9 Länder - 9 Gipfel Outdoor

Großvenediger Skitour – seine weltalte Majestät!

Gipfelpanorama am Großvenediger.

9 Länder – 9 Gipfel, Rodel-Austria Naturbahn-Stars besteigen den jeweils höchsten Berg der österreichischen Bundesländer. Dieses mal widmeten wir uns den höchsten Berg von Salzburg – dem Großvenediger 3.657 m ü.A. Der Hauptgipfel der Venedigergruppe ist mit einer Höhe von 3.657 m der vierthöchste Berg Österreichs. Die Bezeichnung „weltalte Majestät“ stammt von Ignaz von Kürsinger, dem Initiator der Erstbesteigung des Großvenedigers. Er hatte nicht ganz unrecht, zählt doch der Großvenediger zu den beeindruckendsten Gletscherbergen der Ostalpen und bildet mit seinen sternförmig ausgerichteten Graten ein weites, majestätisches Dach aus Eis und Schnee. Durch seine exponierte Lage reicht der Gipfelblick bei Schönwetter bis zur Bernina und zum Ortler. Seine Besteigung gehört zweifelsohne zu den berühmtesten und lohnendsten Bergtouren in den Ostalpen.Der letzte Gipfelgrat am Großvenediger

von Gerhard Mühlbacher | Trainer Rodel Austria-Naturbahn

Der Großvenediger über den Nordanstieg

Der Venediger mit Ski ist zwar „nur“ eine hochalpine Gletschertour mit keinen außergewöhnlichen alpinistischen Schwierigkeiten, er bietet um diese Jahreszeit aber eine lohnende Skitour mit extrem kurzer Tragestrecke und in den meisten Fällen Firngenuss vom Feinsten auf traumhaften Hängen.

Von den 3 Anstiegen bleibt für den Salzburger Venedigerbesteiger ohnehin nur die Route über den Norden und das lange Obersulzbachtal. Also starteten wir am Samstag, den 27. Mai 2017 in aller Herrgottsfrühe von meiner Heimatgemeinde Bad Dürrnberg in Richtung Sulzau (Gemeinde Neukirchen am Großvenediger). Dort angekommen fahren wir weiter in südlicher Richtung durch das Obersulzbachtal bis wir den gebührenpflichtigen Parkplatz Hopffeldboden erreichen und dort unser Auto abstellen.

Ein echter Salzburger muss den Nordanstieg über das Obersulzbachtal nehmen!

Mit dem Venedigertaxi kann man bis zur Talstation der Materialseilbahn Kürsingerhütte die Tour bequem in einem Tag bewältigen – Ausdauerfreaks können den langen Weg durch das Obersulzbachtal auch mit dem Bike hinter sich bringen – diese Variante bleibt allerdings extremen Frühaufstehern vorbehalten.

Zwar ist man durch die bereits seit März geöffnete Kürsingerhütte nicht allein, die endlosen Weiten des Obersulzbachkees garantieren aber ausreichend Platz für herzhafte Schwünge.

Unsere Tour auf den höchsten Salzburger Gipfel in Bildern

An der Talstation der Materialseilbahn zur Kürsingerhütte startet unsere Großvenediger Tour. Rodel Austria Naturbahnrodeln

Start bei der Materialseilbahn – ganz hinten sieht man nicht wie die meisten denken den Großvenediger sondern den Großen Geiger. Ein nicht minder schöner Skiberg, der allerdings je nach Route und Schneelage größere Schwierigkeiten aufweist – 2015 konnten wir sogar einmal die Nordwand befahren (frontal am Bild ersichtlich – und bei der heurigen Schneelage undenkbar)

Hier am Gletschersee befand sich früher die türkische Zeltstadt.

Der Gletschersee an dem sich früher die türkische Zeltstadt (ein wild zerrissener Eisbruch) befand ist nach dem ersten Steilaufschwung schnell erreicht. Je nach Eisdicke kann man entweder gerade drüber gehen, oder man umgeht den See am Westufer entlang. Links der Bildmitte taucht bereits der Großvenediger auf.

Bei der Überquerung vom Gletschersee ist immer auf die Eisdicke zu achten.

Bei der Überquerung vom Gletschersee ist Vorsicht geboten. Die Eisdicke muss ständig aufs Neue beurteilt werden.

Sonnenaufgang am Großvenediger.

Inmitten unseres langen Gletscheraufstiegs kommt die Sonne hervor. Mittlerweile ist auch der Großvenediger mit seinem langen Nordgrat (schöne Sommertour mit leichter Kletterei) bestens im Bild.

Endlose Weiten des Obersulzbachkees. Aufstieg zum Großvenediger

…in den unendlichen Weiten des Obersulzbachkees.

Der Großvenediger mit seinem imposanten Eisabruch.

Auf dem Weg zur Venedigerscharte – in der Bildmitte der Großvenediger mit seinem imposanten Eisabbruch.

Die Venedigerscharte in der Bildmitte. Rodel Austria Naturbahnrodeln

Die Venedigerscharte in der Bildmitte. Von hier aus startet der letzte Anstieg zum Großvenediger rechts.

Am Großvenediger kurz vor der Venedigerscharte angekommen gibt es nochmals erhebliche Spaltengefahr.Spalte sind am gesamten Gletscher natürlich stets präsent – die im Sommer riesengroßen Spalten sind im Winter aber teils mit Unmengen von Schnee gefüllt – ein früher Aufbruch ist allerdings trotzdem unumgänglich.

Am Gipfel des Großvenedigers

Gipfelkreuz am Großvenediger

Nach einem 4,5 Stunden Aufstieg haben wir unser Ziel erreicht. Den höchsten Berg von Salzburg – den Großvenediger 3.657 m ü.A.

Der letzte Gipfelgrat am Großvenediger

Das letzte Stück auf den Gipfel ist im Sommer meist ein schmaler Grat – je nach Schneelage kann man im Winter aber sogar mit Skiern auf den Gipfel steigen.

Gipfelpanorama am Großvenediger.

Herrliches Panorama nach Norden mit Fernsicht bis Bayern, OÖ, etc. Durch seine exponierte Lage ist der Großvenediger einer der schönsten Aussichtsberge in der Gegend – auch wenn man das Gipfelglück meist mit vielen Bergsteigern teilt und die Fernsicht bis Venedig nur ein Märchen ist.

Ausblick vom Großvenediger

Tiefblick auf den Gletschersee und das Obersulzbachtal.

Keine Ameisen sondern Skifahrer….genügend Platz für eine schöne Spur bei der Abfahrt von der Venedigerscharte. Die Abfahrt bot uns Firngenuss vom Feinsten.

Rodel Austria Naturbahn - Skitour auf den höchsten Berg von Salzburg

Selbst die letzten Schneereste werden genutzt und wir können beinahe bis zum Ausgangspunkt abfahren.

Unsere Tourdaten im Überblick:

  • Ausgangspunkt: Talstation-Materialseilbahn-Kürsingerhütte (1.930m)
  • Endpunkt: Großvenediger (3.657m) – ca. 4,5 Stunden
  • zu bewältigende Höhenmeter: 1.727m
  • unsere Route: Talstation-Materialseilbahn Kürsingerhütte – Gletschersee Obersulzbachtal – Obersulzbachkees – Venedigerscharte – Großvenediger – Abstieg wie Aufstieg.
  • Die Tour wurde als Tagestour mit einer Gesamtdauer von ca. 7 Stunden von Gerhard Mühlbacher unternommen.

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