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Funktionelles Training | Functional Fitness

Österreichs Rodel-Star Thomas Kammerlander trainiert hart für die kommende Saison

Funktionelles Training liegt voll im Trend und erlebt einen ziemlichen Boom. Doch was ist das besondere daran und macht es auch wirklich Sinn? Mit diesem Beitrag will ich euch die Thematik etwas näherbringen.

von Dipl. Sportwiss. Univ. Michael Ernst | Trainer im Österreichischen Rodelverband

Funktionell trainieren wie die Weltmeister!

Beim funktionellen Training wird das Augenmerk, weniger auf das Trainieren von Muskeln gelegt, sondern auf das Ausüben von gezielten oft instabilen Bewegungen. Man trainiert sehr viel mit dem eigenem Körpergewicht und mit komplexen Bewegungsabläufen. Im klassischen Krafttraining wird ein Muskel oder eine Muskelgruppe oft an Geräten isoliert trainiert. Früher wollte man Muskeln möglichst groß und stark machen, heute will man mit funktionellem Training die Funktionalität des Körpers erhöhen.

Man könnte auch sagen, es werden im Vergleich zum klassischen Krafttraining, nicht nur Muskeln trainiert, sondern das sogenannte Sensomotorische System.

Der Fokus wird auf das Zusammenspiel von Gehirn, Muskeln und Nerven gelegt.

Rodel Austria Sportler-Michael Scheikl trainiert funktionell mit dem TRX Rip-Trainer
Michael Scheikl trainiert mit dem TRX Rip-Trainer. Foto: W+K Photo

Warum funktionelles Training?  

Stellt euch vor Ihr wollt eine Liegestütze auf einem wackligen Untergrund machen? Was nützt es wenn die Kraft dafür zwar vorhanden wäre, die Stabilität aber fehlt und man umfällt?

Was nützt ein starker Muskel, wenn er nicht richtig angesteuert werden kann?

Das „Gefühl“ für einen Muskel bzw. eine Muskelkette hängt von der Innervierung der Muskeln ab. D.h. wie gut ist dieser Muskel über Nervenbahnen mit dem Gehirn, dem zentralen Nervensystem und anderen Muskeln verbunden. Deshalb ist im Funktionellen Training ein grundlegender Aspekt die Stabilisation des Körpers, insbesondere des Rumpfs. Bei instabilen Übungen, muss man sich in die Bewegung mehr „reinfühlen“, als bei stabilisierten Bewegungen, hierbei werden neuronale Strukturen mehr trainiert.

Wirbelsäule, Rücken und Bauchmuskulatur bilden das Zentrum des Körpers. Ist das Zentrum nicht stabil, so wirkt sich das immer Negativ auf eine Bewegung aus. Egal ob das beim Tennis, Ringen, Klettern oder beim Rodeln ist. Grundsätzlich gilt umso besser der Körper beherrscht wird umso besser lässt sich auch der Schläger, Ball, die Kletterwand oder die Rodel beherrschen.

Für wen ist funktionelles Training geeignet?

Grundsätzlich ist die Trainingsart für jeden geeignet. Der Trainer sollte allerdings die Individuelle Leistungsfähigkeit und mögliche Schwachstellen des trainierenden kennen.

Welche Vorteile bringt funktionelles Training?

Der größte Vorteil gegenüber dem klassischen Krafttraining ist die enorme Verbesserung der Körperbeherrschung, die beim klassischen Training nur bedingt erzielt wird. Es hat aber noch auf viele andere Punkte eine sehr positive Punkte Wirkung:

  • Balance
  • Körperspannung
  • Körper Haltung
  • Verletzungsprophylaxe
  • Mentale Prozesse
  • Kraft
  • Ausdauer
  • Reaktionsfähigkeit
  • Körpergefühl

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