Dies und Das

Rodel-Ass Michael Scheikl | Red-Bull Ring Attacke 2017

Naturbahnrodler Michael Scheikl mit Armin Assinger und Franz Preihs

Den Red Bull Ring mit reiner Muskelkraft und dem Fahrrad zu bezwingen war das Ziel aller „Ringattackierenden“ bei der Ring Attacke 2017. Dieses Rennen ist ein hartes, aber einzigartiges Erlebnis weilches im Grand-Prix-Modus ausgetragen wird. Es werden 25 Runden à 4,3 km gefahren, was eine Gesamtlänge von 107,5 km ergibt. Wie in der Formel 1 ist beim Grand-Prix-Modus das Rennen beendet, sobald der erste Fahrer die 25 Runden absolviert hat.

von Michael Scheikl / Rodel Austria-Kaderathlet

Lewis Hamilton war schneller

Laut Wikipedia liegt die offiziell schnellste Runde am Red Bull Ring in Spielberg bei 1:06,228 Minuten, gefahren von Lewis Hamilton 2016 in seinem Mercedes Formel 1 Wagen. Im Rahmen der Ring Attacke brauchte ich dabei mehr als sieben Mal so lange wie Lewis Hamilton (7:37 Minuten mit dem Fahrrad) .

Michael Scheikl gemeinsam mit Armin Assinger bei der Ring Attacke 2017
Fotocredit: Harald Tauderer

Armin Assinger lud mittlerweile bereits zum dritten Mal zur Ring Attacke nach Spielberg. Bekannte Persönlichkeiten wie René Haselbacher, Peter Wrolich, Lisa Hütthaler, Nicole Schmidhofer und auch  Armin Assinger persönlich waren am Start. Gefahren wurde im Rennmodus, wo das Rennen zu Ende war, sobald der erste Fahrer 25 Runden absolviert hatte.

Rennrodler Michael Scheikl, Armin Assinger und Extremradsportler Franz Preihs bei der Ring Attacke 2017
Michael Scheikl, Armin Assinger und Extremradsportler Franz Preihs

Der Red Bull Ring wird unter die Lupe genommen

Gemeinsam mit einem Freund und Mitstreiter (hochitom.at) machten wir uns am Sonntag den 28.05.2017 auf den Weg nach Spielberg. Am Ring angekommen, besorgten wir uns die Startnummern, sowie das obligatorische Goodie-Bag bevor wir uns auf den Weg machten, den Red Bull Ring näher unter die Lupe zu nehmen. Begonnen bei Start/Ziel schlenderten wir durch die Boxengasse in Richtung erster Kurve und zugleich erstem Anstieg.

Adjustiert und voller Vorfreude begaben wir uns 45 min vor Start auf die Piste. Über den Anstieg hinauf zur ersten Kurve, abgekürzt in Richtung Voestalpine- und Ziel-Kurve konnten wir uns locker einfahren und hatten erstmals Kontakt mit schadfreiem Asphalt und sehr großzügigen Kurven, wo normalerweise knapp 1000PS röhren.

Der Startschuss gibt das Rennen frei

Um 13:45 war es dann soweit und der Startschuss schallte über den Ring. Die erste Runde wurde noch neutralisiert gefahren, wobei neutralisiert eher für die Spitzenfahrer galt. In den nächsten Runden verteilte sich das Teilnehmerfeld über die gesamte Strecke und so konnte ich ein für mich recht gutes Tempo finden. Die ersten Runden absolvierte ich ohne Probleme.

Naturbahnrodel-Star Michael Scheikl geplagt von Krämpfen bei der Ring Attacke 2017
Michael Scheikl | Fotocredit: Heinz Feyerer

Absolutes Highlight, die Abfahrten. Hat man bereits nach Kurve zwei die ca. 65hm überwunden, geht es im Grunde nur noch bergab. Wenn man nicht gerade auf den Vordermann auffährt, ist ein Bremsen überflüssig. Die Gegebenheiten (schadfreier Asphalt, keine Steine oder andere Verschmutzung, großzügige Kurven…) sind perfekt, wie man Sie auf öffentlichen Straßen nie finden wird. Das Problem; um auch bergab so wenig Zeit wie möglich zu verlieren, musste weiterhin in die Pedale getreten werden.

Krämpfe machten die letzten Runden zur Qual

Ab Mitte des Rennens jedoch musste ich bergab etwas Tempo rausnehmen, um nicht für den in jeder Runde anstehenden, 12% steilen Anstieg keine „Körner“ mehr zu haben. Nach knapp über zwei Stunden Fahrzeit bei 30 Grad in der prallen Sonne, musste ich mich mit anklopfenden Krämpfen in den Oberschenkeln abmühen. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass die letzten Runden eine Qual werden.

Nach 2:55 Stunden Fahrzeit, 19 Runden und 81 Kilometern am Tacho, wurde ich an der Ziellinie abgewunken.

So froh ich auch war als ich das Ziel erreichte, eines war klar, nächstes Jahr WIEDER!!!

Rennrodelstar Michael Scheikl überquert die Ziellinie am Red Bull Ring
Michael Scheikl | Fotocredit: Heinz Feyerer

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