Metern zur oberen Windlucke. Je höher man kommt desto verschneiter und winterlicher werden die Felswände ringsum.
Die verschneiten Felswände ringsum. Kurz vor der oberen Windlucke.

Der Westgrat – im Winter nichts für Anfänger

Hier auf 2.740 m. ü. A. beginnt der Westgrat Klettersteig. Der Klettersteig ist zwar nicht besonders schwer aber im Winter trotzdem nichts für Anfänger. Im Sommer ist er komplett versichert, im Winter müssen jedoch aufgrund von eingeschneiten Seilen und vereisten Felsen einige Stellen meist ungesichert und mit Steigeisen und Pickel bezwungen werden.

Gerhard Mühlbacher beim Aufstieg über den Westgrat zum Hohen Dachstein. Einige Stellen müssen dabei ungesichert passiert werden.
Gerhard Mühlbacher am Westgrat
Der Rodel Austria Naturbahn Trainer Gerhard Mühlbacher am tief winterlichen Westgrat des Hohen Dachstein mit Pickel und Steigeisen.
der tief winterliche Westgrat
Am Westgrat des winterlichen Dachsteins. Rodel Austria Naturbahn Trainer Gerhard Mühlbacher
die Strapazen nehmen offensichtich zu
Am Westgrat zum Hohen Dachstein ergeben sich immer wieder herrliche Tiefblicke mit weit berhängenden Schneewechten
immer wieder eröffnen sich uns herrliche Tiefblicke

Gipfelglück – allein am Hohen Dachstein

Die Aussicht am Hohen Dachstein ist grandios und wird eigentlich nur durch die Erdkrümmung begrenzt.
Gipfelkreuz am Hohen Dachstein

Selten genug auf einen der prominentesten Gipfel Österreichs allein stehen zu dürfen. Und dies noch dazu bei herrlichem Bergwetter und beinahe wolkenlosem Himmel. Es bietet sich uns ein magisches Gipfelpanorama in 2.995 Meter Höhe, das jeder Bergfreund einmal im Leben gesehen haben sollte. Läppische 5 Meter fehlen dem König Dachstein zum „waschechten“ 3000er. Trotzdem landet er aufgrund seiner Schartenhöhe von 2.136m auf Platz 8 der prominentesten Berge der Alpen. Und die grandiose Gipfel-Aussicht über weite Teile Österreichs unterstreicht dieses Ranking allemal.

Rodel Austria Naturbahn Trainer Gerhard am Gipfel des Hohen Dachsteins angekommen
Gerhard Mühlbacher – Gipfelglück am Hohen Dachstein
Die Aussicht vom Hohen Dachstein in Richtung Hohe Tauern. Großglockner, Wiesbachhorn und Großvenediger sind zum Greifen nahe.
Die Hohen Tauern. Großglockner, Wiesbachhorn und Großvenediger um nur einige zu nennen
Auch unser Ausgangspunkt der vordere Gosausee ist im Tal erkennbar. Am Horizont sieht man bis in den Flachgau – links hinten der Untersberg, rechts hinten der Schafberg, beide noch mit Schnee bedeckt.
Unser Ausgangspunkt der vordere Gosausee.

Seltenes Glück am Hohen Dachstein

Wir hatten an diesem Tag das seltene Glück, dass die guten Schneeverhältnisse eine Abfahrt mit Skiern über den kompletten Westgrat zuließen – ein für mich bislang einzigartiges Erlebnis, welches durch seine Steilheit zur Nachahmung aber nur bedingt geeignet und auch nur bei ausgezeichneten Schneeverhältnissen möglich ist.

Übersicht über die Westgratabfahrt. Am rechten Bildrand sieht man das Skidepot, von wo die meisten Skispuren starten
Übersicht über die Westgratabfahrt

Unsere Tourdaten im Überblick:

  • Ausgangspunkt: Parkplatz am vorderen Gosausee (940m)
  • Endpunkt: Hoher Dachstein (2.995m) – ca. 5,5 Stunden
  • zu bewältigende Höhenmeter: 2.055m
  • unsere Route: Vorderer Gosausee – hinterer Gosausee (mit Bike) – Gosaugletscher – obere Windlucke – Westgrat – Abstieg wie Aufstieg
  • Die Tour wurde als Tagestour mit einer Gesamtdauer von ca. 8 Stunden von Gerhard Mühlbacher unternommen.

 

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