Was wurde aus?

Was wurde aus Gerald Kammerlander?

Gerald Kammerlander beobachtet und analysiert mit seinen Atheten Florian Glatzl und Thomas Kammerlander genau die Fahrten der Konkurrenz.

Vom Ministrant zum Weltmeister

Der heutige ÖRV-Sportdirektor Gerald Kammerlander war selbst ein erfolgreicher Naturbahnrodler.

Die erste Erfahrung mit dem Rodeln, an die er sich erinnern kann, ist ein Ministranten-Rennen in seiner Heimatgemeinde Umhausen. Da auch Onkel von ihm rodelten, entwickelte Gerald Kammerlander dann recht schnell eine Affinität zu dieser Sportart.

„Wir waren so fünf bis sechs Kinder, die mit Erich Schöpf tirolweit zu Rennen gefahren sind. Wobei ich im Kinder- und Jugendbereich eigentlich nie im Spitzenfeld vertreten war. Erst bei den Junioren ist mir dann gewissermaßen der Knopf aufgegangen“, erinnert sich der Ötztaler zurück.

Erfolgreicher Junior im Doppel

Die ersten Erfolge stellten sich im Doppelbewerb ein. Gemeinsam mit Joachim Schöpf wurde er im Winter 1997/98 Gesamtsieger im Interkontinentalcup und holte die Silbermedaille bei der Junioren-EM in Feld am See (AUT). Schon im darauffolgenden Jahr sicherte sich das Ötztaler Doppel dann Gold bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Hüttau (AUT). Eine weitere Medaille in der Juniorenklasse gewann er mit Bronze im Einsitzer bei der Junioren-Europameisterschaft in Tiers (ITA). In der Saison 2002/2003 wurde er Gesamtsieger im Interkontinentalcup.

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Gerald Kammerlander_Saison 2007/2008 / Foto: Sobe

Wechsel in den Einsitzerbewerb

Danach konzentrierte sich Kammerlander auf den Einsitzerbewerb, wobei es zur damaligen Zeit sehr schwer war, den Sprung ins Nationalteam zu schaffen. Immerhin gingen damals auch so Kapazunder wie beispielsweise Gerhard Pilz, Gerald Kallan, Gernot Schwab oder Robert Batkowski an den Start.

Doch Kammerlander kämpfte. Im Winter 2005/2006 holte er mit Rang zwei zum Saisonauftakt in St. Martin in Thurn (Ita) den ersten Podestplatz. Hervorragend lief es in der Saison 2007/2008 als Kammerlander Dritter in Umhausen und zwei Mal Zweiter in Zelezniki (Slowenien) wurde und in der Gesamt-Weltcupwertung hinter Patrick Pigneter (Ita) den zweiten Rang belegte. Im darauffolgenden Jahr feierte der damals 27-Jährige in St. Sebastian und Umhausen seine beiden ersten Weltcupsiege.

Bei Großereignissen blieb der Ötztaler vorerst weiter ohne Spitzenplatz. Und auch in der Saison 2010/2011 deutete zunächst nichts darauf hin, dass sich daran etwas ändern sollte. „Im Weltcup ist rein gar nichts zusammengelaufen. Schließlich haben wir uns dann entschlossen, die Rodel komplett neu aufzubauen. Dieses Risiko hat sich letztlich bezahlt gemacht“, erinnert sich „Kammi“.

„Weltmeister dahoam“ als Höhepunkt

Und wie, denn  auf der heimischen Grantaubahn in Umhausen holte er sich mit vier Hundertstel Vorsprung auf seinen Teamkollegen Robert Batkowski die Goldmedaille und damit den Weltmeistertitel. Gemeinsam mit Melanie Batkowski, Christian Schatz und Gerhard Mühlbacher gab`s zudem noch Silber im Teambewerb.

2013 ging Kammerlander noch bei der WM in Deutschnofen als Titelverteidiger an den Start, beendete danach wie schon vorher geplant seine Karriere. Wie fällt rückblickend seine persönliche Bilanz aus?

Viele schwere Verletzungen

„Alles in allem kann ich zufrieden sein. Es wär vielleicht mehr drinnen gewesen, wenn ich nicht sieben schwere Knieverletzungen gehabt hätte. Allein die vorderen Kreuzbänder riss ich mir in beiden Kniegelenken insgesamt 5 Mal. Zwei Mal wurde ich auch mit dem Hubschrauber von der Strecke abtransportiert.“

Seit der Saison 2013-2014 ist Kammerlander inzwischen als Sportdirektor und Nationaltrainer verantwortlich für das Nationalteam der Naturbahnrodler im Österreichischen Rodelverband. „Im Gegensatz zu meiner Zeit als Aktiver bin ich da immer brutal nervös.“

Tina Unterberger_Gerald Kammerlander_Rodel Austria Naturbahn_WC Zelezniki 2017
im Bild mit Tina Unterberger
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Gerald Kammerlander_Sportdirektor_Naturbahn_Österreichischer Rodelverband
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Gerald Kammerlander Tina Unterberger Rupert Brüggler Gerhard Kleinhofer_Rodel Austria Naturbahnrodeln
Im Bild mit Tina Unterberger, Rupert Brüggler und Gerhard Kleinhofer

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